Schwerreiche US-Amerikaner erringen die Weltherrschaft. Warren Buffett hatte es 2006 bereits klar formuliert. Die Protagonisten der Kaste der Geldsäcke, zu denen natürlich Trump, sein Vize, aber auch so erlauchte europäische Persönlichkeiten wie Infantilo Infantino zählen, beherrschen die Medien, und wir hecheln solchen Bekloppten hinterher. Unsere Politiker tun genau das in einer Art und Weise, die bei halbwegs normal gebliebenen Menschen Brechreiz auslösen oder sie kotzen gleich ins Essen.
»Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.«
(Originalzitat auf Englisch: »There’s class warfare, all right, but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.«)
Die Gewissheit, dass die Kaste der Superreichen unsere Länder auch, was politische Macht anlangt, übernommen haben ist längst hinreichend belegt. Immer weniger Menschen besitzen unermesslich hohe Vermögenswerte, und sie benehmen sich folgerichtig wie anno dazumal Kaiser und Könige oder welche anderen Adelstitel diese untergegangene Spezies noch vorzuweisen hatte. Wir lassen uns das gefallen!
Trump erhielt von seinem Freund Infantino den von der FIFA neu geschaffenen Friedenspreis des Internationalen Fußballs. Heißt anders? Scheißegal! Den Dreck merk ich mir nicht. Tatsache ist, dass so einer wie Infantino natürlicherweise zum privilegierten Freundeskreis der milliardenschweren Steuervermeidungseinheiten Trumps zählt und damit ganz oben auf meiner Liste steht, deren Name ich hier natürlich nicht verraten möchte. Das könnte juristischen Ärger geben, und das möchte ich natürlich nicht.
Dass sich auf der parallelen Seite, Autokraten und Selbstdarsteller (Putin, Netanjahu und wie die Trump-Kumpel alle heißen) tummeln und ihre Unterdrückungsmaschinerie am Laufen halten, mögen normale Menschen als Bedrohung dessen empfinden, was sie lebenslang als Demokratie begriffen haben. Es hilft nichts. Diese Menschen leben mit uns auf diesem Planeten. Das Tragische ist, dass wir sie nicht verstehen (die AfD-Fritzen einmal außen vor gelassen) und sie sagen das Gleiche von uns.
Vance und andere werfen uns mangelndes Demokratieverständnis, ja sogar Unterdrückung der Meinungsfreiheit vor. Wenn ich jetzt damit anfangen würde, Worte zu finden, was ich über diese Scheiße denke, könnte ich den Artikel erst morgen früh zu Ende geschrieben haben. Also lasse ich es und schicke diesen Misttypen einen freundlichen Gruß über den Atlantik: FUCK YOU!
Trump’s National Security Strategy Sparks European Backlash | TIME


Ist leider so! Und kaum einer tut was! Auch ich werde langsam müde …
mit Verlaub: wie kommen Sie auf das schmale Brett, zu behaupten, dass »wir« (also auch ich) DENEN hinterher hecheln?
@Frau Schremp: Auf den Gedanken, dass ich mit WIR unsere Regierungen (alle europäischen) meinen könnte, kommen Sie natürlich nicht. Auch das ist eine Strategie, die ich zum Kotzen finde. Ich meine, ich käme nie auf die Idee rechte Akteure mit noch rechterer Denkweise in ein WIR einzubeziehen.
Frau Schremp schreit nach Differenzierung und ist selbst der personifizierte Fall gröbster Einseitigkeit.
Das ist alles widerlich! Ich denke, da es wohl so weitergehen wird, das System muss zusammenbrechen … oder die Gesellschaft endlich protestieren. Ich befürchte aber ersteres.
@Su Mu: Dass die Wähler Trumps genau daran ihren Spaß finden, wird uns hoffentlich nicht entgangen sein.
Geld regiert die Welt, das ist leider die bittere Wahrheit. Wer es erst einmal zum Millionär, bzw. Multimillionär gebracht hat, braucht in der Regel nichts zu befürchten, diese Leute machen die Regeln. Dass das alles so schön bleibt, bzw. noch ausgebaut wird, hast du oben im Text angerissen; Die Geldelite und die Rechten formieren sich gegen die Staaten, die vielleicht noch einen Sozialstaat, bzw. ein sozialstaatliches Restverständnis haben. Die AFD sei die einzige Rettung für die Bundesrepublik plärren die Amis. Die hören es freilich gerne, das Grundsatzprogramm der Rechtsextremen befürwortet ebenfalls den Abbau des Sozialstaats. Leider hat die AFD inzwischen Zulauf, der für Europäer zutiefst besorgniserregend ist.
