Trumps Ausstieg aus dem Klimaabkommen und die Gegenexpertise auf 545 Seiten

Donald Trumps Geschichte der Peinlichkeiten scheint endlos weiterzugehen. Der Mann gönnt uns nicht einmal eine kurze Phase der Erholung. Trotzdem fragen sich manche ernsthaft, weshalb sich so viele an Trump…

4 Gedanken

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HORST SCHULTE

Donald Trumps Geschichte der Peinlichkeiten scheint endlos weiterzugehen. Der Mann gönnt uns nicht einmal eine kurze Phase der Erholung.

Trotzdem fragen sich manche ernsthaft, weshalb sich so viele an Trump reiben. Die Segnungen seiner Politik sind eben nicht nur von kontinentaler Bedeutung. So einfach ist das.

Soeben hat er den endgültigen Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen verkündet. Wenige Tage später legen ihm Regierungsexperten ein 545 starkes Buch auf den Schreibtisch. Die Wissenschaftler belegen hierin die Auswirkungen des von Trump bestrittenen Klimawandels auf sein eigenes Land. Sicherheitshalber haben Unbekannte dafür gesorgt, dass eine Kopie des Buches an die Presse gelangt.

Obwohl Trump den Klimawandel inzwischen nicht mehr komplett leugnet, vertritt er die auch hierzulande (insbesondere von der AfD und rechten Publikationen) verbreitete Behauptung, der Klimawandel sei zwar existent, allerdings seien wir Menschen nicht für ihn verantwortlich. Eine überaus komfortable und wie wir ahnen vor allem für gewisse Wirtschaftszweige erfolgversprechende Sichtweise. Trump beendet den Krieg gegen die Kohle. Wie heldenhaft und uneigennützig der Mann doch ist.

Mit anderen Worten: Macht nur alle so weiter wie bisher. Verbrennt fossile Brennstoffe, verpestet die Böden, die Luft und das Wasser.

Gerade erst wurden wir in nächster Nähe mit vergleichbaren Widersprüchen konfrontiert.

Die Deutsche Umwelthilfe verklagt deutsche Autobauer wegen der Stickoxid-Emissionen und die Hiobsbotschaften über durch Dieselmotoren verursachte Tote treiben Blüten.

So manchen wird all dies sarkastisch fragen lassen: Wer bietet mehr Tote im Kampf gegen – ja was eigentlich?

Den Diesel, die deutsche Autoindustrie (die bekanntlich die weltweit erfolgreichste ist) oder unseren Verstand? Keine Ahnung, was ich davon noch halten soll.

Sind wir so gefangen in unseren ideologischen, pseudologischen oder philosophischen Gefängnissen, dass wir nicht mehr in der Lage sind, die richtigen Fragen zu stellen, um Antworten zu finden?

Während der ehemalige Botschafter der USA in Deutschland, Herr Kornblum, diesen Präsidenten verteidigt, obwohl er seine Politik falsch findet, erklärte er wiederholt, dass wir Deutschen Donald Trump deshalb ablehnen würden, weil wir die Amerikaner noch nie verstanden hätten. Das ist wohl wahr. Manchmal denke ich aber auch, dass wir uns selbst nicht mehr verstehen.

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Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Ich bin jetzt 71 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt (auch aus Überzeugung) auf dem Land.

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Klima, Trump

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4 Gedanken zu „Trumps Ausstieg aus dem Klimaabkommen und die Gegenexpertise auf 545 Seiten“

  1. Den USA bringt das Pariser Klimaschutzabkommen aus auf der Hand liegenden Gründen nichts. Das hat Trump festgestellt und handelt danach. Auch ohne dieses Abkommen konnten die USA ihren Schadstoff-Ausstoß wesentlich erfolgreicher senken als Deutschland trotz Energiewende.
    Würden wir Europäer uns einmal näher damit befassen, stellten wir fest, dass es eine ziemlich üble Augenwischerei ist. Lippenbekenntnisse, vorwiegend, um Gelder aus den westlichen Industriestaaten zu erhalten. Nichts ist bindend und kontrolliert wird auch nicht.

    Alle Ballungszentren der Welt sollten per se ein Interesse daran haben, Emissionen wie Schwefeldioxid, Stickoxid, Kohlenmonoxid zu senken.

