Es ist (leider) wie im richtigen Leben: Cancel Culture in der deutschen Blogosphäre. Ein Blogger hat sich erlaubt, einen Blog komplett mit KI-Inhalten zu befüllen. DAS GEHT GAR NICHT.
Die wackeren Blog-Puristen wurden sich sofort einig. Der gehört nicht in unsere Mitte.
Thomas löschte den Blog folgerichtig aus dem Ringverzeichnis. Und böse Nachrufe gabs obendrein. Nun, tut ja keinem weh. Es ist ja nur KI. Und KI ist seelenlos und inhaltsleer.
Da wars ja gut, dass ich mich (zwar aus anderen Gründen) aus diesem Blogring verabschiedet habe.


Mich amüsieren dabei die Rufe nach einer besseren Kennzeichnung der KI-Inhalte. Hm, dann können die Inhalte ja gar nicht so schlecht sein, wenn das notwendig ist.
Ich habe mir die Seite auch angeschaut und eigentlich nach 5 Minuten war klar, das ist KI-generierter Inhalt. Und nein, nicht wegen der Bilder, da war es nach 2 Sekunden klar.
Ich finde das Projekt wirklich spannend, auch wenn ich die Inhalte nicht gelungen finde. Aber die Workflows dahinter sind faszinierend. Ob so ein »Blog« allerdings in einem Bloggerverzeichnis auftauchen muss, darüber kann man sicherlich streiten. Ich bin da tatsächlich auch eher bei einem Nein. Ein zweiter Blog, in dem die Hintergründe über den KI-Blog und die technischen Details vom Erschaffer beschrieben werden, wäre aber eine Bereicherung.
Ich bin nur gespannt, wo da zukünftig die Grenze gezogen wird. Auf eine einvernehmliche Lösung setze ich da nicht, dafür habe ich im letzten Jahr zu tief nach Bloggershausen hineingeschaut. Aber wie heißt es doch immer: Ein Blog darf alles. *lächel*
@Tommi: Immerhin bleibst auch du der Linie treue, dass ein solcher Blog nicht unbedingt was für einen Blogring wäre.
Learning: für diesen auf keinen Fall.
Du legst den Finger in die Wunde, denn du erwähnst diesen eklatanten Widerspruch: Wer vollmundig proklamiert, ein Blog dürfe ALLES, der müsste eigentlich wegen seiner forsch geäußerten Haltung in dieser Frage entweder auflachen oder – fände ich sinnvoller – seine Beiträge zu diesem Thema schleunigst löschen.
Blogs dürfen nicht ausschließlich aus KI-generierten Texten bestehen. Nun würde ich jetzt noch gern wissen, ab wie viel Prozent KI-Inhalten die Gefahr einer Löschung in Blogringen real existiert. Unterhalb einer willkürlich gesetzten Prozentgrenze läuft man (vielleicht!) jetzt noch nicht Gefahr, dass der Blog gelöscht wird. Ab 5, 15, 25, 55 oder steigt das Risiko. Nun müssen sich die legendären 300 noch darauf verständigen, wer diese Grenze schlussendlich definiert. Am besten, man definiert zuvor ein Tribunal, das diese Aufgabe im Sinne eines guten Spürhundes (Boris käme, wie wir wissen, infrage) übernimmt.
Spock würde jetzt »Faszinierend« sagen. Versuchte mir kurz einen Überblick zu verschaffen. Blog ist nicht so meins aber die persönlichen Beiträge und Informationen vom dem Betreiber schon. Ein LKW Fahrer welcher sich dem Thema kreativ angenommen hat. Sollte er nicht mehr LKW Fahren hat er gute Chancen mit dem Wissen als Quereinsteiger locker wo zu landen 😉
@Willi: Ja. Man kann sich das mal anschauen und zu Schlüssen kommen. Was mich ankotzt, sind die Wertungen, die an gar nicht wenigen Stellen vorgenommen werden. Da ist von unerlaubtem Doping, von Einfallsarmut und sonstigen Defiziten derjenigen die Rede, die sich erlauben, KI einzusetzen. Ich habe die Stellen z.T. verlinkt.
