Schon wieder ist der „Kölner Stadt-Anzeiger“ teurer geworden. Statt bisher was um die 100 Euro alle drei Monate sind jetzt schon 110 Euro fällig.

Wir sind zwar seit fast 40 Jahren treue Abonnenten, aber der Preis gibt mir Anlass, noch mal über unsere Treue nachzudenken. Auch meine Frau findet, wir könnten doch ebenso gut unsere Informationen aus dem Internet, Radio und Fernsehen bekommen. Ja, stimmt, denn schließlich nehme ich schon lange statt der Zeitung das Tablet mit aufs Klo.

P.S.: Bei der Sitzung des Presserates war übrigens auch Peter Pauls anwesend, der Chef-Redakteur des „Kölner Stadt-Anzeiger“. Die Entscheidung, dass die Regeln des Presserates hinsichtlich der Nennung der Herkunft von Tätern bestehen bleibt, wird nicht von allen Redaktionen für richtig gehalten.  Diese werden deshalb wohl gegen die Regeln des Presserates verstoßen. Sie nehmen eine Rüge in Kauf, um die Öffentlichkeit korrekt zu informieren. Klingt ja gut. Wenn es nur nicht gerade die BILD-Zeitung wäre, die sich an die Spitze der Bewegung gesetzt hat. Ich habe den Eindruck, dass auch der Kölner Stadt-Anzeiger diesen Weg geht. Jedenfalls erscheinen in aktuellen Artikeln grundsätzlich auch die Herkunftsländer der Täter. Inwieweit in diesen Fällen die Bestimmungen des Presserates für solche Ausnahmen gegeben sind, vermag ich nicht zu sehen.

Ziffer 12 – Diskriminierungen Niemand darf wegen seines Geschlechts, einer Behinderung oder seiner Zugehörigkeit zu einer ethnischen, religiösen, sozialen oder nationalen Gruppe diskriminiert werden. Richtlinie 12.1 – Berichterstattung über Straftaten In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.Quelle: Pressekodex: Presserat | LINK

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