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Entspahnen Sie sich


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Jens Spahn erregt die Gemüter. Der NZZ gab er ein Interview, von dem sich die deutsche Journaille provoziert fühlte. Spahn – ausgerechnet Spahn – forderte Zurückhaltung von Journalisten – bei Twitter.

Das ist doch gut so! Jedenfalls dann, wenn der Mann über seine vielen »Denkanstösse« nicht seinen Job als Gesundheitsminister vergisst, wäre Provokation doch exakt das, was der Republik nur gut tun könnte.

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Oder war es nicht so, dass wir bis zur Bundestagswahl geschworen haben, dass alles sooo langweilig wäre? Weil Union und SPD sich doch angeblich kaum voneinander unterscheiden würden. So hieß es doch, Medium rauf und Medium runter.

Die Protagonisten sind vielleicht nicht die überzeugendsten. Aber mein Gott, andere haben wir halt nicht.

Da fetzen sich Ralph Stegner (SPD) und Alexander Dobrindt (CSU). Und es geht wieder bzw. immer noch um den alten Streit. Für die einen ist der Familiennachzug für subsidiär Geschützte kein Thema mehr, für die anderen ist er ein Gebot der Menschlichkeit. Also, diese moralische Überhöhung bei den Linken… Vollkommen klar, dass sie keinen Boden unter die Füße kriegen.

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Deutschland hat per Umfrage entschieden, was »es« möchte. Es will nicht noch mehr Fremde!

Was, wenn solche Politiker sich nur deshalb streiten, um uns von etwas ganz Großem abzulenken. Sagen wir einer Währungsreform, der Übernahme der Geschäfte durch den Islam oder die Enteignung der katholischen Kirche, um mit einem solidarischen Grundeinkommen Hartz IV abzulösen. Oder irgendwas anderes Schräges.

Am Ende wollen die uns noch mit ernsthafter Regierungsarbeit überraschen!?

Vielleicht soll auch nur die abhanden gekommene Streitkultur rekultiviert werden? Es ist schon mal nicht wie früher! Etwas ist anders. Dobrindt ist nicht mehr Minister und kann deshalb pöbeln bis der Arzt kommt. Und sogar ein Minister gibt Merkel jetzt Saures.

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Bei allem Sinn für den Unterhaltungswert der ausgelösten und teilweise heftigen Debatte: Wie lange kann Merkel sich von ihrem Mitarbeiter noch derart vorführen lassen? Gerade hat Spahn den Ungarn Viktor Orban gelobt. Was der alles für uns gemacht hat… Da würde ich mich an Merkels Stelle aber ganz schön angefasst fühlen. Aber sie wird, wie immer, darüber hinwegsehen. Man muss dem Nachwuchs auch mal eine Chance geben.

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