Ein Staatsversagen, das diese Gesellschaft insgesamt und nicht allein die Politik zu verantworten hat

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Überall ist von Staatsversagen die Rede, wenn das Thema auf Corona kommt. Diejenigen, die das äußern, machen der Politik und Behörden vehement Vorhaltungen. Es fehlt an politischer Führung. Das wird in dieser Pandemie deutlich. Wenn man so etwas sagt, muss man übrigens nicht zwangsläufig einer von denen sein, die wie die AfD und andere rechte Banden eine grundsätzliche Gegnerschaft gegenüber unserer Gesellschaftsform an den Tag legen.

Also, ich finde, unsere Gesellschaften (die deutschsprachige Schweiz, Österreich und Deutschland) haben insgesamt versagt. Über die Gründe hierfür kann ich nur mutmaßen. Interessant ist es allemal, dass die deutschsprachigen Länder aus der europäischen Rolle fallen. Scheinbar existiert eine hohe Korrelation zwischen Landstrichen mit extrem hoher Inzidenz und niedrigen Impfquoten. Dass für Ostdeutschland festzustellen ist, dass dort die AfD bei den Wahlen (wieder) besonders stark abgeschnitten hat, ist wohl kein Zufall. Ich weiß nicht, ob ähnliche Zuschreibungen auch für Ost-Bayern getroffen werden können. Ich vermute es. Nun, klüger scheinen die Menschen dem Vernehmen nach in diesen Regionen nicht zu sein. Die Argumente sind schwer verdaulich. Auch wer diese widerlegt, verändert nichts an der Haltung und der dort existierenden Voreingenommenheit gegen wissenschaftliche Evidenz. Diese Leute verfügen über eine eigene wissenschaftliche Basis. Diejenigen, die dabei federführend sind, besitzen mitunter Doktortitel oder andere hohe akademische Grade. Dass Leute wie Schiffmann, Füllmich, Bhakdi und Wodarg nicht mehr die Referenzgrößen der Corona-Leugner und Impfverweigerer sind, mag zwar etwas beruhigend wirken, ändert aber nichts an den grundsätzlichen Einstellungen dieser für unsere Gesellschaft fast verloren scheinenden Menschen.

Wie ist es zu erklären, dass in den deutschsprachigen europäischen Ländern die miesesten Impfquoten zu Buche stehen? Wurde nicht immer gesagt, dass die Einstellung von Italienern oder Franzosen zu ihrer Regierung bzw. allgemein zum Staat von historisch gewachsener Illoyalität geprägt gewesen sei — und dass wir Deutsche wie die Lemminge den Weisungen der Obrigkeit hinterherdackeln würden? Offensichtlich war das eines dieser dummen Vorurteile, die dieser typisch deutsche Hochmut (Nationalismus) hervorgebracht hat.

In Deutschland stehen sich zwar rein zahlenmäßig sehr ungleiche Blöcke von mehrheitlich einsichtigen Geimpften und rücksichtslos Uneinsichtigen gegenüber. Die Experten sagen, dass eine zu niedrige Impfquote unsere Kliniken über ihre Leistungsgrenze gebracht haben. In einigen Gebieten Bayerns müssen schon Patienten nach Italien ausgeflogen werden, weil die ITS-Kapazitäten nicht mehr ausreichen. Unter anderem über drei Millionen über sechzigjährige Nichtgeimpfte gefährden sich und andere. Sie verteidigen ihren Egoismus und ihre fehlende Solidarität mit allerlei fadenscheinigem Zeug.

Die Entwicklung hat mir klargemacht, wie es um den Zusammenhalt dieser Gesellschaft tatsächlich aussieht, aber auch, wer für diese Lage die Verantwortung trägt. Ich finde nicht, dass man sagen kann, allein die Politik oder die Behörden hätten diese Lage in Deutschland verursacht. Alle, die die penetranten Nörgeleien unserer Medien unterstützt haben oder die Diskussionen in den asozialen Netzwerken miterlebt oder forciert haben, könnten mal in sich gehen.