»Gäbe es den Sozialstaat nicht, müsste man ihn erfinden. Die Gesellschaft würde ohne ihn für alle sichtbar auseinanderfallen, die Not von gesundheitlich oder psychisch Beeinträchtigten unerträglich wachsen und das »Stadtbild« durch Verelendung von Drogenabhängigen ohne Obdach gezeichnet sein«, schreibt der Politikwissenschaftler und Armutsforscher Christoph Butterwegge. Natürlich wissen das auch die Reichen, die es aber weniger stört, weil sie damit nicht konfrontiert werden. Sie sitzen in ihren Hochsicherheitsvillen und sind ansonsten unter sich, in Gegenden, wo der Normalsterbliche in der Regel gar nicht erst hinkommt. Aus dem Armutsbericht der Bundesregierung geht hervor, dass die reichsten zehn Prozent der Haushalte gut die Hälfte des gesamten Nettovermögens besitzen und 18 Millionen Menschen in unserem Land als arm gelten.
Tendenz: Steigend.
@Peter Lohren: Was scheinbar viele nicht zu merken scheinen, ist, was der Ausverkauf der Demokratie (AfD) für sie bedeuten wird. Wir kennen nur diesen Staat, einen Sozialstaat ziemlich liberaler Prägung. Man könnte es drastischer formulieren. Dass die Leistungen als so selbstverständlich hingenommen werden und sich über die Jahrzehnte eine gewisse Anspruchshaltung entwickelt hat, macht mir die meisten Sorgen. Viele haben nämlich nicht wirklich kapiert, was uns verloren geht, wenn durch falsches Handeln auf allen möglichen Gebieten quasi alles in Frage gestellt ist.
Bitte den Artikel noch bis morgen weiterschreiben. 😉
@juri nello: Meinst, bis Montag ist alles wieder im Lot? Ich fürchte, an diesen Zuständen wird sich nie mehr was ändern. Eher geht die Welt zugrunde. Der Anfang ist gemacht.
Sie schreiben:
Genau! Vor dem Hintergrund von »Fossile Energie ist preiswerter als erneuerbare Energiequellen«, die schon jetzt den Untergang des belebten Systems auf diesem Planeten unabänderlich gemacht haben, sind die Jahre auch der Superreichen gezählt …. und die Hoffnung auf anderen Planeten Ersatz für die zerstörte Erde aufbauen zu können scheitert trotz viel Geld an der Latenzzeit bis die Technik ausgereift wäre und unserer Physiologie.
[Mars One wird scheitern!; Wir werden die Erde nie verlassen. Gespräch mit Kim Stanley Robinson]
Insoweit trösten mich drei Gedanken:
1. Ich (80) werde es wahrscheinlich nicht mehr erleben;
2. Niemand – auch nicht Menschen mit großem Reichtum – wird vom Untergang verschont bleiben;
3. Aus den Resten der belebten Umwelt wird eine erneute Evolution stattfinden. Es gibt eine Chance für eine hoffentlich vernünftigere Neuentwicklung.
Sollte 3. nicht stattfinden bleibt eben nur ein weiterer unbelebter Planet unter den Abermillionen die es schon gibt ….
@Wolfgang v. Sulecki:
Das höre ich so häufig aus unserer Generation und es klingt wirklich schrecklich. So als hätten wir jede Hoffnung für die Menschheit bereits aufgegeben. Vielleicht befreien wir uns ja angesichts bevorstehender Ereignisse doch noch vom Joch der Unvernunft. Mal sehen, was dann noch zu retten ist. Ich habe lange daran geglaubt, wir hätten hinzugelernt. Wir, die Menschen. Aber es zeigt sich, dass wir nie dazulernen. Jedenfalls nicht die, die Macht erhalten haben und diese schamlos einsetzen.
@Horst Schulte:
Das ist darauf zurück zu führen, daß Geld & Macht nicht direkt proportional zu Vernunft & Mitgefühl sind. Eher umgekehrt proportional!
Die Exponentialkurve läßt – sehr bedauerlich – keinen anderen Schluß zu als »irreparable Natur – Zusammenbruch der Zivilisationen«.
Es ist diese Einsicht, vorrangig.
@Wolfgang v. Sulecki: Mag so sein. Dass das alles aber während unserer Lebenszeit passieren könnte, ist schon deprimierend. Bisschen resilienter könnte der Planet doch sein. Andererseits – er kann ohne uns leben, wir nur nicht ohne ihn.