Wohnträume in Gefahr: Wie Naturgewalten Neubauten gefährden

In unserer Stadt wurden zahlreiche neue Häuser und Wohnungen gebaut, was angesichts der Wohnungsnot positiv ist. Diese neuen Wohngebiete stellen jedoch auch hohe Anforderungen an die städtische Infrastruktur. Während der letzten starken Regenfälle am 20. Mai blieben die Neubauten weitgehend unversehrt, anders als in anderen Stadtteilen.

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In eini­gen Orten unse­rer Stadt sind neue Häuser und Wohnungen ent­stan­den. Das ist erst ein­mal gut, weil auch hier die Wohnungsnot spür­bar ist. Dass die­se Ausweitung des Wohnraumangebotes auch Anforderungen an die Stadt stellt, die Infrastruktur ent­spre­chend zu pfle­gen oder aus­zu­bau­en, ist logisch.

Kürzlich habe ich hier dazu etwas in einem spe­zi­el­len Zusammenhang berich­tet. Bei den letz­ten schwe­ren Niederschlägen (>30l pro qm) am 20. Mai ist an die­sen Stellen zum Glück nichts pas­siert. Leider war das an ande­rer Stelle nicht so. 

Wetter Niederschlag Kopie 2
Wetter Niederschlag WDR Fernsehen

Für eini­ge Besitzer der neu erbau­ten und zum Teil bis jetzt nicht ein­mal bezo­ge­nen Eigenheime kam es an die­sem Tag schlimm. Von einem hin­ter dem Neubaugebiet befind­li­chen Feld, das eine etwas abschüs­si­ge Neigung auf­wies, lie­fen die Wassermassen in die Häuser. Feuerwehr und Nachbarn hal­fen nach Kräften. Trotzdem kann sich jeder aus­ma­len, wie schlimm das für die Menschen ist, deren Traum vom Eigenheim an die­sem einen Tag fast zum Albtraum wur­de. Jedenfalls habe ich das für mich so ein­ge­ord­net, nach­dem ich davon hörte.

Ich weiß, dass die betref­fen­den Doppelhaushälften je nach Ausführung zwi­schen 440.000 und 545.000 EUR kos­ten. Ich mag mir nicht aus­ma­len, was ich wohl emp­fun­den hät­te, wäre das uns passiert. 

6 Kommentare

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  1. Die dün­nen Nerven sind wäh­rend der gan­zen Bauphase eh schon schwer am Limit, da ist jede Wetterkapriole eine Belastungsprobe. Das Wetter ist aber Nichts im Vergleich zur Unzuverlässigkeit von Baufirmen und Handwerkern und den lan­gen Wartezeiten bei Formalitäten. Wer ohne Verzögerungen und Mehrkosten plant, ist in dem Fall zu blau­äu­gig und extrem schlecht bera­ten. Und wenn man sieht, was alles schief gehen kann, braucht es für einen Neubau schon ganz schön viel Mut! Das Wetter ist aber nicht das Problem, son­dern mensch­li­che Fehleinschätzung.

  2. Mir scheint, das Wetter lässt sich inzwi­schen schlech­ter vor­aus­sa­gen als früher

    Ich emp­fin­de es genau anders, die heu­ti­gen Vorhersagen sind weit­aus zutreffender.
    Werden wohl häu­fig eher ignoriert.

  3. Wenn ich aller­dings in einer Senke/​Tal woh­ne, habe ich in der heu­ti­gen Zeit, wohl sel­ten eine Chance, nicht über­flu­tet zu werden.
    Die Regenmengen, die heu­te auf ein­mal oder in weni­gen Stunden her­un­ter­kom­men, sind heu­te lei­der wohl nor­mal (*Klima), die Kanalisation schafft es dann nicht.

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