Droht uns eine „Blitzdürre“?

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Quelle: HorstSchulte.com

Nun haben wir 14 Tage schönes Wetter und schon drehen die Wetterfritzen und Nachrichtenleute am Rad. Gestern Abend (ca. 27.30 Min.) stellte Frau Katja Horneffer genau diese Frage (s. Titel). WTF ist eine Blitzdürre?

Alarmistisch wie meist mit tiefrot gefärbten Flächen auf der Deutschlandkarte drohte sie, dass in diesem Sommer wieder alles ganz schlimm würde. Und die Waldbrände (hatte ich gerade, das Thema) drohen ebenfalls schon wieder. Der nächste Dürresommer halt. Neben dem Krieg ist das Klima halt der Knaller. Man kann sich nach Ansicht der Verantwortlichen in unseren Sendern gar nicht satt hören oder sehen.

Im Frühjahr waren unsere Medien voll von Falschmeldungen über die Lage am Gardasee. Das scheint die Verantwortlichen nicht zu jucken. Sie machen weiter mit dem schrillen Alarm. Und sie sorgen so dafür, dass die Menschen im Land weiter angespannt und manche missmutig bleiben.

Neben dem Wetter, das uns so präsentiert wird, bleibt für mich ein anderes Ärgernis ganz oben auf der „Hitliste“. Schon im Mai haben ARD und ZDF mit ihren endlosen Wiederholungsorgien begonnen, die uns bis einschließlich zum September zumuten werden. Wie passt dazu, dass diese Anstalten noch mehr Geld von uns fordern?

Nicht mal eine ordentliche Wetterkarte bekommen die mehr hin.

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6 Gedanken zu „Droht uns eine „Blitzdürre“?“

  1. Das Wetter ist dem Klima geschuldet. Hierüber lässt sich halt auch gut Alarm schlagen. Katastrophe, da kann man halt nix machen. Leider wird dadurch das eigentlich gute Ziel, nämlich die Klimaerwärmung zumindest zu bremsen, konterkariert.

    Allerdings sind da heute gute Geschäftsmodelle denkbar.

    Wie machen die Bauern das eigentlich? Haben die inzwischen ihren eigenen Wetterdienst?

    Natürlich läuft es in den alten Medien auch, wie in allen absterbenden Firmen mit vergleichbaren Szenarien. Man denke nur an die Dotcomblase. Die Chefs nehmen mit, was sie kriegen können und der Rest sollen quer subventionierte Hiwis (die wenig kosten) erledigen.

    Dafür klappt da noch erstaunlich viel, im Gegensatz zum Hörfunk, die offenbar nicht mal mehr eine Redaktion ihr eigen nennen und wo es mitunter ein Problem zu sein scheint, einen Satz vorzulesen, obwohl die die ganze Zeit irgendwelche gekürzten Podcast ausstrahlen und bei den Infosendern, die jede Stunde das Gleiche bringen, müsste man auch nur die Aufzeichnung abnudeln.

    Nichts dagegen, dass auch Fehler passieren. So ein wenig Live-Atmosphäre hat mitunter was, aber eben nicht so häufig. Einem Stotterer hört man auch nicht gerne ausdauernd zu, auch wenn die Thematik toll ist
    Auf einige Versprecher würde ich indes nicht mal verzichten wollen, weil die so episch sind. „Es ist genull nau Uhr!“

    Wiederholungen kann man durchaus bringen, aber nicht immer die Gleichen. Dabei könnte der ÖRR gerade da sich aus den Archiven bedienen. Allerdings würden vermutlich alte Sendungen vom 7. Sinn sehr verstörend auf junge Leute wirken.

    Mein Tipp: Schalte um auf Streaming. Die ganzen Produktionen der ÖRR werden zuerst dahin verkloppt. Da kannst Du dann besser als in der Mediathek auswählen, was Du davon schauen möchtest (von ein paar Ausnahmen abgesehen).

    Leider muss man dafür allerdings extra zahlen und inzwischen ist selbst das nicht immer werbefrei.

    Die Produktionen sind häufig auch ausgegliedert. Das machen dann halt Studios, nicht mehr der Sender So kann man Kosten drücken und für die Chefs gibt’s halt die Überschüsse als Boni.

  2. Ja, die Streamingdienste. Wir gestalten damit schon seit ein paar Sommern unser Programm. Der ÖRR bietet im Sommer nur noch Wiederholungen, und zwar vorzugsweise die, die gerade erst in jüngster Vergangenheit gelaufen sind. Eine Zumutung, gerade für ältere Zeitgenossen. Die schauen i.d.R. ja im Vergleich zu den Jungen sicher mehr Fernsehen. Früher hat man wenigstens mal eine Umfrage gemacht, welchen Film man sehen möchte – z.B. am Samstagabend. Das war gar nicht schlecht, weil mehrere Alternativen (Spielfilm, Show oder was anderes) zur Auswahl standen. Heute ist nicht mal mehr das drin. Serielles Fernsehen. Entweder du guckst zu oder nicht und ärgerst dich über das miese Angebot. Aber die Preise steigen trotzdem.

    Was die Streamer machen (Prime Video) ist alles andere als fair. Erstens steigen dort die Preise stark an und zweitens werden die Angebote ausgedünnt. Da kann man Filme und Serien nicht mehr finden, die früher unter dem Dach von Prime existierten. Für jede Sparte gibts nun eigene Vermarkter, die jeder für sich mit ihrem Dreck Asche machen wollen. Jedes Abo kostet dann 3,99 oder 4,99 Euro. Ich überlege, ob die Mitgliedschaft bei Prime unter solchen Bedingungen überhaupt noch sinnvoll ist. Die Geschäftsmodelle funktionieren jedenfalls. Wenn ein Kanal nicht gut läuft wird er halt geschlossen und an anderer Stelle wird ein neuer gegründet. Natürlich mit gleichen Inhalten.