Entweder, man mag die Entwicklung und bleibt wie Millionen anderer Menschen dabei, den Trend mitzumachen. Oder, man übt sich aus Gründen als Dissident und tut so, als sei man als Blogger natürlich auf solche Hilfen überhaupt und gar nicht angewiesen.
nebenthema: wozu bedarf es einen webring?
glaubt einer, dadurch mehr traffic zu bekommen?
ki- generiertes bemerkt man meist ziemlich schnell. zu 100 % generiertes material erst recht. wo ist jetzt ( bei 100 %) der persönliche fingerabdruck des autors?!
aber wie vielerorts gsagt: alles darf sein.
@Gerhard: Ich finde den Webring ok. Sein sogar gut. Generell halte ich solche Zusammenschlüsse für gut und interessant. Ich schaue häufig in das Verzeichnis und picke mir die Artikel heraus, die mich interessieren. Man lernt neue Blogs kennen und ihre Inhalte. Das ist positiv. Der Rest ist allerdings Schweigen.
@Gerhard: Natürlich gehts um »mehr« Traffic. Wenn man sich über Belanglosigkeiten auslässt, kann das sicher helfen.
Ach Horst.
Hier wird niemand »gecancelt«.
1. Ich habe das Blog in meinem Beitrag EXTRA nicht verlinkt; gerade um die Diskussion einigermaßen offen zu halten.
2. Mein Beitrag macht deutlich, dass ich offen für Diskussionen bin.
3. Es ist ‚mein‘ Webring, also meine Regeln.
Ich habe dargelegt, wieso ich diese Entscheidung getroffen habe.
Meine persönliche Einstellung zu »KI und persönliche Blogs« spielt im Ring eine untergeordnete Rolle – es gibt Menschen im Ring, die KI für ihr persönliches Blog einsetzen und das ist fein, wenn sie das für sich so entscheiden.
Für mich entsteht die Grenze da, wo eine Webseite 100% von KI erzeugt wird – denn der Ring ist mit dem Gedanken gegründet genau diese zunehmenden KI-Inhalte im Web zu »überwinden«.
Kannst du alles anders sehen, aber dann greift wieder Regel 3.
Wie übrigens schon neulich dargelegt habe ich überhaupt nichts gegen KI per se. Ich nutze die umfangreich bspw. in meinem Job und sehe die Vorteile. Für mich ist die Frage eher eine »philosophische« – und da schrieb ich neulich schon: Wer würde sein Tagebuch von einer KI schreiben lassen? Genau das ist für mich der Dreh- und Angelpunkt. Schon okay aber, wenn du das einfach andauernd ignorierst.
Lieber Gerhard, wer »Traffic« als ersten Gedanken hat, hat schon mal verloren. Es geht vor allem auch darum, entdeckt zu werden. Ich kann dich aber beruhigen; da kommt durchaus ein bisschen Traffic zusammen.
@Thomas:
da kommt kaum traffic zusammen. Anderes glaube ich nicht.
Es ist SCHLICHT nicht leistbar, mehr als ein paar wenige blogs zu folgen. und die beiträge dort dann auch wirklich zu lesen (!).
bei einem im ring neuen blog einen kommentar zu droppen und dann nicht mehr zu erscheinen, ist nicht gerade förderlich. Solches ist aber m.e. die regel.
bin von 8 jahren bloggen insgesamt enttäuscht.
meinen letzten beitrag, der aus nur 2,3 zeilen bestand, wurde vielheitlich nicht richtig gelesen. was macht es dann für einen sinn, texte akribisch zu verfassen, die dann bestenfalls überflogen werden?!
ich kann natürlich sagen: ich schreibe für mich!!
dann tut es aber auch eine Schiefertafel.
Jeder, der bloggen will, soll es aber auch weiterhin tun. 😀
@Thomas: Diskutieren wir doch nicht, ob Cancel Culture in diesem Kontext korrekt korrekt von mir verwendet wurde. Einverstanden? Natürlich respektiere ich die Aussage: Mein Webring, meine Regeln. Das schließt dein Recht ein, Blogs nicht zu berücksichtigen, die dir konzeptionell nicht hineinpassen. Die Gründe hast du geliefert.