Was organisatorisch im Argen liegt in Deutschland, haben nicht allein Politik und ausführende Behörden verursacht. Jetzt wird behauptet, man hätte doch auf die Wissenschaft hören sollen.

Das ist wahr. Wir erinnern uns doch an die üblen Reaktionen, die arrivierte Wissenschaftler (Drosten, Brinkmann, Brockmann, Priesemann, Meyer-Hermann u.s.w.) hervorriefen, wenn sie öffentlich vor dem warnten, was sie in diesem Herbst auf Deutschland zukommen sahen.

Wenn die alten Menschen und vielleicht auch ein Teil der Risikogruppen geimpft sein werden, wird ein riesiger wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, politischer und vielleicht auch rechtlicher Druck entstehen, die Corona-Maßnahmen zu beenden. Und dann werden sich innerhalb kurzer Zeit noch viel mehr Leute infizieren, als wir uns das jetzt überhaupt vorstellen können. Dann haben wir Fallzahlen nicht mehr von 20.000 oder 30.000, sondern im schlimmsten Fall von 100.000 pro Tag. Das sind dann zwar eher jüngere Leute, die seltener schwere Verläufe haben als ältere. Aber wenn sich ganz viele junge Menschen infizieren, dann sind die Intensivstationen trotzdem wieder voll, und es gibt trotzdem viele Tote. Nur dass es jüngere Menschen trifft. Dieses schlimme Szenario könnten wir etwas abfedern, wenn wir die Zahlen jetzt ganz tief nach unten drücken.

Christian Drosten zu Corona: »Wir müssen durchhalten – und vor allem: auf die Bremse treten« – DER SPIEGEL vom Januar 2021

Christian Drosten hat lange vor dem Sommer, nämlich schon im Januar dieses Jahres im „Spiegel“ ein Szenarium ausgebreitet, das gerade Realität wird. Was ist das für eine verkommene und verantwortungslose Medienlandschaft, in der Mahner (wie Drosten, Lauterbach etc.) in Talkshows tagesaktuell verbal, nichtsdestoweniger jedoch brutal niedergemacht wird, wenn sie oder er es wagen, den Finger zur Mahnung zu erheben. Bei „Bild TV“ beklagt man sich an einem Tag darüber, warum es immer noch so viele Corona-Maßnahmen gebe, am nächsten Tag wird bemängelt, dass diese Maßnahmen nicht ausreichend seien. Herr Jörges scheint vollkommen durchgeknallt zu sein. Die Krankenhäuser geraten an ihre Kapazitätsgrenzen und darüber hinaus, aber Herr Hans-Ullrich Jörges schreit ins Mikro, dass alles gelogen sei und dass er die Wahrheit von der RKI – Website habe. Ich frage mich, ob es wirklich so schwer ist, die Zahlen richtig zu interpretieren bzw. was diesen Lautsprecher veranlasste, diesen Blödsinn zu verzapfen.

Ich habe das Gefühl, dass viele Medienschaffende (Von Lanz über Maischberger bis Illner und Will) nicht einmal darüber nachgedacht haben, dass sie und ihre „Arbeit“ eher Teil des Problems, selten aber Teil einer wenn auch noch so kleinen Lösung sind. Wenn also ständig die Klage erhoben wird, dass die Regierung schlecht kommuniziert hätte, frage ich mich, wieso die Medien genau dieses Manko nicht kompensiert haben. Sie sind doch die Profis und hätten beispielsweise allein das Bereitstellen attraktiver Sendezeiten (vor und nach den Nachrichten) für kurze Videos zum Thema Impfstoffe (Wirksamkeit und Sicherheit) organisieren können. Das gab es zwar, aber die wenigen Sendungen sind bestimmt von der Regierung bezahlt und die Videos produziert und bereitgestellt worden. Ich denke, „Quarks“ hätte etwas zur Verfügung stellen können. Vorsichtshalber hätte man das Logo entfernen können, damit die, die staatliche Indoktrination durch das WDR-Programm unterstellen, nicht gleich wieder ausflippen.

