
Angesichts des von den USA und Israel begonnenen Krieges (oder sagen wir Spezialoperation?), der vielleicht lange andauern könnte und der uns mit provozierend falschen Behauptungen verkauft wurde, zeigt wes Geistes Kind Nentanjahu und Trump sind.
+++ Im Iran sind bei den israelisch-amerikanischen Angriffen nach Angaben des örtlichen Roten Halbmonds mindestens 787 Menschen ums Leben gekommen.
Dass viele, auch hier, durchaus aus rassistischen Gründen dem Angriff auf den Iran Sympathie entgegenbringen, ist das eine. Vielleicht spielen als Auslöser für den Krieg die Vorräte an ballistischen Raketen eine Rolle oder die noch immer existierenden (und funktionierenden) Atomanlagen. Ganz sicher machen Trump und Netanjahu das nicht, um den Menschen im Iran zur Seite zu stehen. Die Sicherung von Erdölreserven spielt eher eine Rolle als irgendein humanistischer Gedanke. Wer weiß schon, wie viele Menschen es bereits getroffen hat und noch treffen wird? Und dafür interessieren sich die Leute gewöhnlich auch nur am Rande. Oder irre ich mich?
Ich möchte im Zusammenhang mit dem Warum auch sachlich an das erinnern, was uns dieser Lügner aus Washington nach seinem ersten »Präventivschlag« im Juni letzten Jahres vorgelogen hat. Angeblich sind die Atomanlagen des Irans vollständig zerstört worden.
Er hat die Zerstörung der iranischen Atomanlagen im Juni 2025 (Operation »Midnight Hammer«) als einen historischen Triumph und eine totale Vernichtung der nuklearen Kapazitäten des Landes dargestellt. In einer Rede aus dem East Room des Weißen Hauses am 21. Juni 2025 (Ortszeit) sowie in späteren Statements nutzte er eine sehr triumphale Sprache.
In seiner offiziellen Ansprache und auf seinen Social-Media-Kanälen fielen folgende Sätze:
»I can report to the world that the strikes were a spectacular military success. Iran’s key nuclear enrichment facilities have been completely and totally obliterated.«
(Ich kann der Welt berichten, dass die Schläge ein spektakulärer militärischer Erfolg waren. Irans wichtigste Atomanreicherungsanlagen wurden komplett und total ausgelöscht.)
»The facilities are gone.«
(Die Anlagen sind weg.)
»Monumental Damage was done to all Nuclear sites in Iran… Obliteration is an accurate term!«
(Allen Atomanlagen im Iran wurde monumentaler Schaden zugefügt… Auslöschung ist ein treffender Begriff!)
»Die Piloten haben ihre Sache besser gemacht, als irgendjemand sich hätte vorstellen können.«
Trotz Trumps Darstellung der »totalen Auslöschung« gab es später Berichte von Geheimdiensten (u.a. DIA), wonach die unterirdischen Strukturen teilweise intakt geblieben seien und das Programm lediglich um einige Monate oder Jahre zurückgeworfen worden sei. Von Trump dazu kein Wort. Dass wir eine etwas nüchterne Klarstellung der Geheimdienste offeriert bekamen, gehörte bereits nach 1/2 Jahr in der 2. Amtszeit dieses Mannes zur Normalität.
Angriffe auf Iran: Gebäude iranischer Atomanlage laut IAEA beschädigt +++ Israelische Bodentruppen haben Grenze zu Südlibanon überschritten
Fragt ihr euch auch, wie die Begründung Netanjahus (Präventivschlag) und Trumps für den aktuellen fulminanten Militäreinsatz vor diesem Hintergrund einzuordnen ist? Wir werden für dumm verkauft, sodass es kein Wunder ist, wenn Verschwörungstheoretiker Oberwasser bekommen. Ich kann mir bis jetzt nicht vorstellen, dass beide »Staatsmänner« die vor ihnen liegenden Gerichtsverfahren mit einem Gemetzel dieses Ausmaßes kalkuliert haben könnten. Dass dieser Zusammenhang heute sogar von gestandenen Journalisten angesprochen wird, deutet zumindest auf einen gewissen Wahrheitsgehalt. Entsetzlich, dieser Gedanke allein. Wir dürfen Trumps und Netanjahus Begründungen für den neuen Krieg nicht glauben und infolgedessen mit aller Härte auf diesen Wahnsinn reagieren. Und was tun unsere Regierung und die EU stattdessen? Von Rütte kann man nichts anderes erwarten. Aber Merz oder von der Leyen hätten andere Wertungen vornehmen sollen. Ich schäme mich für diese Leute.
In der internationalen Diplomatie weht seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus ein neuer, rauer Wind. Sein im Februar 2026 in Davos gegründetes »Board of Shit« spaltet die Gemüter wie kaum ein anderes Projekt zuvor. Während Anhänger darin das Ende endloser bürokratischer Prozesse sehen, kritisieren Experten eine gefährliche Abkehr vom Völkerrecht. An die Stelle von festen Werten tritt ein Machtzentrum, das Politik wie ein reines Geschäft versteht: Es zählt nur das unmittelbare »Geben und Nehmen«, bei dem finanzielle Beiträge und die persönliche Loyalität zum Vorsitzenden auf Lebenszeit den Ausschlag geben.
Der Friedensrat als Gegenentwurf zur UNO
Trumps Antwort auf die »unfähige« UNO ist ein exklusiver Club. Wer mitspielen will, zahlt – die Rede ist von einer Milliarde US-Dollar für eine dreijährige Mitgliedschaft. Das Logo des Rats, das nur Nordamerika zeigt, spricht Bände über den Fokus dieser neuen Ordnung. Deutschland und viele EU-Staaten lehnen den Beitritt bisher ab, da sie eine Untergrabung internationaler Institutionen befürchten. Dennoch zeigt der Gaza-Friedensplan, dass Trump bereit ist, mit massivem Druck Ergebnisse zu erzwingen, indem er politische Zugeständnisse direkt gegen wirtschaftliche Vorteile aufrechnet.

»Alte Männer« und die Sehnsucht nach Gehorsam
Ich glaube, mein Frust wird von vielen geteilt. Auch diese kurze Beschreibung dürfte den Kern der tiefen gesellschaftlichen Frustration treffen: Die Macht liegt oft in den Händen weniger (alter) Männer, von denen vielleicht nur nur einer die Weltpolitik wie ein Immobiliengeschäft führt. Doch das Problem ist nicht nur die »fiese«, antagonistische, nationalistische Natur dieser Akteure, sondern auch die Verhaltensweisen der »Untertanen«.
Wenn Diplomatie durch bloße Tauschgeschäfte (Deals) ersetzt wird, gerät die moralische Grundlage von Frieden ins Hintertreffen. Es bleibt die bittere Erkenntnis, dass hier oft Frieden mit einer Stabilität verwechselt wird, die man sich schlicht erkauft oder durch Unterwerfung erzwingt. So macht die Orange im Weißen Haus Frieden und man fragt sich, ob wirklich nur das Resultat zählt (wenn es denn wirklich mal eines gäbe!) oder ob die Propaganda im Westen keinen Deut besser ist als die russische oder chinesische.
1 Gedanke zu „Frieden durch Stärke oder Faustrecht? Trumps großer Krieg kurz nach der Konstituierung des „Board of Peace““
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