Plug-in Hybride als Übergangslösung


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Deut­sche Autos. Zuver­läs­si­ge Spit­zen­tech­nik. Das war mal. Der Lack ist ab. Das Ver­trau­en scheint dahin, weil Kun­den sich von eini­gen der ver­trau­ten Auto­mar­ken­her­stel­lern Deutsch­lands betro­gen fühlen. 

Die Geständ­nis­se der ver­ant­wort­li­chen Mana­ger waren nur auf den ers­ten Blick überzeugend. 

Quel­le: Wiki­pe­dia (Klick zur Vergrößerung)

Die noch ver­hält­nis­mä­ßig neue Plug-In Hybrid – Tech­no­lo­gie könn­te eine Chan­ce sein, Ver­trau­en zurück­zu­ge­win­nen. Aber…

Inzwi­schen wis­sen wir, dass das Who’s Who der deut­schen Auto­in­dus­trie in kon­spi­ra­ti­ve, dunk­le Machen­schaf­ten ver­wi­ckelt ist. Und unse­re Regie­rung scheint sie aus irgend­wel­chen Grün­den zu decken. Kei­ner spricht es aus. Manch­mal den­ke ich, war­um es eigent­lich ein Tabu ist, Tei­le unse­rer Regie­rung für kor­rupt zu hal­ten? Wie lässt sich sonst erklä­ren, dass nichts unter­nom­men wur­de, um den Machen­schaf­ten Ein­halt zu gebie­ten? Nur aus Sor­ge um Arbeits­plät­ze? Das kau­fe ich unse­rer Regie­rung nicht ab!

Die­se Daten (Quel­le: Sta­tis­ta) spre­chen eine ande­re Spra­che. Danach sind die Umsät­ze der deut­schen Auto­her­stel­ler bis­her sta­bil geblie­ben. Nur – wie sieht das im Aus­land aus?

Von den in ande­ren Län­dern übli­chen hohen Stra­fen und Ent­schä­di­gungs­leis­tun­gen und der bei uns bis­her rechts­staat­lich abge­wehr­ten Inter­es­sen­ab­wehr betro­ge­nen Kun­den möch­te so rich­tig kei­ner was hören. Und die Umsät­ze lau­fen ja – noch.

Quel­le VDA / Pro­duk­ti­on PKW und LKW / Deut­sche Hersteller

Die Sache mit den Plug-in Hybriden

Die Schock­wel­len sind längst noch nicht ver­ar­bei­tet, da kommt schon der nächs­te Fall aufs Tableau. Die Umsatz­ent­wick­lung deut­scher Auto­her­stel­ler lässt noch nicht zwin­gend Rück­schlüs­se dar­über zu, dass der Ver­trau­ens­ver­lust sich in Zah­len nie­der­schla­gen wür­de. Aber wer weiß, was noch kommt?

Wir wis­sen aus Medi­en­be­rich­ten, dass die deut­sche Auto­in­dus­trie die Ent­wick­lung von Ver­bren­nungs­mo­to­ren hin zu Elek­tro­an­trie­ben ver­schla­fen hat. Die ent­spre­chen­den Ange­bo­te in den Sor­ti­men­ten der Auto­bau­er feh­len bis­lang. Viel­leicht ist das vor­ge­se­he­ne Invest­ment von Tes­la – Chef Elon Musk in Bran­den­burg ein Weck­ruf? Aller­dings scheint es in Deutsch­land durch­aus eini­ge zu geben, die die­ses Enga­ge­ment nicht so pri­ckelnd fin­den. Viel­leicht ste­hen die­je­ni­gen der deut­schen Auto­in­dus­trie ein­fach zu nahe? Kon­kur­renz muss ja nicht zwin­gend das Geschäft bele­ben. Der Druck auf die deut­schen Auto­bau­er wegen der 2020 euro­pa­weit ein­ge­führ­ten deut­lich nied­ri­ge­ren C02-Wer­te wird ziem­lich hoch sein.

Hybride sind nicht immer eine gute Sache

Viel­leicht haben sie sich des­halb auf eine Tech­nik kapri­ziert, die nach Lage der Din­ge (sie­he Videobei­trag von Moni­tor) wohl das klas­si­sche Bei­spiel eines fau­len Kom­pro­mis­ses ist, den Plug-In Hybrid.

