Chris Rea ist tot – und ich merke, dass mich das mehr trifft, als ich es erwartet hätte. Nicht wie ein Schock, eher wie ein stiller Verlust: Wieder ist eine Stimme, die irgendwie »immer da« war, plötzlich weg.

Driving Home
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In den 1980er-Jahren waren meine Frau und ich auf zwei Konzerten innerhalb einer Woche. Das macht man nicht aus Zufall. Das war echtes Fantum – dieses Gefühl, dass da jemand auf der Bühne steht, der einen erreicht, ohne sich aufzudrängen. Chris Rea konnte genau das: unaufgeregt, nahbar, mit dieser rauen Stimme und dem bluesigen Gitarrenton, der sofort eine Stimmung baut.

Was ich an ihm immer mochte: Er war kein Glitzerstar. Er wirkte eher wie jemand, der das Leben kennt. Und das passte auch zu dem, was später über ihn bekannt wurde: die schwere Erkrankung, die großen Eingriffe, die lange Zeit der Einschränkungen. Er hat sich davon nicht zur Pose machen lassen. Er hat weiter Musik gemacht – vielleicht weniger »für den Markt«, mehr aus innerer Notwendigkeit.

Heute bleibt vor allem Dankbarkeit. Für die Songs, die er uns so viele Jahre geschenkt hat. Für die zwei Abende damals, die sich eingebrannt haben. Und für das Gefühl, dass Musik nicht laut sein muss, um Menschen zu erreichen und zu begeistern.

Mach’s gut, gute Fahrt, Chris Rea.


Horst Schulte

Herausgeber, Blogger, Amateurfotograf

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Ich bin jetzt 72 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt (aus Liebe) auf dem Land.

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6 Gedanken zu „Chris Rea ist heute gestorben“

  1. Das hatte ich auch erfahren.
    Am nachhaltigsten in 2025 traf mich der Tod von Robert Redford.

    Heute wurde auch der Tod von Arnulf Rainer gemeldet, einem Künstler, der mich schon vor mindestens 30 Jahren interessierte.
    Fast jeden Monat entstehen solche Verluste : Leute von internationalem Rang, die plötzlich nicht mehr da sind.

    • @Horst Schulte: Mich traf auch Udo Kier. Das war ein famoser und wahnsinnig interessanter Mensch. Den hätte ich gerne mal getroffen.

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