WM-Boykott 2026: Trumps Bühne, Infantinos Kasse

Avatar von Horst Schulte

Die Fußball-WM 2026 soll ein Fest werden. Sagen zumindest jene, die daran verdienen. In Wahrheit wirkt dieses Turnier schon jetzt wie eine glänzend lackierte Zumutung: unbezahlbare Tickets, politische Selbstinszenierung, klimatische Ignoranz. Wer da noch vom „Fest der Fans“ spricht, hat entweder Humor oder Zugang zur VIP-Lounge.

Donald Trump bekommt seine Bühne. Gianni Infantino bekommt seine Bilder. Die FIFA bekommt ihr Geld. Und normale Fans bekommen die Rechnung. Fußball für alle? Offenbar nur noch für alle, die bereit sind, für 90 Minuten Ballbesitz Preise zu zahlen, bei denen selbst der Begriff „Abzocke“ fast zu höflich klingt.

Footabll & soccer game WM-Boykott 2026
Fußball-WM-Boykott 2026

WM-Boykott 2026: Wenn Fußball zur Ware verkommt

Die Preispolitik allein reicht als Grund für einen WM-Boykott 2026 völlig aus. Ein Sport, der aus Bolzplätzen, Arbeitervereinen und Fankurven gewachsen ist, wird endgültig als Luxusprodukt verkauft. Die FIFA nennt das Markt. Ich nenne es Ausschluss mit Preisschild.

Und dann kommt noch die Hitze (€)hinzu. Klimaanalysen warnen vor gefährlichen Bedingungen bei mehreren Spielen. Nicht nur Spieler könnten belastet werden, sondern auch Fans, die in Schlangen, Fan-Zonen und aufgeheizten Stadien stehen. Diese WM könnte also nicht nur teuer werden, sondern gesundheitlich riskant. Eine Premium-Sauna mit Nationalhymne.

Trump und Infantino stehen dabei sinnbildlich für eine Politik des Spektakels. Macht, Geld und Bilder zählen mehr als Menschen. Der Fußball wird nicht gefeiert, er wird verwertet. Die Fans sind Kulisse, die Spieler Ware, das Turnier eine gigantische Verkaufsfläche.

Ein WM-Boykott 2026 wäre deshalb kein Spielverderben. Er wäre eine notwendige Antwort. Nicht gegen den Fußball, sondern für ihn. Gegen eine FIFA, die den Sport verkauft. Gegen eine Politik, die ihn als Bühne missbraucht. Gegen ein Turnier, bei dem Hitze, Hochpreise und Hochmut Hand in Hand gehen.

Wer den Fußball liebt, muss nicht alles mitmachen, was in seinem Namen veranstaltet wird. Diese WM verdient keine Begeisterung. Sie verdient Widerspruch.

WM-Boykott 2026. Jetzt.

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Mein KI-Manifest

Künstliche Intelligenz gehört inzwischen gelegentlich zu den Werkzeugen, die ich für diesen Blog nutze. Weil unter den Beiträgen mein Name steht, möchte ich transparent machen, was das bedeutet – und was nicht.

Die Gedanken bleiben meine

Ausgangspunkt meiner Texte sind meine Themen, meine Fragen, meine Haltung und häufig genug auch mein Ärger. KI entscheidet nicht darüber, worüber ich schreibe und welche Meinung ich vertrete. Sie kann mir helfen, Gedanken zu ordnen, Argumente zu prüfen oder einen Text sprachlich zu verbessern. Was am Ende veröffentlicht wird, entscheide und verantworte ich.

KI darf mir widersprechen

Besonders nützlich finde ich KI nicht als Bestätigungsmaschine, sondern als Gesprächspartner. Ich lasse mir Gegenargumente nennen, frage nach anderen Sichtweisen und versuche herauszufinden, ob meine Schlussfolgerungen tatsächlich tragen. Das bewahrt mich natürlich nicht vor Irrtümern. Aber manchmal hilft es dabei, die eigenen Gewissheiten noch einmal zu überprüfen.

KI darf helfen, aber nicht für mich denken

Es gibt keine feste Quote dafür, wie viel KI in einem Text stecken darf. Manchmal nutze ich sie überhaupt nicht, manchmal nur für eine Recherchefrage oder eine Formulierung, gelegentlich stärker bei der Strukturierung und Überarbeitung eines Textes. Entscheidend ist für mich: Ich muss den veröffentlichten Text als meinen eigenen vertreten können.

Fakten bleiben überprüfungsbedürftig

Ein LLM kann überzeugend formulieren und trotzdem falschliegen. Bei Tatsachenbehauptungen, Zahlen, Zitaten und Quellen versuche ich deshalb, die zugrunde liegenden Informationen zu überprüfen. KI ist für mich keine Quelle und schon gar keine Wahrheitsmaschine.

Auch Bilder können mit KI entstehen

Für Illustrationen und Beitragsbilder setze ich gelegentlich generative KI ein. Solche Bilder sollen einen Beitrag illustrieren oder einen Gedanken visualisieren. Sie sind keine fotografischen Dokumente eines tatsächlichen Geschehens. Wo eine Verwechslung möglich erscheint, sollte das kenntlich sein.

Die Verantwortung lässt sich nicht delegieren

Das ist für mich der wichtigste Punkt: KI kann an einem Text oder Bild mitwirken, aber sie kann mir die Verantwortung dafür nicht abnehmen. Was auf diesem Blog unter meinem Namen erscheint, dafür stehe ich ein – einschließlich möglicher Fehler.

Vielleicht verändert KI mein Schreiben. Wahrscheinlich tut sie das längst. Ich möchte nur darauf achten, dass sie mir beim Denken hilft, statt mir das Denken abzunehmen.

2 Kommentare

  1. Ich finde mich immer weniger fußballinteressiert, und auch unsere Mannschaft interessiert mich kaum noch. Ich kann nicht einen einzigen Namen eines nominierten Spielers nennen. Für mich ist dieses Geschäft in den letzten Jahren ziemlich unattraktiv geworden. Deswegen werde ich vermutlich höchstens beiläufig Spiele unserer Mannschaft verfolgen.