Wer sein Blog für solche Slops verwendet, macht nichts Anderes als wenn sie oder er KI-Grütze auf Social Media veröffentlicht. Das führt Menschen in die Irre, stiehlt ihre Ressourcen und sorgt nur für Unmut. Gerade dann, wenn man sich einer Historie in Blogger-Jahren rühmt. Wenn trotzdem solcher Slop veröffentlicht wird, muss ich annehmen, dass einem die Leserschaft egal ist. Und dann ist für mich das Resultat, dass mir diese Blogs egal sind. Weil mir meine Ressourcen zu wertvoll sind.
Quelle
Ja, die liberale Demokratie oder das, was wir dafür hielten, scheint auch hier auf dem Rückzug zu sein. Aber hey, Toleranz gilt ja hier schon seit Jahren quasi als Schimpfwort. Jedenfalls habe ich das so wahrgenommen.
Witzig übrigens, dass sich die einen darüber beklagen, dass es immer mehr Texte gibt (natürlich wg. KI !!!) und die anderen sagen, es sei (im Moment jedenfalls) verdammt ruhig. Beides könnte stimmen. Vielleicht sind die, die ohne KI auskommen, sogar im Nachteil. Manchmal – ich erinnere mich – fehlt ganz einfach die Inspiration. Dabei versinken wir in Scheiße. Und ich rede nicht von KI.
Hier noch ein Link zum Thema Toleranz… (für mich eher einer neuen Prägung)



Gerade heute erst erlebt, wie eine echte Bloggerin als KI-Kunstperson bezeichnet wurde. Nur, weil dem Menschen einige Dinge komisch vorkamen. Es wäre aber mit 10 Minuten Suchmaschine (ohne KI) zu klären gewesen, dass der Vorwurf vollkommener Unsinn war. Es fängt an, sehr merkwürdige Züge anzunehmen.
Vielleicht sollten alle Seiten mal drei Gänge runterschalten und zur Besinnung kommen?
@Tommi: Leider verläuft die Entwicklung in ähnlich unversöhnlicher Weise, wie wir das im politischen Raum schon haben. Differenziert wird fast gar nicht, dafür aber alle, die KI einsetzen, ganz schön runtergemacht.
Ich verweise auf Denis Text – und er ist leider nicht allein, auf diese Weise sein Mütchen zu kühlen.
»Das führt Menschen in die Irre, stiehlt ihre Ressourcen und sorgt nur für Unmut. Gerade dann, wenn man sich einer Historie in Blogger-Jahren rühmt.«
Da fühle ich mich angesprochen, obwohl ich diese Tatsache lediglich auf der Seite »Über mich« erwähne.
Es ist doch ganz einfach: Wenn das Angebot unzureichend ist, stagniert die Nachfrage. Das gilt eben auch für Content. Wenn der lieblos (durch KI) produziert wird, wird es irgendwann niemand mehr lesen.
Daraus jetzt ein Mangel an Toleranz abzuleiten, finde ich abenteuerlich.
Genauso.
@Horst Schulte: Hallo Horst, was meinst du damit.
@Jan Montag: Dass das Leseverhalten erweist, wie schlimm der Einsatz von KI wirkt. Denis will keine Blogs mehr lesen, in dem KI-Bilder oder KI-Inhalte vorkommen und viele teilen diesen Standpunkt. Mir gefällt das nicht, weil es nach der Art von Verboten und Entscheidungseinschränkungen riecht, die wir leider auch in unserem Land ansonsten (oft) lautstark beklagen. Dass Blogger sich so unversöhnlich (intolerant) äußern und wohl auch praktisch zeigen, enttäuscht mich sehr. Wer in seinem Blog Mist schreibt, dem bleiben die Leser weg. Soviel ist klar und dabei könnten wir es doch langsam einmal belassen.
Hallo Horst,
> Wer in seinem Blog Mist schreibt, dem bleiben die Leser weg.
Und ich glaube, genau darum geht es. Das war früher schon so. Aber jetzt gesellt sich eine »mit KI geht alles viel besser« Mentalität, die einfach nicht stimmt. Weder bin ich Artwork Künstler weil ich mir Bilder generieren lasse, noch bin ich Journalist weil ich mir Texte generieren lasse. Aber es sieht redundant aus. Es ist nicht mehr persönlich. Es ist syntethisch, von der Stange. Weblogs sind für mich aber besonders, weil sie so individuell sind. Vom Design. Vom Inhalt. Von der Schreiberin.
KI sieht man beidem an. Das ist ein ästhetisches Problem für mich. Und wenn ich das erkenne, dann lese ich den/das Blog nicht mehr. Genau so wie du beschrieben hast.
Grüße,
Jan
@Jan: Das haben aber inzwischen doch längst »alle« Blogger*innen verstanden und werden sich nach diesem Grundsatz des Bloggens in KI-Zeiten verhalten. Ich lese einige Blogs. Übrigens auch solche, die meinem Thema (Politik und Gesellschaft) frönen und mit denen ich inhaltlich absolut nicht einverstanden bin. Sie nutzen (vielleicht) auch KI oder tun es nicht. Mich hält das nicht davon ab, die Texte zu lesen. Ich gebe gern zu, dass ich bei KI-Musik wesentlich kritischer bin. Aus mir bisher nicht so klaren Gründen, mache ich dort eine Ausnahme. Vielleicht, weil ich entsetzt darüber bin, dass ich diese Musik nicht von »richtiger« unterscheiden kann.
Vielleicht können wir uns ja darauf verständigen, dass die Kritiker inzwischen alle Argumente (trotz der sich rasend schnell verändernden Möglichkeiten in der Arbeit mit KI) gegen eben diese vorgetragen haben. Jetzt können wir uns auch mal wieder aufs Schreiben über Wichtigeres verlegen. Nur ein Vorschlag.
Diese KI-Diskussion ertrage ich schon lange nicht mehr. Ich bin zwar noch bei Uberblogr angemeldet, lese dort aber schon länger nicht mehr mit!
@Horst Scheuer: Ich finde diese Diskussion auch völlig unnötig und den Ton gegenüber den Leuten, die sich mit KI befassen, unangemessen.