Gesellschaft   ·  2 Min.

Parken im Dorf

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Mein Wohnort „Königshoven“ geht noch als Dorf durch. Manchmal fasse ich es nicht, wie viel Autoverkehr in einer so kleinen Gemeinde (mit nur 2000 Einwohnern) – vor allem morgens ab 5.00 Uhr – stattfindet.

Wir haben unser Schlafzimmer zur Straße hin, im Sommer schließen wir um diese Zeit immer die Fenster. Sonst könnten wir auch aufstehen.

Es geht mir aber um was anderes, das allerdings eben auch mit Autos zu tun hat und mit der Zahl von Autos, die auch hier das Straßenbild bestimmen. Mitunter hab ich das Gefühl, es gibt mehr Autos als Einwohner.

Parkplätze sind Mangelware – selbst hier im Dorf.

Wir haben zum Glück eine Garage. Das zweite Auto parkt draußen. Normalerweise parken wir es in einer der drei Parkbuchten, die zum Haus gehören. Bei sechs Mietparteien mit 6 Garagen und 9 Autos geht das einigermaßen auf. Bloß – die Garagen sind ziemlich eng. Es hat bereits einige Blechschäden gegeben. So kommt es, dass manche Garage überwiegend leer steht und das Platzangebot in unserem Straßenabschnitt ungünstig beeinflusst.

Gestern Abend hat sich wieder mal ein Autofahrer zu einem drastischen Schritt entschlossen.

Er stellte sich kurzerhand so breit vor unsere drei Parkbuchten, das alle festsaßen. Und es war kein Kurzbesuch. Der Wagen stand die ganze Nacht dort.

Heute morgen war das Auto immer noch da. Unsere Nachbarn alarmierten das Ordnungsamt, weil sie ohne ihre Autos nicht zur Arbeit kamen. Sie hatten schon eine ganze Stunde in der Kälte gewartet – offenbar in der Hoffnung, dass der Fahrer doch noch erscheint Leider war dies nicht der Fall.

Der Wagen, ein ziemlicher neuer Golf, musste aufgebrochen werden und wurde dann abgeschleppt.

Erst vor ein paar Monaten hatten wir hier einen ähnlichen Fall. Zum Einsatz des Abschleppdienstes kam es nicht und zwar nur deshalb, weil es Samstag war und keiner der Anwohner arbeiten musste bzw. sein Auto brauchte.

Damals hatte jemand sein Fahrzeug vor einer Zufahrt geparkt. Sie war komplett versperrt! Der Weg zu ungefähr 30 Garagen war allen versperrt. Dabei gibt es sogar einen Hinweis, dass diese Zufahrt auch für Feuerwehrfahrzeuge freibleiben müsse.

Wie peinlich es mir wohl wäre, wenn ich aus irgendwelchen Gründen selbst mal aus Versehen andere zugeparkt hätte? Ich mag es mir gar nicht vorstellen. Tja, an die Opfer denkt eben wirklich nie einer. 👮‍♀️🚗

Ich kann mir nicht vorstellen, dass etwas so Rücksichtsloses zu tun. Wer weiß, wo die Fahrer mit ihren Gedanken waren? Vielleicht waren sie in Vorfreunde auf ein Rendezvous oder irgendwas Schlimmes war passiert und sie hatten es deshalb übersehen?

Vielleicht haben die beiden Fahrer einfach nicht darauf geachtet und übersehen, dass sie die Autos und die Einfahrt zustellen?! Wie auch immer: Es muss schon arg peinlich sein, wenn sie mit einigermaßen großer Verspätung (einer Nacht) realisiert haben, was diese kleine Unachtsamkeit verursacht hatte?

Im zweiten Beispiel hatte ein Nachbar das Auto mit Kennzeichen fotografiert. Der Fahrer hatte das irgendwie mitbekommen und sich ziemlich aggressiv darüber beschwert. Ob er (der Nachbar) denn nicht wisse, dass er durch das Foto gegen den Datenschutz verstoßen würde? Es gibt halt auch Leute, denen einfach nichts peinlich ist.









Artikelautor: Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

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