Ich schicke voraus, bei mir löst das Hören der deutschen Nationalhymne andere Assoziationen aus als bei Bodo Ramelow. Sie sind positiv und oft sogar ein bisschen Ehrfurcht gebietend.

Bodo Ramelow, der thüringische Ministerpräsident, sorgt mit seiner erneuten Forderung, die Nationalhymne durch etwas anderes zu ersetzen, für Gesprächsstoff.

Ich habe einiges darüber gelesen, wie schwer sich die damalige Regierung mit dem Vorhaben getan hat, in der Bundesrepublik die Musik von Joseph Haydn beizubehalten und nur den Text von
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben gegen die dritte Strophe des Deutschlandliedes auszutauschen.

Was viele nicht präsent haben, ist, dass die damaligen Diskussionen zwischen Bundespräsident Theodor Heuss und Bundeskanzler Konrad Adenauer nach der Wiedervereinigung im Jahre 1991 Diskussionen darüber, welche Nationalhymne Deutschland haben sollte, zwischen dem damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker und Kanzler Helmut Kohl erneut geführt wurden.

Wenn Bodo Ramelow sich durch die Melodie (wohl nicht durch die dritte Strophe) an Nazi – Aufmärsche zwischen 1933 und 1945 erinnert, so zeigt das für meine Begriffe, dass diese Nationalhymne eben genau richtig ist. Wir sollten uns nämlich möglichst oft an diesen Teil unserer Geschichte erinnern.

Für mich kann das gar nicht oft genug sein!

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Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 65 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

4 Kommentare

  1. „Wir sollten uns nämlich möglichst oft an diesen Teil unserer Geschichte erinnern. Für mich kann das gar nicht oft genug sein!“

    Beim Horst Wessel Lied könntest du dich noch besser erinnern

  2. Ramelow meint, viele Ostdeutsche könnten sich nicht mit der derzeitigen Hymne identifizieren, weswegen wir eine neue haben sollten.

    Von mir aus brauchen die Ostdeutschen sich nicht mit der Nationalhymne identifizieren. Das ist nämlich völlig irrelevant. Sie sollten sich mal mit Deutschland identifizieren und verdammt noch mal was dafür tun. Es ist nämlich IHR LAND! Manche haben das wohl irgendwie noch nicht bemerkt.

    Ich singe auch nicht mit, bin nicht mal textsicher. Aber das brauche ich auch nicht, wenn ich mich mit meinem Land identifiziere und mich ein Stück weit dafür verantwortlich fühle.

    Ich kann so langsam das armselige Genöle nicht mehr hören von wegen „Wir sind die Abgehängten, niemand kümmert sich um uns, und deswegen wählen wir jetzt AFD und sind Pegida“. Ja, dann seid ihr erst recht die Abgehängten, denn von den Rechtsradikalen werdet ihr ganz sicher nicht unterstützt, sondern bloß als Mittel zu deren Zwecken ausgenutzt.

  3. Hallo Boris, da bin ich wieder 100% bei dir. Mir geht das Gejammer auch tierisch auf den Zeiger. Wahrscheinlich werden wir Ende des Monats bei den Europa – Wahlen wieder Siegesgesänge á la Dresden hören: „Ostdeutschland, Ostdeutschland“. Nicht melodisch, dafür total enervierend. 🙂

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