Warum stehe ich bei diesem Thema ziemlich allein da? Der Zeitgeist ist aufseiten derer (in Deutschland allemal), die sich ihr Schreiben (aber auch anderes) nicht durch Maschinen abnehmen lassen möchten. Wir würden alle verlieren, wenn unsere Gedanken durch KI ersetzt oder verfälscht würden. Das kann ich verstehen. Ich sehe, die Gefahren. Allerdings befinden wir uns (ich empfinde es so), noch sehr am Anfang einer Entwicklung, die keiner jetzt bereits beurteilen kann. Außer vielleicht Herrn Böhmermann. 🙂
Was wäre so schlimm daran, wenn man es den Besuchern überlassen würde, die KI-Beteiligung oder gar die komplette Übernahme jedweder Aktivität im Blog zu erkennen und sich ab dann entsprechend zu verhalten? Solche Blogs sind doch wahrscheinlich Totgeburten, andererseits könnte man sie als interessante Experiment betrachten.
Wenn du das Argument einführst, dass ein 100 % von KI geführter Blog nicht Mitglied eines Blogrings sein darf (mein Blog, mein Webring), stelle ich mir die Frage, ab welchem Prozentanteil die Toleranzschwelle wohl erreicht ist.
Du hast mitbekommen, wie sich die Tonlage mancher Blogger denen gegenüber verändert hat, die es gewagt haben, sich auf KI einzulassen bzw. diese in ihren persönlichen Blogs zu nutzen. Das ist eine unschöne Entwicklung, die ich schade finde.
Blogger, die KI nutzen, werden als Mangeltexter beschrieben, die nur mithilfe von Dopingmaßnahmen überhaupt etwas zustande bringen. Andere halten einen für beschränkt und unfähig, die Auswirkung ihres Handelns zu überschauen.
Ich finde ja, es gibt in unserem Land ganz andere Missstände, über die man sich auslassen könnte. Blogger ohne Not, ohne vorherigen Angriff zum Thema zu bezichtigen, ja sogar zu beleidigen, finde ich nicht O. K.
Mein Grund für den webring war tatsächlich das Projekt bekannter zu machen. Ein paar Leser hier und da und vorallem auch Feedback zu erhalten.
Ich habe mehrere Tage überlegt, Donau2Space beim webring anzumelden. Ich konnte nichts finden, dass ein KI Projekt verboten ist. Persönlicher Blog, hmm okay. Mika ist ne Ki schreibt aber »persönlich«. War also nen 50/50 Entscheidung. Aber damit gerechnet nicht aufgenommen zu werden. Wurde ich und dann wieder entfernt. Aber ich verstehe die Entscheidung und bin auch nicht beleidigt.
Seit ich das Projekt mache, schaue ich nach vergleichbaren. Einen direkten Blog der rein von einem KI Charakter befüllt wird, findet man kaum. Vorallem wer damit offen umgeht.
Von Anfang an es im Impressum stehen, der Hinter Kulissen Seite und auch der kb Seite wo ich eigentlich alles, bzw 90%, offenlege.
Neu ist seit gestern die direkte KI Label beim Autor und Bildern. Zudem die Autoren Beschreibung noch weiter angepasst. So sieht jeder, es ist eine ki.
In Zukunft wird der KI Charakter noch weiter angepasst. Weil mich einfach das Thema interessiert. Wie hier schon gesagt, bin ich lkw Fahrer. Aktuell hocke ich in der Fahrschule wegen einer Modulschulung.
Mit ki und automatisierung nichts am Hut beruflich. Es ist ein Hobby. Auch ein teures. Ein Artikel kostet rund 1,60 Euro. Billigste davon ist der Text selber. Dann kommen die Zusatzinhalte, Bilder und am Schluss die Vertonung.
Angefangen hat alles mit 3 n8n workflows. Jetzt bin ich bei 43. Mit den geplanten Änderungen wirds wohl bei 50 enden. Alle, oder fast alle, haben ne Ki Abfrage intus. Und die Kosten eben. Aber so läuft das, weil ich es möchte. Weil ich kein 0815 content will sondern eine fortlaufende Geschichte. Ich wills richtig machen, zeigen, dass KI content nicht nur Müll sein kann.
