Plötzlich Mut- statt Wutbürger

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Den Titel »Die Mutbürger« des Artikels bei »Zeit Online« finde ich mal richtig gut! Ich wünschte, wir hätten in Deutschland Politiker, die dieses Signal aufnehmen und sich endlich nachdrücklich für Volksabstimmungen auch bei uns einsetzen würden!

Wer weiß, vielleicht würde das Ergebnis der Umfragen in Deutschland ganz anderes aussehen, als viele Rechte sich das wünschen würden. Vieles deutet zwar eher auf das Gegenteil hin. Aber eines sollte langsam klar werden. Wir haben längst eine Demokratiekrise. Über Staatskrise reden viele. Aber es ist meines Erachtens schlimmer. Weil die Krise nämlich keineswegs auf die Flüchtlingsfrage zu begrenzen ist. Die Demokratie selbst ist es, die in der Krise steckt. Alle Institutionen unserer Demokratie haben an Vertrauen verloren.

Ein Weg dort hinaus wäre in meinen Augen die Einführung und Anwendung von Volksbefragen oder Volksabstimmungen. Wir müssen es ja nicht so machen, wie der Autokrat aus Budapest:

»Sind Sie dafür, dass die EU eine verpflichtende Vorgabe für die Ansiedlung von Nicht-Ungarn in Ungarn machen darf, selbst wenn das Parlament dem nicht zustimmt?«

Wir wissen, dass komplizierte Fragestellungen – und die Flüchtlingskrise ist komplizierter, als die AfD oder ihr militanter Arm, die Pegida, es glauben, schwer auf wenige und möglichst verständliche Sätze zu beschränken sind.

Trotzdem sollten wir endlich Volksabstimmungen wagen und das Volk in wichtigen Fragen einbeziehen. 

Die Schweiz kann unser Vorbild sein! Die Bedenkenträger müssen in sich gehen und endlich einräumen, dass unsere Demokratie mehr Vertrauen verdient hat.

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3 Gedanken zu „Plötzlich Mut- statt Wutbürger“

  1. Ich denke nicht, das die Demokratie in Gefahr ist, hoffentlich im Wandel. Allerdings sollte viel mehr in Bildung investiert werden, weil es wohl viele schlecht informierte (wenig gebildete) Menschen in unserem Land gibt.
    Diese Flüchtlingskrise hat sich doch Jahre vorher schon angedeutet, wurde leider von den Politikern aller Regierungen ignoriert, jetzt müssten sie schnell handeln, was nicht funktioniert. Das ist die heftigeste Bewährungsprobe für die EU. Man hätte niemals so viele Länder in die EU Mitglied werden lassen dürfen.
    Ich hoffe, dass einige Länder die EU verlassen müssen.

    Die Schweiz ist ein nur sehr kleines Land und auch da ist nicht alles »toll«. Das als Vorbild zu nehmen, halte ich für zu gewagt.

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Horst Schulte
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Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Ich bin jetzt 72 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt, wie man so sagt, in der Provinz. Großstädte sind mir ein Gräuel.

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