Philipp Amthors ignoriert ungeschriebene Gesetze und erntet dafür …Empörung

Das eigentliche Problem wird wieder mal aus typischen Gründen ignoriert.

2 Gedanken

2 Min.



Merken

Philipp Amthor hat in seinem Interview zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz den unverzeihlichen Fehler gemacht, die Singularität der Shoa zu ignorieren.

Er hatte die Frechheit im Interview zu erwähnen, dass die Zuwanderung muslimischer Flüchtlinge auch ein Grund für den Anstieg des Antisemitismus in Deutschland sei.

Sowas geht in Deutschland überhaupt nicht mehr. Und Dank unseres vorzüglich ausgebauten Staates für politisch Korrektes fanden sich bei Twitter wieder jede Menge Empörte. Der arme Philipp Amthor muss was aushalten.

In der umstrittenen Äußerung aus dem Interview habe er „auf die Frage geantwortet, was sich in den letzten Jahren verändert hat“. Für ihn sei aber dennoch „völlig klar, dass die größte Gefahr im Bereich des Antisemitismus natürlich von Rechtsextremisten ausgeht“. Das belegten auch die polizeiliche Statistik „und der notwendige Schwerpunkt unseres politischen Handelns“.

Antisemitismus: Philipp Amthor rechtfertigt Aussage über muslimische Einwanderer | ZEIT ONLINE

Ich würde sagen, Amthor verfügt über genug Erfahrung, die Aufregung vorhersehen zu können.

Amthor trendet jedenfalls bei Twitter, im Schatten dieses Unsagbaren logischerweise auch der Hashtag #NieWiederCDU.

Mitglieder anderer Parteien im Bundestag werfen Amthor Fehlverhalten vor.

Korte, Linkspartei, und von Notz, Grüne, kritisieren den Unionskollegen, ohne allerdings zu erwähnen, dass Amthors Aussage im Kern, so deplatziert dieser Teil terminlich eventuell auch war, inhaltlich zutreffend ist.

Natürlich hat der arme Amthor Recht damit, dass der Anstieg des Antisemitismus leider auch auf die hohe Zuwanderungsquote von Muslimen aus traditionell antisemititschen arabischen Ländern zurückzuführen ist.

Dass die Rechten diesen Auftrieb im Land erleben, hat auch damit zu tun, dass wir manche Tatsache aus falscher Rücksichtnahme nicht wahrhaben wollen.

Amthor wäre auch dann so angegangen worden, dessen bin ich mir sicher, wenn es die Verbindung zum Gedenktag nicht gegeben hätte!

Dass aus dem Twitter-Scharmützel erneut ein Statement gegen die CDU gemacht wurde (NieWiederCDU) zeigt, wozu die sozialen Netzwerke degeneriert sind.

Link: Der deutsche Kampf gegen den Antisemitismus ist wertlos

Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Ich bin jetzt 71 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt (auch aus Überzeugung) auf dem Land.

hs010225 a

Antisemitismus, Reden

Quelle Featured-Image: Standardbild...

Letztes Update:

15 Views
Anzahl Worte im Beitrag: 333

In der gleichen Kategorie blättern:

2 Gedanken zu „Philipp Amthors ignoriert ungeschriebene Gesetze und erntet dafür …Empörung“

  1. Hab ich am Rande mitbekommen. Ja, er hat recht, aber der Zeitpunkt (Gedenken an die Befreiung von AUSCHWITZ) war deplatziert. Auch mit seiner „Richtigstellung“ hat er recht.
    Dein Intro passt auch nicht zum Thema, denn er hat damit nicht die „Singularität der Shoa“ verleugnet (Shoa = Holocaust), sondern eine These zur Steigerung des Antisemitismus in DE benannt.

    Spontan und ungeplant fand ich mich gestern bei Sichtung des Hashtags #WeRemember in der Situation, auf die Singularität hinweisen zu müssen. Denn da waren Leute, die mit dem Vorwurf gegen das Gedenken polemisierten, heute gehe doch Ähnliches ab, etwa Chinas Iguren-Lager oder GAZA….
    Da musste ich einfach widersprechen. Grade hatte ich div. Dokus gesehen, den Worten und Texten der noch lebenden Überlebenden gelauscht. Irgendwie geht mir das Ganze je älter ich werde umso näher. Dass so etwas möglich war, in Deutschland und dann davon ausgehend in fast ganz Europa – mir fehlen echt die Worte!
    Und wie unfassbar, dass es wieder angefangen hat…
    „“…Die SS war angehalten, nicht von „Menschen“ zu sprechen, sondern nur von „Stück“. Verstehen Sie: Sie sagten „Tausend Stück“, als ob wir Ziegelsteine oder Konservendosen wären.“
    berichtet Maurice Cling
    https://www.sueddeutsche.de/politik/kz-ueberlebender-maurice-cling-kz-ueberlebender-maurice-cling-1.1109860-2
    Auf Twitter finden sich lange schon Äußerungen, die geflüchtete Afrikaner als „Goldstücke“ diffamieren – z.B. so;

    „Wenn jedes Miglied der Blockparteien einen mit heim nehmen würde, wäre das Problem gelöst. Sie könnten sich permanent bereichern lassen, das Zusammenleben täglich neu aushandeln und wenn das Goldstück aufdringlich wird, eine Armlänge auf Abstand halten.“

    Von da bis zu „ist uns doch egal, wohin sie sie in diesen Viehwagen abtransportieren“ ist es nicht mehr SEHR weit.

    Wir furchtbar, das alles!

    (Schade, dass die Edit-Buttons inkl. Linksetzmöglichkeit nicht mehr da sind)

Lass deinen Gedanken freien Lauf


Hier im Blog werden bei Abgabe von Kommentaren keine IP-Adressen gespeichert! Deine E-Mail-Adresse wird NIE veröffentlicht! Du kannst anonym kommentieren. Dein Name und Deine E-Mail-Adresse müssen nicht eingegeben werden.


✅ Beitrag gemerkt! Favoriten anzeigen
0
Your Mastodon Instance
Share to...