Bei uns spie­len bei den Gesamt­emis­sio­nen die gro­ßen Fir­men­flot­ten eine Rol­le. Wer die Spiel­chen kennt, die in vie­len Fir­men bei der Ver­ga­be von Fir­men­wa­gen eine Rol­le spie­len, der weiß, wes­halb gera­de dort SUV’s für gewis­se Posi­tio­nen eine so bedeu­ten­de Rol­le spie­len. Der Schwanz­ver­gleich spielt bei der Wahl des Autos immer schon eine «beson­de­re» Rolle. 

Weil es bis­her, aus wel­chen Grün­den auch immer, kei­ne hin­rei­chen­den Ange­bo­te an Elek­tro­au­tos gibt, spie­len Plug-In Hybri­de eine Rol­le.

Es steht die Behaup­tung im Raum, dass mit­tels Plug-In Hybrid die Ver­brauchs­wer­te klein­ge­rech­net wer­den. Dass die Anschaf­fung sol­cher Fahr­zeu­ge staat­lich sub­ven­tio­niert wird, spielt selbst­ver­ständ­lich nicht nur für Pri­vat­leu­te, son­dern ins­be­son­de­re auch für die Leu­te eine wich­ti­ge Rol­le, die über die Fir­men­flot­ten entscheiden. 

Vor allem Firmenflotten profitieren von Subventionen, die aber vermutlich wirkungslos bleiben

Die Hand­ha­bung der Plug-In Hybri­de in der Pra­xis beinhal­tet, dass Fir­men­wa­gen­be­sit­zer den Elek­tro­an­trieb (wohl aus Bequem­lich­keits­grün­den) gar nicht nut­zen. Die Sub­ven­ti­on ist ja schon ver­früh­stückt. Schau­en Sie sich dazu bit­te den kur­zen Moni­tor-Bei­trag an, auf den ich schon hin­ge­wie­sen habe und der wei­ter oben ver­linkt ist. 

Bei bestimm­ten Fahr­zeu­gen soll es nach Medi­en­be­rich­ten so sein, dass eine Fahr­stre­cke von 74 km ohne Abga­se zurück­ge­legt wer­den kann. Danach erst muss der Ver­bren­ner ran. Ob die­se Anga­ben etwas tau­gen bzw. der Rea­li­tät ent­spre­chen? Auch dar­über gibt der Video-Bei­trag Auf­schluss. Nicht nur, dass nicht weni­ge die Akkus erst gar nicht laden und statt­des­sen nur den Ver­bren­nungs­mo­tor nut­zen, die Reich­wei­te des Elek­tro­mo­tors soll gera­de mal für die Hälf­te der Nenn­leis­tung rei­chen. Das alte The­ma mit fal­schen Ver­bräu­chen zieht also auch bei die­ser neu­en Tech­no­lo­gie wei­ter sei­ne Krei­se. Nur kommt in die­sem Fall hin­zu, dass der Staat die Käu­fer mit viel Geld belohnt, übri­gens nicht nur beim Kauf, son­dern auch durch Steu­er­nach­läs­se (Flot­ten).

Der gesun­de Men­schen­ver­stand sagt einem, dass die­se Autos auf­grund ihrer bei­den Antrie­be schwe­rer sind als nor­ma­le Fahr­zeu­ge und haben des­halb einen höhe­ren Ver­brauch. Dazu muss es nicht mal ein SUV sein!

Subventionen sofort stoppen!

Man könn­te ätzen, dass dies ein gutes schlech­tes Bei­spiel für den Miss­brauch von staat­li­chen Sub­ven­tio­nen wäre. Viel­leicht steht es schon auf der Lis­te der FDP …

Dass die Poli­tik sol­che – sagen wir – kon­tra­pro­duk­ti­ven Machen­schaf­ten der Auto­in­dus­trie zulässt, könn­te man wohl­wol­lend mit Hand­lungs­druck erklä­ren. Dass aber die betref­fen­den Auto­fah­rer und Besit­zer (Flot­ten) das qua­si in gemein­schaft­li­cher Tat­be­ge­hung so hin­neh­men und sich womög­lich noch als Unter­stüt­zer des Kli­ma­schut­zes gerie­ren, ist schon beson­ders mies. Oder?

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Horst Schulte
Artikelautor: Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 67 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo.

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