Teufelszeug mit Suchtfaktor

3 Min. lesen

0 Kommentare

0

Was wohl schlimmer ist, Social Media, Handys für Jugendliche oder diese verdammte KI?

Das scheint so etwas zu sein wie die philosophische Gretchenfrage unserer Zeit, oder? Es fühlt sich ein bisschen so an, als müssten wir uns entscheiden, ob wir lieber vom Regen, der Traufe oder einem herabstürzenden Amboss getroffen werden wollen.

Jedes dieser Phänomene greift an einer anderen Stelle in unser Leben ein. Wenn man sie nebeneinanderlegt, ergibt sich ein interessantes Bild der »Schadensberichte«:

Die drei »Übel« im Vergleich

  • Social Media: Das ist der Endgegner für die Psyche. Es ist die algorithmische Bestätigungsfalle. Hier geht es um den Vergleich mit geschönten Leben, den Suchtfaktor durch Dopamin-Kicks und die Spaltung der Gesellschaft in Echokammern. Es ist weniger ein Werkzeug als vielmehr eine Verhaltensänderungsmaschine.
  • Handys für Jugendliche: Hier liegt das Problem in der permanenten Verfügbarkeit. Es ist die Hardware, die Social Media erst zur 24/7-Belastung macht. Die Kritik hier: Konzentrationsverlust, Bewegungsmangel und die Verschiebung der Pubertät in den digitalen Raum, wo Fehler niemals vergessen werden.
  • KI (Künstliche Intelligenz): Das ist das große Unbekannte. Während Social Media unser Gefühl beeinflusst, greift die KI unsere Wahrheit und unsere Relevanz an. Es geht um den Verlust der Unterscheidbarkeit zwischen echt und fake und die Frage, welche Jobs in fünf Jahren noch da sind.

Was ist nun »schlimmer«?

Es kommt darauf an, was man als Maßstab ansetzt:

  • Für das Individuum: Hier gewinnt wahrscheinlich Social Media. Die Korrelation zwischen der Nutzung und psychischen Problemen (besonders bei jungen Menschen) ist mittlerweile recht gut belegt. Es greift das Selbstwertgefühl direkt an.
  • Für die Entwicklung: Da sind die Handys ganz vorne. Wenn ein Gehirn, das sich noch im Aufbau befindet, ständig mit Kurzzeit-Stimuli befeuert wird, verändert das grundlegend, wie eine Generation lernt, denkt und Empathie empfindet.
  • Für die Gesellschaft als Ganzes: Da ist die KI der mächtigste Hebel. Sie hat das Potenzial, Wahlen zu manipulieren, die Wirtschaft umzukrempeln und das Konzept von »Wahrheit« komplett aufzulösen.

Ein kleiner Trostversuch

Vielleicht ist die KI am Ende gar nicht das »verdammte« Übel, sondern bloß das Werkzeug, das uns hilft, das Chaos der anderen beiden zu ordnen? (Oder sie schreibt einfach die besseren Fake-News, wer weiß das schon so genau).

Man könnte argumentieren, dass die Kombination das eigentliche Problem ist: Eine KI-gesteuerte Social-Media-App auf dem Handy eines 13-Jährigen ist quasi der »perfekte Sturm«.

Was von den dreien macht dir denn im Alltag am meisten Sorgen? Die Veränderung im Miteinander oder eher die berufliche Zukunft?

3 Min. lesen

0

Bisher 194 Mal aufgerufen2 mal davon heute

430 Wörter

Was meinst du dazu?


Hier im Blog werden bei Abgabe von Kommentaren keine IP-Adressen gespeichert! Deine E-Mail-Adresse wird NIE veröffentlicht!



🕒 3 Minuten