
Gewöhnlich gehe ich spät schlafen. So auch gestern. Einer der Vorteile als Rentner. Nur das mit dem lange Schlafen klappt nicht mehr. Es war jedenfalls gegen eins. Im Bad hörte ich ein Hämmern und dachte sofort: Unsere Nachbarin von oben tobt aber noch spät durch die Betten. Das wars aber nicht.
Im Bett liegend nahm ich das jeweils zweimalige Klopfen wahr. Es erfolgt in einem festen Rhythmus mit Zwischenräumen von ungefähr einer halben Minute (geschätzt). Das nervt unheimlich – mich jedenfalls. Zuerst dachte ich, es würde reichen, mir das Plümo über den Kopf zu ziehen. Vergebliche Liebesmüh!
Eine Weile hielt ich durch. Dann wurde es mir zu bunt. Mittlerweile hatte ich meine Frau geweckt. Sie war not amused. Aber dann hörte sie es auch. Das Klopfen wurde zwar nicht leiser. Aber wie sagt man: Geteiltes Leid ist halbes Leid.
Im Haus rührte sich nichts, bis auf die Klopfgeräusche. Also zog ich meinen Jogginganzug an und ging in den Keller. Ich hatte die Heizung in Verdacht. Von klopfenden Geräuschen wird häufiger erzählt. Die Klopfgeräusche kamen aber nicht aus Richtung des Raumes mit den Heizungsthermen, sondern aus der Waschküche. Ich spitze kurz die Ohren, das nächste Kopfen erwartend. Und da hatte ich auch gleich den Übeltäter.
Das Gerät ganz hinten war bei der Arbeit. Es sandte diese Morsezeichen, die mich beinahe um den Schlaf gebracht hätten. Normalerweise hätte ich den Nachbarn gebeten, den noch laufenden Waschtrockner auszuschalten. Aber um 1/2 zwei Uhr nachts … So einen Waschtrockner kannte ich noch gar nicht. Es ist wohl noch ein ziemlich neues Gerät.



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