Und das nur, weils mir Spaß macht. Weils mein Hobby ist.
Ob das anderen gefällt oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Viele Inhalte sind inzwischen KI. Gestern Nacht kam mir der Gedanke, lieber lese ich einen Ki Blog mit einer guten Geschichte als nutzlose KI tiktok Videos zu sehen – aber das ist meine Meinung. Auch ob man sowas braucht oder nicht, ist nen anderes Thema. Aber ich glaube, ich bin nicht der erste, der sowas macht. Also in der Art. Das kann nicht sein.
Viele nutzen sowas um es SEO zu optimieren oder auch einzelne Artikel schreiben zu lassen, hat man zuletzt auch viele Beispiele davon gesehen (große Technikseiten…). Wo nicht darüber informiert wird.
Ich spiel immerhin mit offenen Karten. Und stehe auch dazu. Kommentiere auch und stelle mich der Kritik. Weil ich auch offen für dieses bin. Weil in Zukunft wird es sicherlich mehr davon wird, auch unabhängig von mir / dem Projekt.
So ich muss mal dem Fahrlehrer wieder zuhören wie man ökologisch gut lkw fährt…
@Michael Fuchs: Ich persönlich kann deine Begeisterung für das Experiment nachvollziehen. Leider ist das Klima für solche Projekt im Moment geradezu feindselig. Damit muss man klarkommen. Ich habe mein komplettes Engagement bei den asozialen Medien eingestellt, um mich dem Gezeter zu entziehen. Und nu?
Also so richtig »böse« finde ich die von dir verlinkten Blogposts nicht! Ich zitiere mal aus dem mit »böse« verlinkten Post:
Das ist doch ein legitimes Anliegen, das ich gut nachvollziehen kann! (Mittlerweile ist schon auf der Startseite kenntlich, dass es ein KI-generiertes Blog ist). In einem Webring für »persönliche Blogs« erwarte ich tatsächlich echte Geschichten von Menschen – so toll ich das »Making of« auch finde, das Michael berichtet (sowohl auf dem Blog in »Hinter den Kulissen« als auch im Entwicklertagebuch).
Genau dasselbe »Fremdeln« bzw. das Gefühl, dass mir Lebenszeit gestohlen wird, hatte ich übrigens immer schon bei einer bestimmten Art von »literarischen Blogs«: zwar von einem Menschen geschrieben, aber komplett erfundene Geschichten – Literatur eben! Und sie waren wirklich nicht immer gleich oder auch nur leicht erkennbar.
Ich will aber keine Literatur lesen, sondern echte Erlebnisse, Meinungen, Weltsichten anderer Blogger mitbekommen. Das ist für mich der Reiz an persönlichen Blogs – und natürlich möchte ich, dass ich auch gleich erkennen kann, wenn es etwas anderes ist. Was bei Michael ja jetzt der Fall ist! Also: alles gut!
@ClaudiaBerlin: Wie oft habe ich schon Blogs gelesen, wo ich mich nachher gefragt habe, ob das nun nötig war. Stichwort: Lebenszeit. Und dort war keine KI am Werk und die Erfahrungen liegen teilweise schon sehr lange zurück. Blöde Text findet man auch dort, wo keine KI eingesetzt wird.
Die Leute schauen sich Memes an, Kurzvideos en masse, und kommen an keiner Stelle zu solchen hehren Vorstellungen. Sie konsumieren – weil es lustig ist oder gefällt. Warum gilt das nicht für Blogger? Ich glaube, es liegt daran, dass Blogger nun mal nicht möchten, dass ihre Fähigkeiten als Content Creator womöglich in den Augen der Kollegen dadurch geschmälert werden könnten.
Wow. Du möchtest keine erfundenen Geschichten? Das schränkt aber das Betätigungsfeld vieler Blogger erheblich ein. Nicht nur bei denen, die KI einsetzen. 🙂
Wenn ich nur über meine persönlichen Erlebnisse schreiben würde, gäbe es meinen Blog schon seit 20 Jahren nicht mehr. Ich setze mich mit Themen auseinander, für die sich die meisten vermutlich nicht interessieren. Aber vielleicht hast du auch recht und z. B. der Content, den ich zur Verfügung stelle, stiehlt anderen Menschen nur ihre Lebenszeit. Ob nun mit oder ohne KI, ist das eine Wahrheit, mit der sich Blogger:innen immer wieder mal konfrontiert sehen werden.