    In Deutschland erwecken Beiträge und Diskussionen immer wieder den Eindruck, dass aufgrund des CO2 eine Klima-Katastrophe bevorstünde. Da geht alles wild durcheinander, CO2, NOx, menschengemacht, naturbedingt. Das ist so wissenschaftlich nicht haltbar, und darauf wie auch auf andere Ungereimtheiten weisen die Fachleute innerhalb der AfD hin mit ihrem Appell, Augenmaß statt Hysterie walten zu lassen.
    Der AfD, die noch nie an einer Bundesregierung beteiligt war, nun zu unterstellen „eine überaus komfortable und wie wir ahnen vor allem für gewisse Wirtschaftszweige erfolgversprechende Sichtweise“ klingt angesichts der nachgewiesenen Verflechtungen unserer Regierungsparteien mit der Industrie wie ein Hohn.

    Global gesehen ist der Anteil Deutschlands an den Schadstoff-Emissionen derart gering, dass kein Grund besteht, Maßnahmen übereilt zu erzwingen, die der Wirtschaft übermäßig schaden würden. Trotzdem – die „NOxe“ sind auf den geringstmöglichen Level zu drücken, was schon mit relativ einfachen Methoden möglich wäre, wenn politisch gewollt. Nur Lippenbekenntnisse auf irgendwelchen Gipfeln reichen da nicht.

    Wenn ich also wählen müßte zwischen der Chemikerin Petry, die offensichtlich weiß, wovon sie spricht und der Physikerin Merkel, deren Aussagen einem Wahrheitsgehalt von „nächsten Monat erzähle ich dem Volk dann das genaue Gegenteil“ entsprechen, fiele mir die Entscheidung leicht.

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  2. Mir geht es doch ebenso. Auch ich bin Laie auf dem Gebiet und kann mich für keine der Seiten endgültig entscheiden. Aber mir kommt die teilweise Panikmacherei komisch vor, und mein Bauchgefühl täuscht mich selten.
    Dazu die vielen Gespräche mit Ingenieuren, die bestätigen, das, was man uns erzählt sei in bezug auf die Umsetzbarkeit wenig realistisch. Für mich macht das insofern Sinn, als es zu den Grünen paßt, da geht in Realität wenig zusammen.
    Wir müssen die genannten Schadstoffe (NOxe) und die CO2-Thematik auseinander halten. Unter Wissenschaftlern umstritten ist CO2 als Klimakiller oder menschengemacht. Natürlich weiß China, dass es mit den Schadstoff-Ausstössen so nicht weitergehen kann, sonst ersticken sie in ihren Städten. Um das Weltklima bzw. CO2 geht es ihnen dabei aber nicht. Dem Pariser Klimaschutzabkommen aber. Deren Ziele sind umstritten und nicht ganz aufrichtig. Es gibt bereits neue Erkenntnisse zum CO2, die dort vollkommen außer acht gelassen werden.
    Prof. Latif hat uns schon vor Jahren verkündet, dass wir keinen normalen Winter mehr erleben würden. Traf nicht ein. Er meinte kürzlich lapidar dazu, naja… die Messungen seien immer etwas ungenau. Oder die dürren Eisbären. Der Klimawandel sei schuld. Andere Wissenschaftler meinten auf Phoenix kürzlich dazu, der Mensch würde ihnen das Fressen (Robben) wegfangen, das sei der wahre Grund.
    Immer wieder wird mir erklärt, warum die Messungen der meisten Wissenschaftler entweder falsch durchgeführt werden oder unzuverlässig sind. Wie auch immer… ich kann es nicht nachprüfen, und was sollen wir uns hier den Kopf darüber zerbrechen.

    Was nun D und seine Diesel angeht: Die verkehrsbedingten Stickoxid-Emissionen sollen in den vergangenen 25 Jahren in Deutschland um ca. siebzig Prozent zurückgegangen sein. Die Grenzwerte wurden immer weiter abgesenkt. Einseitig. Willkürlich. Da wird viel manipuliert. Das beginnt beim Standort der Meßstationen.

    Wie ich das Plakat der AfD verstehe: Sie sind nicht generell gegen das E-Auto, sondern zeigen auch die Nachteile auf und sehen keinen Grund darin, den Leuten jetzt sofort die Diesel-Fahrzeuge unter dem Hintern weg zu ziehen. Es gibt Möglichkeiten für saubere Diesel, die dt. Automobilindustrie muss sich nur endlich bewegen.

    Es muß mehr Realismus in die Debatten kommen; wir müssen aufhören, alles über’s Knie brechen zu wollen, zusammen mit der Industrie und den Entwicklern sinnvolle Konzepte für die Zukunft erarbeiten und maßvolle Ziele setzen, die wir dann aber konsequent einhalten sollten. Ob die Zukunft dann den E- oder Wasserstoff-Mobilen oder wem auch immer gehört, wird sich zeigen.

    Ich wähle die AfD nicht, weil ich annehme dass sie 51 % bekommt, sondern für eine Opposition im Bundestag von einer Seite, die in den letzten Jahren m. E. arg vernachlässigt wurde.

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