    Technisch finde ich es überhaupt sehr schwierig, mir aus diesen Angeboten die interessanten herauszupicken. Das liegt für mich daran, dass die Darbietung der Angebote durchaus nicht so organisiert bzw. gestaltet wird, dass man sie auch gut sichten und beurteilen kann. Das Ei des Kolumbus scheint mir in dieser Hinsicht noch nicht erfunden worden zu sein. Nun, es mag auch daran liegen, dass die serielle Austrahlung von Angeboten für Gewohnheitstiere wie mich auch ihre Vorteile bietet. 🙂

  3. Bei Prime kannst Du aber immerhin gute, alte Kamellen abstauben. Die listen die meist nicht mal unter den Channels. Nobel House Hongkong, z.
    B..
    Aktuelles findest Du eher auf Netflix. Der ÖR hat da wohl nen Deal. Ob Tatortreiniger, die Schwedenkrimis oder sonstige. Selbst Shows wie: Bitte nicht nachmachen sind da gelandet.

    Allerdings bin ich da auch nicht mehr auf dem Stand. Bei mir bleibt die Glotze kalt.

  4. Ja, alte Filme schaue ich ohnehin ganz gern. Da akzeptiere ich auch Wiederholungen. Wenn die Zeitspanne dazwischen stimmt. Dass die Glotze bei uns kalt bliebe, wird nie passieren. Ich bin so ein Kind der 50er / 60er und so an die Berieslung gewöhnt, dass ich im Grunde leicht zufriedenzustellen bin. Deshalb ärgert mich das mangelhafte Angebot der ÖR auch so sehr.

  5. Bei uns in Berlin hat es immer noch nicht geregnet! Jeden Tag schau ich Wetter und es werden jeweils für den übernächsten Tag „lokale Gewitter“ versprochen. Aber nix, es ist nur ein bisschen bedeckt… Grade geschaut: Morgen soll die Regenwarscheinlichkeit bei 60% liegen, na das wär ja mal was, wenn wirklich was runter kommt.
    Wenn das dann allerdings wieder nur ein „lokaler Schauer“ ist, ändert es an der Trockenheit nahezu nichts. Der Garten lebt nur noch, weil wir gießen… meist nur die Kulturpflanzen, seltener Büsche und Bäume – und der große Rest, der mit Gras bestanden ist (naturnaher Garten), ist eine braungelb-abgebrannte Wüste.

    Bei uns also keine „Blitzdürre“, sondern anhaltende Trockenheit.
    Hinzu kommt: „Bis zu 75 Prozent weniger Wasser könnte die Spree im Sommer führen, das zeigt eine neue Studie. In Berlin könnte das Wasser „empfindlich knapp“ werden, warnt das Umweltbundesamt.“

  6. Mich hatten vor ein paar Wochen die Berichte über den Gardasee sehr beunruhigt. Ich war ein Opfer dieser Hysterie. Ich weiß, dass etwas Schlimmes auf uns zukommt. Und doch gibt es diese Ungewissheit, die von unseren Medien (auch seriösen) in einer Art und Weise ausgenutzt, nein ausgeschlachtet wird, wie man sich das so extrem niemals vorgestellt hätte. Ich verstehe, dass das die Leute wütend macht und sie ins Lager der Realitätsverweigerer wechseln.

    Die Medien handeln insgesamt in meinen Augen nicht verantwortungsbewusst, sondern ordnen sich irgendwelchen „Marktgesetzen“ unter. Abstoßend und zerstörerisch sind solche Methoden. Ich sehe jetzt bereits, wie rasch ein junger Baum vor unserem Haus an Vitalität verliert. Er ist ohnehin etwas beeinträchtigt durch die dürren Sommer der letzten Jahre. Wir haben ihn gegossen und er hat sich zum Glück immer wieder erholt. Aber man sieht ihm im Vergleich mit anderen, gleichaltrigen Bäumen der gleichen Art an, wie die Dürren ihm zu schaffen machen. Wenn ich im Wald unterwegs bin, sehe ich anders hin als früher. Hier sind Fichten auch verbreitet, aber nicht so stark. Wir haben hier überwiegend „Restwälder“, die uns nach dem Verlust größerer Wälder nach der Rekultivierung durch RWE/Rheinbraun geblieben sind. Obwohl mich die riesigen Braunkohlegruben mein Leben lang begleitet haben, sehe ich heute ganz anders, viel kritischer darauf als noch vor ein paar Jahren.

    Die regionalen Unterschiede fallen ins Auge. Der Osten Deutschlands ist von den Dürren viel stärker betroffen als unsere Region. Die Bedrohungen für unser Trinkwasser machen den Leuten vermutlich noch mehr Angst als alles andere, was sich in der Natur abspielt. Wir brauchen ein gemeinsames Bewusstsein dafür, dass die erforderlichen Maßnahmen keinen Aufschub dulden und vor allem, dass deren Umsetzung mit Schmerzen und Kosten verbunden sind. Habeck hat Gas gegeben und ist damit gescheitert. Das liegt weniger an den handwerklichen Fehlern, die er zweifellos gemacht hat, sondern vor allem an den ausgerufenen Kulturkampf unserer sogenannten Opposition. Die Vernünftigen setzen sich nicht durch, weil unsere Medien die Schreihälse und Besserwisser pushen und selbst ein Interesse an alarmistischen Übertreibungen haben, nicht an der Information für die Menschen.

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