Gesellschaft   ·  2 Min.

Die Zukunft der Freiheit wird teuer

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Das einzig erfreuliche in dieser Woche war bisher die neue Version des Internet – Browsers Firefox. Allerdings gabs selbst dabei was zu meckern.

Viele Erweiterungen laufen mit der neuen Version (noch) nicht. Das war allerdings in der Vergangenheit auch immer ein Problem, das Google für Chrome von Beginn an besser im Griff hatte. Wenn ich mir als Nutzer ohne viel Ahnung diese Anmerkung erlauben darf.

Wie auch immer. Der Firefox ist ganz schön fix. Allerdings – behaupte ich mal – ohne es nachgemessen zu haben – ist die Version auch nicht flotter als die (64bit) – Chrome -Version, den ich seit Jahren zu meinem bevorzugten Browser erkoren habe.

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Eben habe ich mir eine Podiumsdiskussion bei Youtube angesehen, an der drei deutsche Intellektuelle beteiligt waren, deren Sinn für Menschlichkeit ich im Gegensatz zu ihren intellektuellen Fähigkeiten als grob unterentwickelt bezeichnen möchte. Bei mir ist es vermutlich exakt andersrum. Jedenfalls werden das höchstwahrscheinlich viele denken. Ist das eigentlich sowas wie der Elementarbaustein für all die, die von solchen radikalen Denkern immer als Gutmenschen diffamiert werden? Egal.

Ich bin an diesem Punkt immer noch an Angela Merkels Seite. Damit meine ich nicht ihre heutige Regierungspolitik, sondern nur das, worüber sich diese drei hochgebildeten alten Männer mit ihrem Auditorium im Grundsatz ausgetauscht haben.

Sarrazins Ausführungen zu Beginn sind bezeichnend. Und der gewählte Vergleich, in dem das tüchtige schwedische Volk und die verkorksten Muslime aus Äthiopien die Hauptrolle spielen, ist typisch für die ekelhaft einseitige und in meinen Augen menschenverachtende Sichtweise.

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Roger Köppel schüttelt im Editorial seiner „Weltwoche“ wieder mal sein weises Haupt. Es geht um die Ergebnisse, die wir unter dem Namen „Paradise Papers“ kennengelernt haben.

Während sich die Leser, Zuhörer und Zuschauer bei Gewahrwerdung der Rechercheergebnisse wahrscheinlich die Augen gerieben haben und sich ärgerten, dass der Staat solchem Treiben nicht Wirksames entgegensetzt, beschimpft Köppel seine Kollegen des „Journalistenkartells“ als Diebe. Ich weiß nicht mehr, was Köppel damals über die so genannten „Panama Papers“ zu berichten wusste. Die „Paradise“-Enthüllungen erwiesen sich, so Köppel, als blutleer. Er unterstellt den Journalisten einen „Enthüllungsfimmel“ und spricht mit keinem Wort über das, was wir in diesen Zusammenhängen erst vor wenigen Wochen erleben mussten. Das ist schäbig und grotesk zugleich.

Köppels Bewertung ist abenteuerlich: „Und Firmen wie ­Apple oder Google verschieben ihre Gewinne angeblich lieber nicht nach Nordkorea mit einer Steuerquote von 100 Prozent, sondern dorthin, wo sie weniger zahlen müssen.“ Das findet der Mann normal. Aber wenigstens hat es ihn (was Wunder!) gefreut, dass „Übergutmensch Bono“ ertappt wurde. Köppel findet, dass Bono „in Steuerfragen sympathisch menschelt“.

Die einzige Straftat, von der wir sicher wissen, dass sie begangen wurde, ist der millionenfache Datendiebstahl durch diese selbstgerechten Kreuzzügler im Namen höherer Einheits-Steuern.

[…]

Steuerwettbewerb heisst Auswahl, heisst Freiheit, heisst Innovation durch Konkurrenz. Offshore-Inseln sind nicht Räuberhöhlen, sondern Freiheitsoasen, die der Allmacht des Fiskalstaats Grenzen setzen. Kann man die Oasen missbrauchen? Klar. Sollte man sie deswegen verwüsten? Nein. Die Panzerknacker-Journalisten träumen von einer gläsernen Welt ohne Offshore und ohne Steuerwettbewerb. Es wäre ein Paradies für Politiker und eine Hölle für die Menschen.Fazit: Es braucht weniger «Paradise Papers», aber mehr Steuerparadiese.Quelle: Die Weltwoche | Weltwoche Online – www.weltwoche.ch: Editorial: Offshore | Die Weltwoche, Ausgabe 46/2017 |
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Ich gebs zu: andere Meinungen auszuhalten fällt mir manchmal wirklich schwer. Zum Beispiel wenn ich mir zur Bewusstseinserweiterung Drogen reinziehe wie solche Ansichten neoliberaler und verantwortungslose Quälgeister und Menschenfeinde.

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Artikelautor: Horst

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!