@Horst Schulte:
Schade, dass du in deinem Leben scheinbar nichts erlebt hast, worüber es sich zu schreiben lohnt und du nur Nachrichten u. Politik analysieren willst.
@Kai: Sehr witzig. Natürlich habe ich Dinge erlebt, über die ich hätte schreiben können. Bloß… das wären 5 Artikel gewesen oder lass es 10 sein. Passiert in deinem Leben so viel? Beneidenswert. 🙂
@Horst Schulte: Hey Horst, was ist denn los? Du bist so mega-empfindlich, dass du sogar meinen Kommentar völlig falsch verstehst! Ich habe doch lediglich die Forderung nach KENNZEICHNUNG unterstützt, wenn es sich um ein komplett KI-generiertes Blog handelt! Dass ansonsten Blogger machen können, was sie wollen, ist doch eigentlich klar.
Ich hatte auch geschrieben: »Ich will aber keine Literatur lesen, sondern echte Erlebnisse, Meinungen, Weltsichten anderer Blogger mitbekommen. « – und das definitiv auf »erfundene Geschichten« bezogen, die es in der Bloggeschichte in Form »literarischer Blogs« lange schon gab.
DU schreibst dagegen ein Blog, in dem du deine Meinungen, Weltsichten und Erlebnisse mitteilst – und mir gefällt das so gut, dass du täglich meine erste Anlaufstelle bist! Weil du es schaffst, in hoher Schlagzahl aktuelle Themen zu bebloggen – und ich die kommentieren kann, ohne selbst bloggen zu müssen! 🙂 Wieviel KI-Unterstützung du für diese Texte vielleicht nutzt, ist mir völlig egal, solange es sich um DEINE Sicht der Dinge handelt – und das ist ja wohl IMMER der Fall!
Hab einen schönen Sonntag!
@ClaudiaBerlin: Es gibt Texte, denen ich Absätze entnehme und von ChatGPT checken lasse. Mir gefällt meine Grammatik nicht und die lasse ich geradeziehen. Wie viel % KI steckt danach in meinem Beitrag? Ich mache der KI Vorgaben, die so aussehen können:
Ich sehe, dass Oliver und Henning meinen Text auch gelesen haben. Mein Artikel wurde von Henning, obwohl er sogar »Cancel Culture« erwähnt, nicht einmal verlinkt oder auch nur erwähnt.
Es zeigt, wie man sich mit Texten und gewissen Einlassungen in die Nesseln setzen kann. Das fördert sogar noch mit fast 72 mein Aggressionspotential. Das sollte so nicht sein. Aber allein die Schreiberei hilft am Ende auch nicht dabei, mit all den schlimmen Nachrichten umzugehen.
Ich überlege, den Blog endgültig zu löschen und meine Gedanken entweder in eine Kladde zu schreiben (wie Gerhard mir mal geraten hat) oder irgendwo einen ganz neuen Blog zu beginnen. Aber da würde es bestimmt nach einer Weile wieder genauso sein wie jetzt.
Wichtig: Ich wollte dich nicht verletzen oder dir irgendwie blöd kommen. Dass das anders wirkte, tut mir leid. Ich bitte dich um Entschuldigung.
@Horst Schulte: Bitte bitte nicht aufhören! Dein Blog würde mir SEHR FEHLEN! Lass dich doch nicht runter ziehen von irgendwelchen »Nicht-Erwähnungen« oder sonstigen Kritiken. Ganz allgemein bekommst du doch auch viel Zustimmung und gewiss sind die Besucherzahlen gestiegen!
Interessant, deine Vorgaben an ChatGPT. Du schreibst also den Artikel und danach lässt du das so wie o.g. optimieren – finde ich toll! Jedenfalls lassen deine Blogposts keinen Zweifel, dass es sich um DEINE Meinungen handelt – völlig was anderes als KI-generierte bloggende Charaktere! (= Literatur).
