Ein Kritikgespräch ist fällig, nicht mehr

Dresden: Ich will keinen Zweifel daran lassen: Die Aussagen bei Pegida-Veranstaltungen verursachen mir immer Übelkeit. Die RednerInnen sind die Pest!

Abgesehen davon: Der Mann, der das Frontal 21 – Team bei der Dresdner Pegida-Demo gegen Merkel gestellt und die Drangsalierung durch Dresdner Polizeibeamte erreicht provoziert hat, hat sich den Ärger, der ihm droht, unredlich verdient.

Aber nicht deshalb, weil er bei Pegida mitmacht!

Er hat Ärger verdient, weil wir Bürger einen Anspruch darauf haben, dass die, die beim LKA arbeiten, nicht so strunzdumm sind, sich bei Ausführung ihres „Hobbys“ vor Kameras zu produzieren. Er hat sich in der Situation geradezu aufgedrängt und dabei seine rudimentären Rechtskenntnisse mit aufgeplusterten Backen in die Welt geblasen.

Diese Dummheit sollte besorgt machen. Wie sollen solche Leute erfolgreich Kriminalität bekämpfen?

Ich unterstelle übrigens nicht, dass die Polizisten vor Ort diesen Pegida-Mann als Kollegen „erkannt“ und ihn deshalb „unterstützt“ hätten. Vielleicht ergeben die weiteren Ermittlungen noch mehr Überraschungen. Ich glaube, in Sachsen ist in dieser Richtung nichts auszuschließen. 

Der Ministerpräsident hat sich jedenfalls mindestens etwas vorschnell geäußert, in dem er sich so eindeutig auf die Seite der Polizei stellte. Das finde ich grundsätzlich eigentlich ok. In diesem Fall war es von vornherein unangebracht!

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