Amazon-Prime gekündigt

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So stark habe ich mich nicht an die großen Streamer gewöhnt, dass ich nicht auch einmal NEIN sagen könnte.

Bald wird meine Jahresgebühr für die Amazon-Prime-Nutzung fällig. Das wären 89,90 EUR für ein Jahr. Sollte ich die Prime-Filme oder -Serien künftig weiterhin ohne Werbung anschauen wollen, sollte ich stattdessen 125,87 EUR bezahlen. Man kann es versuchen, nicht wahr? Seit gefühlten Ewigkeiten bin ich Prime-Kunde.

Mir war das jetzt zu blöd. Deshalb habe ich heute meine Mitgliedschaft gekündigt und erhalte eine Rückerstattung der noch nicht verbrauchten Gebührenanteile.

Wer sich bei Prime etwas auskennt, hat dieses Verwirrspiel, mit dem Hin- und Herschieben von Filmen von einem Channel zum nächsten, vermutlich ebenso genervt zur Kenntnis genommen, wie ich. Alles orientiert sich am schnöden Mammon. Was sonst?

Als dann auch noch dieser Channel „Freevee“ hinzutrat, wurde es noch einmal schlimmer. Dort wurden Filme hineingemeiert, die ich mir aufgrund der zahlreichen (wenn auch kurzen) Werbeeinblendungen NIE ausgewählt hätte.

Ich bin wahrscheinlich nicht der schlechteste Amazon-Kunde. Trotzdem verzichte ich jetzt auch auf die übrigen Vorteile des Paketes. Ich kann auch einen Tag länger auf einen Artikel warten und bin nicht auf eine 24-Stunden-Lieferung der Bestellung fixiert.

Bei den privaten Fernsehsendern bin ich schon vor Jahren fast komplett ausgestiegen. Meiner Frau und mir ist die Werbung, mit der dort hantiert wird, ein absoluter Dorn im Auge. Die dort laufenden Filme kann ich mir doch woanders anschauen. Auch, wenn dafür eine Gebühr anfällt. Die habe ich aber besser unter Kontrolle.

Sollten sich andere Streamer dieser Entwicklung „Werbung im Film“ anschließen, werde ich auch diese Angebote nicht mehr nutzen.

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10 Gedanken zu „Amazon-Prime gekündigt“

  1. Ich denke auch schon lange über die Kündigung meiner Prime-Mitgliedschaft nach. Habe es aber bis jetzt noch nicht geschafft. Amazon Music und Prime Video nutze ich schon lange nicht mehr. Einzig meine 8 Echo sind täglich in Gebrauch. Die sollen, laut Artikeln im Web, auch ohne Prime funktionieren. Vielleicht sollte ich meine Kündigung doch mal wahr machen.

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  2. Ich werde mir einen solchen Schritt sicher in diesem Jahr überlegen.

    Andererseits wird ein Wechsel zu einer alternativen Quelle bloß kurzfristig helfen, denn Reklame oder höhere Gebühren werden sie alle einführen. Netflix, glaube ich, hat das Spiel begonnen, jetzt folgt Amazon. Dann werden andere nachziehen.

    Das ist integraler Teil der Geschäftsmodelle und hat absolut nichts mit vorgeblichen Kostensteigerungen bei den Angeboten zu tun. Ab einer bestimmten Kundenzahl schneiden alle Anbieter die kostenlosen und/oder werbefreien Teile ab – weil man die Kunden hat und sie kaum mehr echte Wechselmöglichkeiten haben.

    Im nächsten Schritt werden Kosten auf der Angebotsseite (Film- und Serienproduktion, Schauspieler etc.) gedrückt und dann wird unweigerlich die Qualität der Inhalte abstürzen. Gleichzeitig holen Besitzer und Investoren immer mehr Geld aus den Unternehmen, um andere Unternehmen aufzukaufen, mit denen man diese Prozesse erneut durchführt. Die ausgepressten Reste werden abgestoßen und verschwinden auf dem Friedhof kaputtgewirtschafteter Unternehmen.