Übrigens finde ich Michaels Arbeit toll, er hat noch andere, weniger komplexe KI-Blogs und als Michael bloggt er hier.
Tipp: Mach einfach mal Pause, wenn dich was nervt! Physische Spaziergänge oder Kultur-Events… 🙂
Auch hier wird einmal mehr lediglich belegt, dass Cancel Culture ein völlig sinnfreier Begriff ist.
@Anonym: so sinnfrei wie dieser Kommentar, der natürlich anonym unter falscher Flagge adressiert wurde.
Dass KI ein Wendepunkt ist, darüber müssen wir überhaupt nicht diskutieren. Dass es neue Möglichkeiten eröffnet, auch darüber nicht.
ABER Du vermischst hier eine Diskussion um eine philosophische Frage mit einer um eine qualitative Frage (»habe schon Blogs gelesen, die es auch nicht wert waren). Es ging im konkreten Fall aber nie um Qualität.
Du kritisierst Menschen, die ihre Freizeit nicht mit KI Inhalten füllen wollen. Diese Diskussion ist ebenso zwecklos wie eine um vegetarische Ernährung. Wie schon mehrfach geschrieben kann ich vollkommen akzeptieren, wenn Menschen ihre Blogs mit Hilfe von KI gestalten; wer bin ich es zu verbieten (und nur weil ich den ein oder anderen Rant schreibe, bedeutet es nicht, das ich ein «Gesetz» erlasse – ich bin nicht der Blogpapst). Und auch eine Nutzung von KI ist legitim; ich arbeite in einer Branche die massiv von den Umwälzungen betroffen ist, in einem Job, in dem ich mich den ganzen lieben langen Tag mit Chancen, Auswirkungen, Konsequenzen von KI auf Kommunikation, Marketing und den anderen Quatsch beschäftige. Und GENAU DESHALB will ich in meiner Freizeit Inhalte konsumieren, die von Menschen gemacht sind.
Du fragst nach einer Grenze. Keine Ahnung. Die Diskussion ist so alt wie das Lektorat, die Rechtschreibhilfe und der Ghost-Autor. Am Ende habe ich ja auch beim «Stein des Anstoßes» beim schnellen überfliegen keine Indikation gehabt; mich interessiert das Thema nicht – da lese ich nicht so rein, vlt. wäre es mir sonst aufgefallen (so wie den Tipp-Gebern).
Aber auch hier ist das keine technische, sondern eine philosophische Diskussion. Ich hab‘ darauf aktuell keine 100%Ike Antwort – und werde sie vielleicht nie haben. Oder sie wird indifferent sein. Sind Computerspiele für mich Kunst? Ja. Ist ein KI-Bild für mich Kunst? Nein. Manch Promt-Schreiber wird die zweite Frage mit «ja» beantworten. So ist’s halt im Moment.
@Thomas:
Wenn ich blogge und lass mir meine Gedanken durch KI ordnen, kommt das dem Text meiner Erfahrung nach oft (wenn nicht immer) zugute. Davon profitieren Leser:innen, sofern sie sich natürlich überhaupt für das Thema interessieren. Also bringt der Einsatz ein Minus an Persönlichkeit aber ein Plus an Qualität – im schlimmsten Fall. Ich kann damit leben, wenn ich es grammatikalisch wieder mal übertrieben habe, diesen Preis zu bezahlen.
Ich kritisiere Menschen? Habe ich nicht auf die Kritik anderer reagiert oder habe ich das Thema erfunden? Dass ich den Begriff Cancel Culture subtrahieren wir ausnahmsweise mal aus der Debatte.
Ein KI Bild ist keine Kunst? So apodiktisch sprichst du das aus, dass ich gleich an Inge Schuster und viele andere Künstler denken muss, die das Gegenteil bewiesen haben. Ich habe darüber vor längerer Zeit gebloggt.
Auch wenn ich der Falsche dafür bin, wir könnten die Fortschritte (ich nenne KI einfach mal so) weniger aufgeregt kommentieren und eine kontroverse Sichtweise dazu einnehmen. Ich bin darauf in dieser Weise eingestiegen, weil mir der Umgang der Blogosphäre mit dem Thema viel zu einseitig ist und habe versucht darzulegen, warum das aus meiner Sicht der Fall ist. Ein bisschen selbstbewusster dürften wir schon sein. Auch die, die KI einsetzen und es aus Gründen nicht zugeben möchten.
