NRW wird 70. Ist das wichtig für mich?

Ich lebe hier gern. Dass das Dorf in dem ich schon seit ein­und­zwan­zig Jah­re woh­ne, das zu der Stadt gehört, in der ich gebo­ren wur­de im Rhein-Erft-Kreis liegt und zum Regie­rungs­be­zirk Köln gehört, gehört halt zu mei­ner Iden­ti­tät. Ja, ich bin heimatverbunden. 


| Aktualisiert: 28. Juni 2020   0 Kommentare 2 Min. Lesezeit

Ich lebe hier gern. Das Dorf, in dem ich schon seit ein­und­zwan­zig Jah­re lebe und das zu der Stadt gehört, in der ich gebo­ren wur­de, liegt im Rhein-Erft-Kreis und gehört zum Regie­rungs­be­zirk Köln. Das gehört zu mei­ner Iden­ti­tät. Man merkt, ich bin hei­mat­ver­bun­den. Ich sage: Ich lie­be mei­ne Heimat.

Ob die Syrer, die zu uns kamen, das über ihre Hei­mat auch so sagen wür­den? Ich bin abso­lut sicher! Ruhig noch mal dar­über nach­den­ken! Man kann das nicht oft genug tun.

In die­sen Tagen liest man viel dar­über, dass NRW 70 Jah­re alt wird. Die­ser Geburts­tag wird an allen mög­li­chen offi­zi­el­len Stel­len began­gen. Gewusst hät­te ich davon nichts, wenn ich es nicht in den Medi­en gehört hätte.

Wenn mir mein Bun­des­land schon nicht wich­tig ist, wie steht es dann erst um Deutsch­land oder um mei­ne Ein­stel­lung zu Euro­pa? Es war immer schon ein Argu­ment der Euro­pa-Skep­ti­ker, dass Men­schen dazu nei­gen, sich mit ihren Hei­mat­re­gio­nen und ihrem Land ver­bun­den zu füh­len. Natür­lich füh­len wir uns mit unse­rer Regi­on und mit unse­rem Land ver­bun­den. Aber das heißt doch nicht, dass wir auf­grund die­ser Prio­ri­sie­rung dar­auf ver­zich­ten woll­ten, Bürger/innen der Euro­päi­schen Uni­on zu sein.

Wenn es so ist, hat das ande­re Grün­de. Mei­ner Mei­nung nach, liegt das allein am Ver­hal­ten — bes­ser gesagt am Nicht­ver­hal­ten — der euro­päi­schen Insti­tu­tio­nen. Die­se müs­sen sicht­ba­re und spür­ba­re Refor­men durchführen.

Nach dem Bre­x­it schien die Stun­de dafür reif. Hört man noch viel davon? Mehr als 760.000 Ein­trä­ge bei Goog­le erhält man, wenn man «Ver­än­de­run­gen Euro­päi­sche Uni­on» ein­gibt. Wenn es danach gin­ge, müss­te was in Bewe­gung gera­ten sein.

Trotz­dem: Für mich sind sol­che Über­le­gun­gen kein Beleg dafür, dass «die Leu­te» mit Euro­pa nichts mehr am Hut hät­ten. Aller Schimp­fe­rei zum Trotz.

Ich füh­le mich als Königs­ho­ve­ner, Rhein-Erft-Kreis­ler, manch­mal Köl­ner (kennt wenigs­tens jeder) und als Deut­scher. Habe ich auch schon mal irgend­wo gesagt, ich käme aus NRW oder aus Nord­rhein-West­fa­len? Ich glau­be, eher sel­ten. Aber was heißt das schon? Ein Bun­des­land, das seit eini­gen Jah­ren am Finanz-Tropf der paar rei­chen Bun­des­län­der (Geber­län­der) hängt, erfüllt die Men­schen nicht gera­de mit Stolz. Frü­her war NRW füh­rend in vie­len Spar­ten – übri­gens trotz SPD-Regie­rung. Klar, Ver­diens­te, die man in der Ver­gan­gen­heit erwor­ben hat, zäh­len in der Gegen­wart sel­ten etwas. Was solls?!

Ich lie­be mei­ne Hei­mat. Das muss rei­chen. Und wenn da irgend­wo Geburts­tag gefei­ert wird, fei­er ich halt mit.

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Horst Schulte
Artikelautor: Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 67 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo.

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