    Die Heuschrecken ziehen weiter…

    Glaubt mir, noch nie – never ever – haben sich Besitzer von Streaming-Diensten für die Inhalte interessiert, die sie streamen. Nicht Amazon, nicht Netflix, nicht Paramount+, nicht Apple, nicht Spotify, Deezer oder wie sie alle heißen.

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  3. Ich bin vor jetzt einem Jahr bei Amazon ausgestiegen. Das wurde mir alles zu unübersichtlich und, wie auch dir jetzt, zu teuer. Angenehm überrascht war ich, wie taggenau Amazon abrechnet und zügig das Guthaben überwiesen war.
    Die nächsten Tage allerdings werde ich nochmal einen kostenlosen Probemonat bei PrimeVideo starten. „The consultant“ möchte ich mir gerne anschauen und bei der Gelegenheit auch „Oppenheimer“.

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  4. Hallo Horst, ich habe Prime Video sehr wohl genutzt, allerdings wird die Auswahl (Menüführung) nicht eben einfacher. Außerdem ist das Angebot auch nicht wirklich besser als das von Netflix. Also kaufe ich mir halt nen Film, wenn ich mal etwas sehen möchte. Amazon Music finde ich im Vergleich zu Spotify uninteressant. Daher…

    Die Alexas funktionieren auch ohne. Jedenfalls das, was ich mal Grundfunktion verstehen würde.

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  5. Der Gedanke, dass das bei allen anderen auch geschehen wird, schwingt mit. Ehrlich gesagt werde ich unter diesen Voraussetzungen wohl eher zum linearen ör Rundfunk zurückkehren und eben weniger Filme oder Serien schauen. Jedenfalls bin ich unter keinen Umständen bereit, mr diese Mistwerbung anzutun. Mal sehen, ob der Druck auf die Anbieter nicht doch etwas ausrichtet. Ich stelle mir vor, dass es viele gibt, die da nicht mitspielen. Aber zugegeben: Die Gefahr, dass das auf breitet Ebene geschieht, sehe ich natürlich.

    Wenn man mitbekommt, wie hoch die Kosten für Eigenproduktionen sind und wie sehr diese qualitativ versagen, wundere ich mich nicht, dass solche Wege beschritten werden. Aber der Kunde muss mitspielen. Das ist nichts zwangsläufig der Fall.

    Wer glaubt schon, dass die Angebote entstanden sind, um ein schönes Programm für die Kunden bereitzuhalten? So naiv ist keiner. Money Is the Name of the Game.

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  6. Hab gekündigt. Die Echos laufen noch ohne Probleme. Alle Skills funktionieren noch. Ansonsten bin ich nicht ohne Streaming. Ich nutze MagentaTV. Danke für werstreamt.es diese Seite kannte ich noch nicht.

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  7. Was aus der per E-Mail gesendeten Info von Amazon nicht hervorgehrt, ist übrigens, ob die neuen Werbeunterbrechungen auch für Filme/Serienfolgen gelten, die man bei Amazon Prime Video gegen Gebühr leiht oder gar kauft.

    Oder nur für die kostenlosen Angebote.

    Muss ich nachforschen… … nachgeforscht:

    Nein, geliehene und gekaufte Titel bleiben frei von Werbeunterbrechungen.

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  8. Das wäre der Gipfel, wenn die Serien und Filme außerhalb von Prime Video auch von Werbeunterbrechungen zerstört würden. Was ich dann tun werde, muss ich noch überlegen. Erst mal abwarten, ob das tatsächlich so sein wird. Es ist aber doch explizit von Prime Video die Rede gewesen. Und darin sind nun einem nicht die Filme enthalten, die jetzt noch (nach Kündigung) auf der „Speisekarte“ stehen.

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