Prof. Rieck hält die Planungen der dt. Regierung im Hinblick auf die Preise an den Tankstellen für wenig effektiv. Wenn man den Wettbewerb wirklich fördern wollte, müsste man die Preise eher für kürzere Intervalle (z. B. eine Stunde) festschreiben, damit ein zeitlich begrenzter Preisvorteil für eine Tankstelle entsteht, den die Konkurrenz nicht sofort eliminieren kann. Er erwartet, dass die Schere zwischen den Höchstpreisen am Morgen und den Tiefstpreisen am Abend durch die Regelung weiter auseinandergehen wird.
Ihm scheint das noch nie passiert zu sein, was ich sogar als Rentner in letzter Zeit schon erlebt habe. Da werden quasi von einer Minute zur anderen Preise geändert. Ich orientiere mich am Preisschild, fahr an die Zapfsäule und schwupp, ist ein anderer (leider höherer Preis) am Start.
Ich weiß, dass die geplanten Maßnahmen nicht der Bringer sein werden, halte den Versuch allerdings für richtig, dem unlauteren, ja unanständigen Vorgehen der auf diesem Markt tätigen Akteure einen Riegel vorzuschieben. Wie viel Freiheit für den Markt darfs denn sein, lieber Herr Prof. Dr. Rieck? Langsam geht mir der Mann mit seinen libertären und kapitalistischen Ansichten auf die Nerven.