Was für bekloppte Anschuldigungen gegen Dieter Nuhr nach seinem „Jahresrückblick 2019“

Eine „kritische Analyse“ zu viel! Wieder wird die Forderung an die ARD gestellt, Nuhr rauszuwerfen. Er wird allen Ernstes mit Eva Hermann verglichen.

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Manche Autoren wissen gar nicht, wie sie sich von Dieter Nuhrs Jahresrückblick und seinem allgemeinen Wirken überhaupt noch erholen sollen. Ein Tipp: Schalten Sie den Fernseher vorher einfach aus oder nutzen Sie Alternativen! Wenn ein Comedian für seine Aussagen in dieser fetten Art und Weise angeklagt und verurteilt wird, muss im Land irgendwas sehr grundsätzlich falsch laufen.

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Dieter Nuhr ist ein mittelalter Comedian, den seine Gegner (dass es sowas auch bei diesem Berufsbild gibt, weiß ich seit Steimle) wahlweise als Neurechts oder als „alten weißen“ Mann betiteln. Vielleicht ist es auch sein Äußeres, das auf manche provozierend wirkt? Immerhin hat man früher mal gesagt, Nuhr hätte was von George Clooney…

Manche Autoren und Blogger rücken ihn in die Nähe von Rassisten und beschuldigen ihn, Antisemitismus zu verharmlosen; die Nazi-Diktatur gleich mit. Seine Witze über die in linken Kreisen schier sakrosankte Greta Thunberg sind unerhört und befeuern die Vorwürfe immer mehr. Die Absetzung der Nuhr – Shows wird gefordert. Als Begründung dafür könnten Begriffe wie „entartete Kunst“ herhalten. Wie diejenigen wohl reagieren, wenn man ihnen mit solchen Vorhaltungen kommt?

https://twitter.com/TamaraWernli/status/1209089424967028737

Die Beispiele, die sie gegen Nuhr anführen, stammen aus Nuhrs Programm und sollten immerhin unter seiner Anhängerschaft nicht gänzlich unbekannt sein. Wie viele Comedians, die ich kenne, baut auch Nuhr Gags in seine Show ein, die aus dem aktuellen Programm oder aus älteren entnommen sind. Sehen Sie sich bei Youtube die Beiträge von Pispers, Rether oder anderen Granaten an. Sie entdecken auch bei größeren Zeitabständen und völlig neuen Programmen immer mal Versatzstücke, die sie schon kannten. Ich kann daran nichts Schlimmes finden. Aber besagte Autoren nehmen daran Anstoß, sie tun gerade so, als sei Nuhr damit die Ausnahme.

Ich habe den Jahresrückblick 2019 von Nuhr gesehen und die anstößigen Elemente seines Vortrages nicht wahrgenommen.

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Daraus mag man den Schluss ziehen, dass sogar Comedy abstumpft. Wäre mir egal! Ich bin von der Auseinandersetzung um politisch Korrektes mitgenommen. Ich erkenne die kritischen Teile dieses satirischen Jahresrückblicks nicht. Als ehemaligem aufrechtem Linken wäre das früher nie vorgekommen!

Wahrscheinlich haben die linken Kritiker vergessen, sich über die politisch korrekten, viel zu oft belehrenden, unwitzigen vorlesungsartigen Referate überhaupt Gedanken zu machen. Zu sehr entsprachen sie in ihrer ganzen Anlage der eigenen Sicht auf die Welt.

Sich darüber zu echauffieren, was von Wagner oder Hagen Rether so von sich geben, würde ihnen jedenfalls nie einfallen.

Ich sehe mir auch deren Programme an, mitunter auch live. Ich war auch schon live bei Dieter Nuhr und fand ihn witzig. Ich fühle mich gut unterhalten. Darum, dachte ich, soll es bei der Comedy gehen?! Aber die politische Korrektheit wird selbst dort eingefordert und zwar so brutal, dass man bei Verstößen sogar den Kopf des Protagonisten fordert. Sofern er Dieter Nuhr heißt und nicht als erstklassiger Linker durchgeht.

Nicht jedes Programm ist unterhaltsam. Dieses Urteil kann gefällt werden. Es kann wohl auch daran liegen, dass man selbst einen schlechten Tag erwischt hat oder die speziellen Dinge im Programm nicht für so witzig hält. Kann passieren! Ich würde das z.B. von den gefühlten Endlosprogrammen eines Hagen Rether sagen. Da sitzt du dir den Arsch über Stunden platt und deine Erkenntnisgewinne sind auch nicht viel größer als bei anderen Kabarettisten oder Comedians. Und gelacht hab ich auch kaum. Da solltet ihr aber mal meine Schwester hören. Sie war dabei und fand Rether einfach nur Klasse.

