Warum die Nutzung von KI kein Denkverbot bedeutet

Ich finde, es ist allemal besser, eine KI nach Lösungsansätzen (vor allem bei komplizierten Sachverhalten) zu fragen, als in einer Echokammer gefangen zu bleiben. Natürlich werden das jene Leute von sich weisen, die KI-nutzenden Bloggern lieber vorhalten, das Denken an die Maschine delegiert zu haben. In Zeiten, in denen der zweifelhafte Segen von Algorithmen vor allem darin besteht, uns die eigene Meinung permanent zu spiegeln, klingt dieser Vorwurf eigentlich absurd.

Viele Kritiker pflegen aus meiner Sicht eher ein taktisches Verhältnis zum Einsatz von KI. Anstatt Nutzer auf tatsächliche Gefahren hinzuweisen oder konstruktiv zu warnen, verlegen sie sich lieber auf eine Art moralische Überlegenheit.

Sie implizieren pauschal, dass die Einbeziehung von KI keine eigene Inspiration oder Denkprozesse auslösen – oder optimieren könnte. Wir kennen diese Diskussionen langsam zur Genüge, und ich frage mich, ob das irgendwann aufhört. Vermutlich nicht! Die Ablehnung wird genauso stringent gehandhabt wie die Treue zur eigenen Blase.

Ich frage mich auch, woher die Leute eigentlich so genau wissen, wie andere mit KI umgehen bzw., dass sie sich leichtfertig und leichtgläubig auf alles einließen, was ihnen die Maschinen erzählen.

Keine Links, weil kein Bock auf diese Diskussion.

4 Kommentare

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  1. Die Diskussionen werden so schnell nicht aufhören. Man kann doch dabei so schön seine moralische Erhabenheit präsentieren, wenn man sich über KI-Nutzende äußert. Das Wie und Warum spielt dabei doch keine wirkliche Rolle, das würde nur dieses typische Schwarz-Weiß-Denken stören.

  2. Niemand schrieb von Denkverboten. Im Gegenteil. Und auch schrieb niemand, dass man es nicht darf oder soll. Aber man kann natürlich alles verdrehen und dann so ganz ohne Links eben auch „into the void“ einfach Dinge behaupten, um einen Blogeintrag zu verfassen. ¯\_(ツ)_/¯

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