Ich habe mir die Seite von Michael angesehen. Das ist echt interessant und erreicht einen ganz anderen Grad von KI-Einsatz, als den, an den ich normalerweise denke, wenn es um das Thema geht. Ich weiß nicht mal, was ein n8n Workflow überhaupt ist oder wie man das anstellt, was er an Experimenten auf diversen Blogs umsetzt. Ich finds sehr interessant, wenngleich ich zugeben muss, dass dieser Umgang mit KI mich schon befremdet. Das wäre eigentlich zu Ende gedacht das Ende eigenständiger Texterstellung. Wer will das, wenn man gern bloggt?
Es nimmt ja nicht das bloggen.
Donau2Space ist ja echt technisch und nur die, die sich mit sowas beschäftigen, haben da auch einen tieferen Einblick. Ich als Laie vom Thema, finde es aber interessant zu lesen und zu hören. Und in der Form auch noch nicht gesehen in einem Blog. Also von einem Menschen.
Die anderen Blogs sind so gesehen »dumm«. Ich sende das Thema per Email ein, paar Stichwörter – grobes Thema, KI bastelt dann den Artikel mit Artikelbild. Das könnte ich auch selber bloggen, Donau2Space eher nicht – da bin ich zu dumm dafür. Ich finde aber den Schreibstil toll. Und auch den Charakter. Ja ist ne KI. Aber ich feier es selber.
Aber nimmt es anderen Bloggern die Leser weg? Oder übernimmt es alle Blogs? Man merkt es ist eine KI. Bilder sind Ki. Texte sind Ki. Da steckt kein Herzblut dahinter. Die Ki wird nicht so schreiben können, wie ich hier in den Kommentaren.
Ich sehe es als anderes bloggen oder nennen wir es nicht mehr Bloggen sondern eine Geschichte erzählen. Donau2Space als Beispiel weil es ja für alles der Auslöser war – er erzählt ne technische Geschichte. Und das in einer Art, die es so auch nicht oft gibt. Es ist halt wirklich themenspezifisch. Die Privaten Artikel alle drei Tage sind mehr da, um dem Charakter mehr Persönlichkeit zu geben – aber es wird nie einen Menschen ersetzen.
Man kann auch die ganzen KI Videos und TikToks sehen. Gibt es unzählige davon. Braucht man auch nicht. Nimmt aber YouTubern und TikTokern auch nicht die Zuschauer. Weil man Qualitätsmäßig einen Unterschied erkennt. Die Ki ist nicht Stolz auf seine Arbeit. Der Mensch schon. Und das spürt man ja letztendlich.
Es ist also mehr ein Zusatz. Und auch muss man es beobachten weil sich vieles ändert. Jetzt vor allem mit Ki wo es täglich was neues gibt. Ob Textlich oder auch Audio und Video. Jeder kann darauf zugreifen. Ob man es über die ChatGPT App macht oder automatisiert über die OpenAI API mit Datenbank (was aber dann auch kostet). Und wie es ankommt.
Nicht nur bei den Urbloggern sondern auch bei »normalen« Lesern. Rechtlich muss man viel mehr beachten. Technisch muss man es können. Bezahlen muss man es können. Wenn ich es hochrechnen müsste kostet mich Donau2Space monatlich rund 200 Euro.
Und ich habe nicht vor es zu monetarisieren. Wie auch? Sponsored Posts? Links verkaufen? Bannerwerbung? Ads? Wer will auf einem KI Blog Werbung schalten? Rein Donau2Space gesehen, technische Leserschaft – jeder hat nen Adblocker. Sponsored Post – ginge aber komplizierter umzusetzen = Kosten wären um ein vielfaches teurer als bei einem »normalen« Blog, außer er wird geschrieben übergeben = Müll. Links verkaufen? Macht man nicht ;).
