In Berlin Mitte hätte es noch andere gute Ziele für die «Demonstranten» gegeben.

Ich würde sagen, es handelt sich bei dem Vorfall am Reichstag nicht um einen «verhängnisvollen Fehler der Berliner Polizei». So lautet der Titel dieses Spiegel – Artikels von heute.

Rechte versuchen diesen Vorfall als Erfolg der Nazis zu verkaufen, andere (Tichy) spielen den Eklat herunter und behaupten, «der Politik» käme das Ereignis gelegen, um die Demonstration in einem besonders schlechten Licht dazustellen.

Im Grunde ist es eher so ein bisschen wie immer. Da passiert Dank der Polizei nicht wirklich viel, aber es werden ein paar symbolträchtige Bilder produziert. Und dann gehts los. Heute hat Steinmeier die drei Polizisten empfangen und die üblichen Verdächtigen unter unseren Medien setzen ihren Schwerpunkt.

Der richtet sich nicht gegen diese unsäglichen Idioten, die Dank der Richter am Verwaltungs- und Oberverwaltungsgericht ihre angekündigten Aktionen durchziehen durften.

Nein! die Polizei hat natürlich wieder schuld.

Es hätte doch nie passieren dürfen, dass auf den Stufen des Einganges zum Reichstag nur drei Polizisten für Sicherheit sorgten. Bla bla bla. Was wäre eigentlich gewesen, wenn die Corona-Vollpfosten mit ihren Nazifreunden sich im Regierungsviertel irgendein anderes «Ziel» (das Kanzleramt z.B.) ausgesucht hätten und vielleicht sogar irgendeine Glastür zerdeppert hätten? Nun vermutlich hätte es nicht diese Strahl- bzw. Symbolkraft gehabt, wie dieser versuchte Überfall auf den Reichstag. Sicher wäre allerdings, dass auch dann die Polizei und ihre Verantwortlichen in diesem angenommenen Fall wieder die Dummen gewesen wären.

Es ist unsäglich. Statt die Schuld den Richtern zuzuweisen, die ihre Entscheidung getroffen haben, obwohl diese natürlich wussten, welchen Verlauf diese ach so demokratisch legitime Demo nehmen würde, haben sie die Polizisten einer unnötigen Gefahr ausgesetzt. Darüber redet heute keiner mehr. Die Polizei ist wieder angeschmiert. Daran ändert auch die sicher gut gemeinte Einladung der drei Polizisten durch Steinmeier leider wenig.

Dass Titel und Überschrift mit dem gemäßigten Text nicht im Einklang stehen, macht es mal wieder nicht wett. Der Spiegel sollte endlich mal dazu lernen.

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Horst Schulte
Artikelautor: Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

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