Man bekommt Stoff zum Nachdenken. Nicht bei allen Programmen. Je mehr Comedy, destoweniger Nachdenken? Im Kabarett sind die Ansprüche höher. Aber Nuhr sieht sich selbst doch als Comedian und nicht als Propagandist linker Gutmenschenträume.

Es macht mich sauer, wenn ich erleben muss, wie sich Linke mit krassen Forderungen gegenüber Andersdenkenden immer stärker positionieren. Wie kann man sich nur über Comedians / Satire in dieser Weise ereifern, wie es in manchen Medien immer krasser passiert?

Ich distanziere mich von solchen Leuten. Der Volksverpetzer, den ich längere Zeit hinweg gern gelesen habe, hat mit dazu beigetragen, dass ich allmählich einsehe, dass ich viele Jahrzehnte lang politisch auf der falschen Seite stand! Diese Art von Kritik, die auf die Vernichtung eines Menschen in seiner beruflichen Existenz abzielt, ist absolut inakzeptabel. Nicht nur politische Eiferei ist ekelhaft.

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Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Ich bin jetzt 71 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt (auch aus Überzeugung) auf dem Land.

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7 Gedanken zu „Was für bekloppte Anschuldigungen gegen Dieter Nuhr nach seinem „Jahresrückblick 2019““

  1. Ich habe seinen aktuellen Jahrerückblick noch nicht gesehen, den wollte ich mir für Silvester aufheben. Was das regelmäßige rechte oder linke (völlig einerlei) Wutgebrüll gegen Dieter Nuhr angeht, halte ich es so:

    Ich warte, auf was davon er selbst bei nächster Gelegenheit in einer Sendung reagiert. Dann ist es in den kabarettistischen Rahmen eingebaut und lustig anzuhören.

    Den Stuss, den sogenannte Kritiker (was sie nicht sind, sie sind bloß selbstgefällige Schwätzer in eigener Sache), wutschnaubend absondern, höre (lese) ich mir nicht an. Zeitverschwendung, weil ohne Substanz aus den Echolöchern der kommerziellen Netzwerke kommend.

    Wie du ja weißt, nehme ich von diesen Netzwerken keinerlei (unmittelbare) Notiz.

  2. Weißt du was? Ich glaube, selbst Dieter Hildebrandt würde heute Wutgeprolle und „Hasskommentare“ ernten.
    Jeder, der nicht nur als politisch harmloser, blödelnder Nummern-Comedian durch die Lande hopst und auf einem Humorniveau arbeitet, dass dem Verständnislevel der links- und rechtspopulistischen Echokammern genügt, wird gegen die absurde Political Correctness dieses kleingeistigen Mainstreams verstoßen und entsprechend „geshitstormt“.

  3. Ich habs auch gesehen und fand seine Rechtfertigungen in Sachen Klima/Greta bemerkenswert. Musste er wohl machen, da reines Bashen nicht mehr Mainstreamkompatibel ist – und das ist ihm wichtig.
    Mich nerven mehr die Ausfälle gegen alles, was auch nur von Ferne irgendwie links ist. Da schießt er gleich aus vollen Rohren, ist alles böse sozialistische Mottenkiste! In Berlin baut angeblich eh niemand mehr, weil man sich hier erdreistet, die Mieten zu deckeln und den übelsten Abzockern mit Enteignung zu drohen (Absurd! Hier wird ständig vielerorts gebaut und wo es stockt, liegts an mangelnden Kapazitäten und Personal… Im übrigen gibt es kein Menschenrecht auf Zuzug nach Berlin!)
    Für mich ist er damit ganz klar ein Comedian der politischen Gegner. Kein Grund, ihn aus dem Programm zu werfen aber aus eigenem Antrieb schau ich seine Sendung nicht mehr. Er ist DER Staatscomedian für die Beruhigung der Massen: Schaut, wie gut es uns doch geht. Regt euch doch nicht auf, läuft doch alles super…

  4. Ich wünsche dir und deiner Familie ein schönes neues Jahr 2020 mit allem, was ihr euch wünscht und erhofft!

    So. Zum Thema.

    Eben gerade habe ich Dieter Nuhrs Jahresrückblick 2019 via Mediathek gesehen. Ich muss sagen, es war m.E. sein bester Jahresrückblick bisher!

    Jeder Punkt seines Rückblicks exakt auf den Punkt. Das ist Kabarett, wie es für mich sein muss: neben dem applausheischenden Wortwitz (wie wir ihn ja noch viel pointierter von Dieter Hildebrandt gekannt haben) übergangslos in den bitteren Ernst — dahin, wo man sich (wie früher auch bei Hildbrandt und Kabarettgenossen) fragt, ob das noch Kabarett ist oder schon ganz ernsthafte politische Ansprache.

    Und jetzt genehmige ich mir dir volle Packung Urban Priol mit dessen Jahresrückblick. Das wird eher klassisches Kabarett, also anders, aber sicher genauso gut… 🙂

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