  • Persönlicher USA-Bericht: Donald Trump gegen Minderheiten – Shortcut | DER SPIEGEL Die Regierung von Donald Trump greift die Rechte und die Sichtbarkeit von Minderheiten in den USA an: SPIEGEL-Korrespondent Marc
  • Neue Seite: Chronologie der Trump-Politik – damit es wenigstens notiert ist! Heute ist der sogenannte „Liberation Day“, an dem Trump die Befreiung der USA vom Joch des bösen Welthandels verkünden
  • Team-Wallraff-Reporter finden jede Menge Schimmel bei Kaufland Tiefgefrorene Lebensmittel sind lange haltbar, wenn sie denn durchgehend tiefgefroren bleiben. Beim Lebensmittelriesen Kaufland ist das jedoch offenbar nicht immer uneingeschränkt sichergestellt. https://ift.tt/waQPNoA
  • Zur Abschreckung hergezeigt und vorgeführt Der kleine Bildausschnitt aus dem Video, auf dem keine Männer hergezeigt werden. Dieses Video ist in seiner Kälte wirklich besonders erschütternd. Man sieht Kristi Noem,
  • „E-Mail, Adressbuch, Kalender und Notizen: Auf dieser Seite finden Sie alle Leistungen, die Sie für 1 Euro pro Monat erhalten. Posteo steht für maximalen Datenschutz, konsequente Nachhaltigkeit und innovative Verschlüsselung:

Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Ich bin jetzt 71 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt (auch aus Überzeugung) auf dem Land.

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corona, Deutschland, medien, Regierung

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10 Gedanken zu „Ein Staatsversagen, das diese Gesellschaft insgesamt und nicht allein die Politik zu verantworten hat“

  1. Scheinbar existiert eine hohe Korrelation zwischen Landstrichen mit extrem hoher Inzidenz und niedrigen Impfquoten.

    Viel interessanter wäre doch mal zu erfahren, warum die Kuhkäffer wesentlich schlechter dastehen als die Großstädte. Pendeln die alle mit demselben Bus zur Arbeit?

    Wenn dünn besiedelte Gebiete die höchste Inzidenz aufweisen, dann könnte man ja sogar einen Ländervergleich mit Schweden wagen.

    Apropos: Anders als Spiegel und Tagesschau behaupten, hat Deutschland mit ü. 60 % eine durchschnittliche Impfquote. Vgl. Schweden u. a.. Siehe: https://ourworldindata.org/covid-vaccinations?country=OWID_WRL

    Das Problem ist ja eher, wie die Skandale der letzten Monate zeigen, dass Deutschland gar nicht wirklich weiß, welche Impfquote es eigentlich hat. Angeblich wegen Datenschutz, aber trotzdem laut mit der Quote hausieren geht.

    Es verhält sich wie ein Kind, dass ständig lauter schreit: „1 + 1 = 5!“ nur um den Lehrer zu ärgern.

    Daher lohnt immer ein Blich nach Israel, da die auch aufgrund der Verträge mit den Herstellern mit reellen Zahlen aufwarten können.

    Man sollte da mal ein paar ausländische Reporter (am besten Engländer & Franzosen) ranlassen, die dazu was im Stile der Revolverblätter verfassen. Um etwas zu verbessern brauchte der Deutsche stets Druck von außen.

    Das Spanien beim Impfen weiter ist, schockt mich nicht. Warten wir einfach ab, wenn dort der Winter ausbricht oder die ersten Deutschen dorthin (zum Überwintern) wieder ausfliegen.

    Da sind Spanier nicht anders, wie die Italiener und die Deutschen. „Wir haben den Passierschein A38, also lasst uns feiern gehen!“ Vgl. Zülpicher Str..

