Gegen Unwohlsein und Zweifel – die tolle Rede von Kanzler Merz

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Ich habe darüber geschlafen und sie mir heute noch einmal angehört. Kanzler Merz hat, finde ich, eine gute Rede gehalten. Eine ausgezeichnete. Und ich habe mir untersagt, mir vorzustellen, wie andere Kanzler vor ihm diese Rede gehalten hätten.

Weltlage
Weltlage

Die politische Lage ist nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges vermutlich nie prekärer gewesen. Dass an dieser Entwicklung nicht nur die bekannten bösen Buben (es gab mal den Begriff »Achse des Bösen«) beteiligt sind, sondern der wichtigste Verbündete im sogenannten Westen, ein narzisstischer und unberechenbarer Mensch, ist »neu« und deshalb umso irritierender.

Die Rede habe ich nicht als besonders düster empfunden, wie manche Journalisten sie bezeichnet haben. Ich erwarte mit Spannung, wie sich die öffentliche Meinung zu dieser Rede in den kommenden Tagen »entwickeln« wird. Ich kenne ja meine Pappenheimer. Schnell wird aus einer guten Rede mit wenig Abstand das genaue Gegenteil. Dass unsere Medien es für notwendig halten, dass das Kanzleramt lange an Merz‘ Rede gefeilt hätte, war in meinen Augen überflüssig. Aber scheinbar erwarten Journalisten hauptsächlich solche »Informationen«. Der Bürger hat schließlich ein Recht auf Information. Das sagen sie immer gleich, wenn sie deshalb (was leider selten genug ist) einmal damit konfrontiert werden.

In der Rede von Kanzler Merz wurde vor allem die Notwendigkeit betont, in einer außenpolitischen Lage, die seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges kaum prekärer war, eine klare und souveräne Haltung zu bewahren. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der neuen Herausforderung durch einen unberechenbaren Verbündeten im Westen, was eine besonnene deutsche Politik wichtiger denn je macht.

Ein weiterer entscheidender Aspekt war die bewusste Abkehr von einem rein düsteren Pessimismus. Entgegen einiger medialer Interpretationen wurde die Ansprache als Aufruf zur Ernsthaftigkeit verstanden, der sich deutlich von der arroganten und oberflächlichen Kommunikation internationaler Populisten abgrenzt und stattdessen auf eine reflektierte Auseinandersetzung mit der Realität setzt.

Schließlich stand die Überzeugung im Mittelpunkt, dass die Gesellschaft den aktuellen Herausforderungen nur gemeinsam trotzen kann. Es wurde verdeutlicht, dass ein Ausweg aus dem gegenwärtigen Schlamassel nur gelingen wird, wenn Deutschland als Gemeinschaft agiert und sich nicht in medialen Nebensächlichkeiten oder destruktiver Kritik verliert, sondern die Kraft zur Veränderung aus dem inneren Zusammenhalt schöpft.

Ich glaube, das ist ein Problem, das wir vor allem in Deutschland haben und dem wir (die Gesellschaft) gemeinsam trotzen müssen, wenn wir aus diesem Schlamassel herauskommen wollen. Damit fängt alles an, glaube ich. Wenn wir das nicht hinbekommen, werden sich die Umstände auch nicht so bald ändern. Man muss nicht dumm, unreflektiert und arrogant daherreden, wie Trump es jeden Tag in wahrhaft inflationärer Art und Weise tut, wenn er über sich und seine »großartigen Leistungen« zu seinen Wählern, aber (leider) auch zu uns spricht.

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