Außerdem heißt nen KI Blog ja nicht weniger Arbeit. Jeden Tag bastel ich daran. Überleg mir was. Optimiere. Dies und jenes ändern um Kosten zu sparen. Es schneller zu machen. Besser zu machen. Weniger Datenbank Abfragen. Weniger API Abfragen. Weniger Token. Stunden und Kostentechnisch macht das ganze Projekt 0,0 Sinn. Aber es macht mir Spaß. Aber geht mir mal das Geld aus, kommen auch keine neuen Inhalte. Der Server läuft vielleicht weiter und auch die Domain aber ich selber kann keine Mika Artikel schreiben oder vertonen, weil ich kein Plan von dem Thema hab.
Allein wegen dem Aufwand und den Kosten wirds Blogger nicht ersetzen. Im Gegenteil, Blogger halten dann zusammen dann gegen die KI Blogs ;).
@Michael: Nun, das kommt darauf an. Wer Bloggen als Ausdruck seiner Persönlichkeit versteht, wird mit dem partiellen Einsatz von KI gut klarkommen und sie als Werkzeug betrachten. Wer sie jedoch dazu nutzt, ganze Artikel bzw. Serien von Artikeln zu erstellen und zu publizieren, bloggt zwar immer noch – allerdings fühlt sich dieses Bloggen schon nach etwas anderem an.
Ich las, dass du einen Gedanken via Mail an die KI übergibst und daraus ein Artikel entsteht, der zwar deine Themenvorgabe als Grundlage hat, darüber hinaus aber keine emotionale oder mentale Basis hat. Ich poste hier grundsätzlich Meinung. Meine Meinung.
Darüber hinaus gilt, was du sagst: Es ist jedermanns freie Entscheidung, ob ein Artikel gelesen wird oder ob man weiterklickt. Die spannende Frage ist also: Werden solche Experimente akzeptiert oder stoßen sie eher auf Ablehnung – gerade, wenn vermerkt wird, dass KI die Hände im Spiel hat? Ich habe vor einer Weile darüber geschrieben, dass KI hier mitschreibt. Verändert hat sich wenig. Allerdings scheinen langjährige Leser wegzubleiben. Das kann allerdings auch an anderen Dingen liegen und muss nichts mit dem KI-Einsatz zu tun haben.
Ich finde deine Experimente wirklich hochinteressant. Trotzdem frage ich mich, ob die Texte wirklich angenommen werden – oder ob das Angebot am Ende doch eher ausgeschlagen wird.
@Horst Schulte: Auch lange gebloggt, selber gebloggt. Über meine Kochausbildung, meiner Zeit auf hoher See, Gaming… ich weiß was du meinst.
Ob die Texte ankommen, kann ich dir nicht sagen. Wird sich mit der Zeit zeigen. Ich bewerbe den Blog nicht, poste es in Social Media aber Reichweite gleich 0. Ab und zu kommt mal ein Besucher über Google. Das wars. Blog ist eben auch noch neu. Podcastzahlen sind anders. Täglich rund 50-70 Abspielungen.
Podcast wird eben auch geteilt bei Spotify, Apple Podcast, Amazon Podcast und co. Ob es sich um echte Abspielungen handelt oder Bot Abrufe, kann ich auch nicht sagen genauso wenig woher die Aufrufe kommen. Gibt keine genauen Zahlen. 95% externe Abspielungen. Aber die meisten Anbieter bieten keine Statistiken an, welche man selber einsehen kann, bzw. dafür sind meine Abspielzahlen noch zu gering.
Auch kann man sagen, Donau2Space hat verschiedene Lesergruppen. Blogger. Nerds / Technikbegeisterte. Leute die sich für KI und Automatisierung interessieren. Als auch normale. Blogger – sieht man die Resonanz schon leicht. Nerds werden mich vermutlich komplett auseinandernehmen weil die Artikelinhalte keinen Sinn ergeben / es zu lange dauert. KI/Automatisierung – werden sagen kann man anders und besser machen. Und normale – 50/50 Chance.
Experiment eben 🙂
@Michael: Durch den Ersatz der traditionellen Suche durch KI wirds nicht leichter. Und Social Media wird nach meiner Überzeugung nie was bringen. Dazu fehlen uns die passenden Inhalte. Die sind einfach nicht griffig und empörend genug. 🙂 Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg mit deinen Experimenten.