    Also, ich finde, unsere Gesellschaften (die deutschsprachige Schweiz, Österreich und Deutschland) haben insgesamt versagt.

    Im Falle der Deutschen kann man sogar sagen, dass die eiserne Handtasche Thatcher recht gehabt hat, als sie sagte: „Society? There’s no such thing.“
    Leute, die sich jeden Tag das Leben zur Hölle machen, anstelle gemeinsam etwas aufzubauen, können keine Gesellschaft bilden.
    Das war übrigens vor Corona schon so. Nur weil immer erzählt wird, dass Corona spaltet, wird das nicht wahrer.
    Deutschland frönt noch feudalistischem Standesdünkel vergangener Epochen, ohne zu bemerken, dass man schon ein paar Systeme weiter ist.
    Vgl.: https://www.youtube.com/watch?v=7jQmLaYAPP8

    Man wird sich damit abfinden müssen, dass wir eben keine guten Produkte gegen Corona in petto haben. Bei der Grippe musste man das auch.

    Staatsversagen kann man das im Übrigen nicht nennen. Des einen Verlust war des andern Gewinn. Insiderhandel mit Ansage.

    Ein kommunikatives Versagen war es schon eher. Über den ÖR hätte man die Sendung mit der Maus mit dem Erklärbären Klaus ein Special zu Corona verfassen können und das zu jeder Prime Time ausstrahlen können.
    Parallel dazu hätte man gleich reinen Wein einschenken können und publizieren müssen, dass es bei dieser Art Viren eben zu keiner sterilen Immunität kommen kann.
    Dann hätte man allerdings nicht so gute Geschäfte machen können.

    Die Leute von der SZ und der Zeit gehen ja in ihren Artikeln immer noch von einer sterilen Immunität aus, wahrscheinlich um ein paar Aktiengeschäfte zu befeuern.

    Dabei muss man nur schauen, wie ausgerechnet Neuseeland und Australien das handhaben, wie sie es handhaben. Nur: Sobald sie irgendetwas lockern, haben sie die gleichen Probleme, wie alle anderen Länder auch.

    Was lehrt uns das? Gut, dem Deutschen im Allgemeinen natürlich erst mal nix. Sind ja bloß Ausländer. Jeder andere kann daraus lernen, dass auch dort keine sterile Immunität verfügbar ist, trotz drakonischer Maßnahmen.
    Welche Krankheit kennen wir weltweit denn noch, wo sich das analog verhält?

    Könnte es evtl. die Grippe sein, der man seit 1976 hinterher impft?

  2. „Die einfachsten Sachen scheinen aus irgendwelchen Gründen nicht mehr zu funktionieren oder sie fallen denen nicht ein, die doch eigentlich von ihrer Profession her dafür prädestiniert wären.“

    Das sehe ich anders. Das ist schlicht nicht gewollt gewesen. Den Leuten „dort oben“, insbesondere ihren angeschlossenen Wirtschaftsverbratern Dummheit zu assistieren, dürfte kaum treffen. Es herrscht Kapitalismus hier und damit der Zwang, aus der Not der Leute ein Geschäft machen zu müssen.
    Noch heute werden Wasserfilter für das Leitungswasser an Privathaushalte verkauft, die bestenfalls nix machen, außer teuer zu buche zu schlagen.

    Gerade in Krisenzeiten gilt: „Follow the money!“

    Momentan berechnet Dir jede Bank für Dein Guthaben Minuszinsen. Um das tun zu können, verlangt sie gleichzeitig höhere Kontogebühren. Das Resultat müsste eigentlich ein Bank Run sein.

    Was haben wir gelernt, was noch profitabel ist? Betongeld, Cum Ex, Wirecard, Insiderhandel und das Geschäft mit dem Tod.

