WM-Boykott 2026: Trumps Bühne, Infantinos Kasse

14. Mai 2026
2 Min. lesen

Die WM 2026 steht für einen Fußball, der seine Fans auspreist und sich politisch vereinnahmen lässt. Trump bekommt die Bühne, Infantino die Bilder, die FIFA das Geld. Dazu drohen gefährliche Hitzespiele. Ein WM-Boykott 2026 wäre kein Trotz, sondern notwendiger Widerspruch.

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Die Fußball-WM 2026 soll ein Fest werden. Sagen zumindest jene, die daran verdienen. In Wahrheit wirkt dieses Turnier schon jetzt wie eine glänzend lackierte Zumutung: unbezahlbare Tickets, politische Selbstinszenierung, klimatische Ignoranz. Wer da noch vom „Fest der Fans“ spricht, hat entweder Humor oder Zugang zur VIP-Lounge.

Donald Trump bekommt seine Bühne. Gianni Infantino bekommt seine Bilder. Die FIFA bekommt ihr Geld. Und normale Fans bekommen die Rechnung. Fußball für alle? Offenbar nur noch für alle, die bereit sind, für 90 Minuten Ballbesitz Preise zu zahlen, bei denen selbst der Begriff „Abzocke“ fast zu höflich klingt.

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Fußball-WM-Boykott 2026

WM-Boykott 2026: Wenn Fußball zur Ware verkommt

Die Preispolitik allein reicht als Grund für einen WM-Boykott 2026 völlig aus. Ein Sport, der aus Bolzplätzen, Arbeitervereinen und Fankurven gewachsen ist, wird endgültig als Luxusprodukt verkauft. Die FIFA nennt das Markt. Ich nenne es Ausschluss mit Preisschild.

Und dann kommt noch die Hitze (€)hinzu. Klimaanalysen warnen vor gefährlichen Bedingungen bei mehreren Spielen. Nicht nur Spieler könnten belastet werden, sondern auch Fans, die in Schlangen, Fan-Zonen und aufgeheizten Stadien stehen. Diese WM könnte also nicht nur teuer werden, sondern gesundheitlich riskant. Eine Premium-Sauna mit Nationalhymne.

Trump und Infantino stehen dabei sinnbildlich für eine Politik des Spektakels. Macht, Geld und Bilder zählen mehr als Menschen. Der Fußball wird nicht gefeiert, er wird verwertet. Die Fans sind Kulisse, die Spieler Ware, das Turnier eine gigantische Verkaufsfläche.

Ein WM-Boykott 2026 wäre deshalb kein Spielverderben. Er wäre eine notwendige Antwort. Nicht gegen den Fußball, sondern für ihn. Gegen eine FIFA, die den Sport verkauft. Gegen eine Politik, die ihn als Bühne missbraucht. Gegen ein Turnier, bei dem Hitze, Hochpreise und Hochmut Hand in Hand gehen.

Wer den Fußball liebt, muss nicht alles mitmachen, was in seinem Namen veranstaltet wird. Diese WM verdient keine Begeisterung. Sie verdient Widerspruch.

WM-Boykott 2026. Jetzt.

Horst Schulte
Horst Schulte
@HorstSchulte@horstschulte.com

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Ich bin jetzt 72 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt, wie man so sagt, in der Provinz. Großstädte sind mir ein Gräuel.

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Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Ich bin jetzt 72 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt (aus Liebe) auf dem Land.

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2 Kommentare zu „WM-Boykott 2026: Trumps Bühne, Infantinos Kasse“

  1. Ich finde mich immer weniger fußballinteressiert, und auch unsere Mannschaft interessiert mich kaum noch. Ich kann nicht einen einzigen Namen eines nominierten Spielers nennen. Für mich ist dieses Geschäft in den letzten Jahren ziemlich unattraktiv geworden. Deswegen werde ich vermutlich höchstens beiläufig Spiele unserer Mannschaft verfolgen.

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