Jens Spahn erregt die Gemüter. Der NZZ gab er ein Interview, von dem sich die deutsche Journaille provoziert fühlte. Spahn – ausgerechnet Spahn – forderte Zurückhaltung von Journalisten – bei Twitter.

Das ist doch gut so! Jedenfalls dann, wenn der Mann über seine vielen „Denkanstösse“ nicht seinen Job als Gesundheitsminister vergisst, wäre Provokation doch exakt das, was der Republik nur gut tun könnte.

Ich bin Spahn! – Song für Jens Spahn

Hat sich Jens Spahn heute schon zum Wetter geäußert? Oder zum HSV? Zu Heidi Klums neuem Freund vielleicht? Nein? Kommt noch.

Gepostet von Extra 3 am Donnerstag, 5. April 2018


Oder war es nicht so, dass wir bis zur Bundestagswahl geschworen haben, dass alles sooo langweilig wäre? Weil Union und SPD sich doch angeblich kaum voneinander unterscheiden würden. So hieß es doch, Medium rauf und Medium runter.

Die Protagonisten sind vielleicht nicht die überzeugendsten. Aber mein Gott, andere haben wir halt nicht.

Da fetzen sich Ralph Stegner (SPD) und Alexander Dobrindt (CSU). Und es geht wieder bzw. immer noch um den alten Streit. Für die einen ist der Familiennachzug für subsidiär Geschützte kein Thema mehr, für die anderen ist er ein Gebot der Menschlichkeit. Also, diese moralische Überhöhung bei den Linken… Vollkommen klar, dass sie keinen Boden unter die Füße kriegen.

Ein klassischer Spahn

Gepostet von ZDF heute-show am Donnerstag, 5. April 2018


Deutschland hat per Umfrage entschieden, was „es“ möchte. Es will nicht noch mehr Fremde!

Was, wenn solche Politiker sich nur deshalb streiten, um uns von etwas ganz Großem abzulenken. Sagen wir einer Währungsreform, der Übernahme der Geschäfte durch den Islam oder die Enteignung der katholischen Kirche, um mit einem solidarischen Grundeinkommen Hartz IV abzulösen. Oder irgendwas anderes Schräges.

Am Ende wollen die uns noch mit ernsthafter Regierungsarbeit überraschen!?

Vielleicht soll auch nur die abhanden gekommene Streitkultur rekultiviert werden? Es ist schon mal nicht wie früher! Etwas ist anders. Dobrindt ist nicht mehr Minister und kann deshalb pöbeln bis der Arzt kommt. Und sogar ein Minister gibt Merkel jetzt Saures.

Bei allem Sinn für den Unterhaltungswert der ausgelösten und teilweise heftigen Debatte: Wie lange kann Merkel sich von ihrem Mitarbeiter noch derart vorführen lassen? Gerade hat Spahn den Ungarn Viktor Orban gelobt. Was der alles für uns gemacht hat… Da würde ich mich an Merkels Stelle aber ganz schön angefasst fühlen. Aber sie wird, wie immer, darüber hinwegsehen. Man muss dem Nachwuchs auch mal eine Chance geben.

Kaum ein Thema, zu dem sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in den vergangenen Tagen nicht öffentlich geäußert hat. Katrin Göring-Eckardt (Grüne) wurde es jetzt zu bunt…

Gepostet von WDR 2 am Donnerstag, 5. April 2018

 

4 KOMMENTARE

  1. „Die Protagonisten sind vielleicht nicht die überzeugendsten. Aber mein Gott, andere haben wir halt nicht.“

    Der ist gut!

    Unsere Politprotagonisten sind sogar im Schlecht-Sein nicht mal gut…

    Im Moment packt sich das Regierungsgeschehen (bzw. -geschwätz) für mich bestenfalls unter die Rubrik ‚clownesk‘ oder ‚Kaspertheater‘. Jedenfalls weit, ganz weit von den Problemen entfernt, die tatsächlich zum Lösen anstehen.

    Das würde jedoch intellektuelle Anstrengung bedeuten, eine Tätigkeit, die allem Anschein nach besonders von CSU-Politikern kategorisch ausgeschlossen wird.

  2. Am besten in dieser Riege gefällt mir Alexander „ich kann gar nix und das nicht mal gut“ Dobrindt. Was dieser entfesselte Ex-Minister für ein Potenzial hat, begeistert mich täglich aufs Neue.

    • Der gehört für mich in eine Kategorie spezieller Menschen, bei denen ich mir immer überlege, wie es wäre (und wie ich mich verhalten würde), wenn ich mit ihnen verwandt wäre.

      Dieser Mensch ist für mich ganz und gar unsäglich. Entsetzlich. Indiskutabel. Der Beweis dafür, dass Bildung völlig vergeblich sein kann.

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