    Fangen wir bei den sog. Maskendeals an. Nicht nur, dass mit dem Produkt beschissen wurde, sondern auch mit den Firmen, deren Anteile plötzlich auf Rekordwerte stiegen.
    Gleiches in Grün gilt für aufstrebende Biotechfirmen, auch wenn natürlich die Idee dahinter schon ist, einen passenden Impfstoff zu liefern.

    Die Liste kann man beliebig fortsetzen. Im Prinzip agiert dabei die Wirtschaft nicht anders, als ein Clan, nur eben legal.

    Da trifft es sich doch gut, wenn man im Vorfeld schon passende Infos hat und steigt eben bei Firma XY ein. Das Schöne ist, dass solche Transaktionen nie sonderlich geheim bleiben können und man kann sich sehr gut anschauen, wer wo und ab wann mit dabei war.
    Wenn Du hörst, dass VW 30.000 Stellen abbaut, dann passiert was? Die Aktien gehen nach oben. Während die andern sich verzweifelt neue Jobs suchen, hast Du schon Dein Geschäft gemacht, da die anderen erst viel später davon erfahren haben.

    Der Herr Kekulé (und ich glaube auch der Streeck) hat m. E. schon letztes Jahr verlauten lassen, dass es keine sterile Immunität geben wird. Link reiche ich nach.
    Lt. internationaler Presse war das andernorts schon länger bekannt, siehe auch wieder Neuseeland und Australien, weswegen die so drakonische Maßnahmen beschlossen haben.

    Wenn man sich so alberne Doktorserien (Regenesis, 2005) ansieht, so waren mRNA und PCR schon damals alles andere als innovativ und wurden (zumindest in Kanada) schon routinemäßig als Techniken genutzt.

    Wenn man das künstlich aufbauschen kann und dazu noch Preise verleihen kann, dann passiert was? Der Wert der Unternehmen steigt.

    Wenn man das vorher weiß kann man was machen? Genau billig einkaufen und teuer verkaufen. Als hätte man in Berlin Anfang der 90er eine Wohnung günstig gekauft und würde sie heute verkaufen.

    In Gibraltar gibt es übrigens eine Impfquote von fast 100 %.

    https://ourworldindata.org/covid-vaccinations?country=GIB

    Trotzdem is das Resultat eher ernüchternd:

    https://www.rnd.de/gesundheit/corona-gibraltar-hohe-impfquote-viele-infektionen-und-trotzdem-zeigt-es-dass-die-impfung-wirkt-ITISAMGDHNFETNVTWZ3JAQRPVI.html

    Vergleichen lässt sich das natürlich noch nicht so gut.

    Die Mähr von der sterilen Immunität ist damit jedoch endgültig vom Tisch, es sei denn, es ginge tatsächlich noch eine Wunderimpfe an den Start.
    Bisher ging es bei den Sera aber immer nur um die Technik, wie die Zellen penetriert werden, jedoch weniger um den Inhalt.
    Daher ist es auch Blödsinn, auf Totimpfstoffe warten zu wollen.

    Persönlich habe ich mich impfen lassen, aber nicht weil ich davon überzeugt wäre (genauso wenig, wie bei der Grippeschutzimpfung, die ich nie mitmachte), sondern weil ich meinen Passierschein A38 wollte und mir das gute Geteste leider nicht mehr leisten kann. Vielen Dank, lieber fürsorglicher Staat!

  3. Aber noch scheint es doch immerhin so zu sein, dass diese viele Menschen vor einem scheußlichen Tod bewahren. Oder nicht?

    Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wir werden es ja jetzt auf den Intensivstationen sehen.
    Eine Impfung, die keine sterile Immunität zeitigt, ist für mich aber keine Impfe, sondern eine Prophylaxe, wie z. B. Lariam (gegen Malaria).
    Kann man machen, aber dazu gehört dann immer noch das Testen.

    Ich frage mich nur, wo wir heute stünden, gäbe es die Impfstoffe noch nicht.

    Wo stünden wir heute, hätte es die deutsche Einheit nicht gegeben? 😉

  4. Wie geschrieben, habe ich mich auch nur dem Druck gebeugt. Ich hätte schon erwartet, dass man das Testen beibehalten kann und das auch Entwicklungskapazitäten dahingehend eingeplant sind. So kann man sich halt täuschen!

    Ich wollte das Virus nicht mit Malaria vergleichen, sondern den Charakter der Impfung herausstellen. Vielleicht hätte ich besser eine Dentalprophylaxe genutzt.

    Es ist ein Tropfen auf dem heißen Stein.

    Dass wir uns darüber wundern, dass unsere ach so tollen Datenschutzgesetze auch negative Auswirkungen haben, wundert mich übrigens.

    Mich nicht. Ich hatte dagegen auch schon protestiert. Genau, wie gegen TTIP damals.
    Ein Recht der reichen Verlage, die früher ohne Not jeden Content freiwillig Google News abgetreten haben.

    Newstral.com bildet halt nach 20 Jahren immer noch einen ganz guten Überblick ab.
    Wenn man was über Deutschland erfahren will, so schaut man am Besten mal, was die Gazetten im Ausland so schreiben.

  5. Beispiele für sterile Immunität liefern z. B. die Sera gegen Masern oder Röteln. Diese sind zwar auch nicht 100 %ig, aber haben die Krankheiten nahezu ausgerottet. Das passiert mit Corona halt so wenig, wie mit Grippe.

  6. Moin Horst,

    ich glaube, hier kommt alles Schlechte zusammen, was unser Land bieten kann.

    Politisches Versagen: Die Leugnung von wissenschaftlichen Fakten ist geradezu unglaublich. Wie Du schön geschrieben hast, alle seriösen Wissenschaftler haben vor genau der Situation gewarnt, die jetzt eingetreten ist. Die Politik war aber mit Wahlkampf und Grabenkämpfen beschäftigt. Aktuell sehe ich wirklich keine Partei, keine einzige, denen ich ein konsquentes Vorgehen in Sachen Pandemie zutrauen würde. Und wenn ich dann lese, dass namhafte Politiker von der aktuellen Situation überrascht sind, komme ich aus dem Staunen nicht mehr heraus.

    Die Medien: Klar, Bild ist komplett verloren und eigentlich kein Wort wert, zumindest nicht mehr, als Du schon oben geschrieben hast. Aber auch unsere weitere Medienlandschaft hat ihren Anteil an der Situation. Selbst in den seriösesten Medien herrscht zu oft Clickbait, statt nüchterner Aufklärung. Und wenn man einen Wissenschaftsleugner nach dem anderen in Talkshows setzt, ihn dort seine wirren Reden verbreiten lässt ohne mindestens 3 seriöse Wissenschaftler als Gegenpol dabei zu haben, dann entsteht halt dieses False Balancing. Unterm Strich machen unsere Medien, in ganz großen Teilen, aktuell keinen guten Job.

    Bevölkerung: Es sind ja nicht nur die Querdenker. Ich denke, auf diese Hardcore-Schiene fahren nur wenige Menschen im Land. Schlimmer sind die, die aus purem Trotz nicht zur Impfung gehen. „Ich lasse mich nicht impfen, weil alle das wollen“. Sorry, das könnte auch ein kleines Kind in der Quengelgasse im Supermarkt sein. Andererseits sieht man immer Beispiele, wo Menschen sich doch impfen lassen, wenn niederschwellige Angebote mit Aufklärung in die Stadtteile oder Bezirke fahren. Hier müsste viel mehr gemacht werden.

    Mir tun am Ende die Menschen in den medizinischen Berufen leid. Ich habe davon einige im privaten Umfeld. Um es kurz zu sagen, die sind am Ende. Zwei haben die Brocken schon geworfen. Nur kommt das bei den Menschen irgendwie nicht an, was sie mit ihrem Verhalten im Land auslösen.

    LG Thomas

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