Vaterlandsliebe und Vaterlandsverräter

Zie­mi­ak (CDU) will Habeck (Grü­ne) kein Regie­rungs­amt geben, weil die­ser ein pro­ble­ma­ti­sches Ver­hält­nis zum Begriff #Vater­lands­lie­be hät­te. Das gegen­sei­ti­ge Ver­trau­en scheint also durch­aus ausbaufähig.


   2 Kommentare 2 Min. Lesezeit

Über­le­gen wir mal kurz, wie koali­ti­ons­tech­nisch die poli­ti­schen Optio­nen der nähe­ren Zukunft für die Uni­on aus­se­hen. Man muss kein Pro­phet sein, der nächs­te Koali­ti­ons­part­ner wird nicht SPD hei­ßen. Die Grü­nen sind dran! Ande­re Alter­na­ti­ven sind kaum denkbar.

Was ist dem blas­sen und in sei­ner Par­tei nicht mehr ganz so hoch­an­ge­se­he­nen CDU-Gene­ral­se­kre­tär von AKK’s Gna­den nur ein­ge­fal­len, einen von der AfD und ihren Anhän­gern stän­dig wie­der­hol­ten Vor­wurf gegen Robert Habeck zu übernehmen? 

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Bei Twit­ter tren­det der­zeit #Vater­lands­lie­be und #nie­wie­der­CDU. Die übli­chen Aus­wüch­se, sowohl bei Anti­fa – Anhän­gern als auch auf der Sei­te der Deutsch­tüm­ler waren unaus­weich­lich. Dabei sind die Voka­beln Patrio­tis­mus oder gar Natio­na­lis­mus nicht ein­mal gefallen.

Den Spruch hät­te @paulZiemiak bes­ser ste­cken las­sen. Habeck hat­te sich mal in einem Buch deutsch­land­kri­tisch geäu­ßert. Ganz so, wie die Leu­te von der @afd es auch stän­dig tun, zieht er – Zie­mi­ak – die­ses Bei­spiel aus dem Hut, um den poli­ti­schen Geg­ner und Koali­ti­ons­part­ner der Zukunft vor den Kof­fer zu schei­ßen. Er spricht Robert Habeck ab, Regie­rungs­ver­ant­wor­tung für unser Land tra­gen zu kön­nen. Dem Mann also, dem vie­le inzwi­schen längst Kanz­ler zutrau­en wür­den. Wie dumm muss man eigent­lich sein?

Die Jun­ge Uni­on und ihr Jung­chef Til­man Kuban ste­hen der Wer­te­uni­on viel­leicht näher als der aktu­el­len CDU – Füh­rung. Der Applaus für AKK oder Jens Spahn hat sich beim «Deutsch­land­tag» der Jun­gen Uni­on in engen Gren­zen gehal­ten haben, wie berich­tet wur­de. Dafür wur­de der Kan­di­dat der Wer­te­uni­on, Fried­rich Merz, ein­mal mehr hochgejazzt.

Viel­leicht will Kuban die Urwahl für die Uni­on zur Bestim­mung des Kanz­ler­kan­di­da­ten, nicht nur, weil er AKK so los­wer­den könn­te, son­dern auch, weil er den weit­rei­chen­den Ein­fluss der Wer­te­uni­on kennt und die Chan­cen für einen wie Fried­rich Merz expo­nen­zi­ell stei­gen wür­den. Eine Anlei­he bei den Demo­kra­tie­sie­rungs­be­mü­hun­gen der SPD wird sein Antrieb eher nicht sein. Er will AKK basis­de­mo­kra­tisch als Kanz­ler­kan­di­da­tin ausschließen.

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Horst Schulte
Artikelautor: Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 67 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo.

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2 Gedanken zu „Vaterlandsliebe und Vaterlandsverräter“

  1. Der Uni­on bleibt wohl nicht all­zu­viel übrig. Zu ernst­haf­ter kli­ma­schon­den­der Poli­tik ist sie nicht gewillt. Es gibt abso­lut kei­nen Umdenk­pro­zess, es gibt nur «wei­ter so». Kom­pro­miss­los Wirt­schafts­in­ter­es­sen dienst­bar. Die Grü­nen sind poli­tisch wie öko­no­misch des Teu­fels.

    Die Jun­gen in der CDU (du nennst ja ein paar) haben die Zei­chen der CDU-Zeit erkannt: man muss sich schon mit­tel­fris­tig für die AFD auf­hüb­schen, um mit rechts­kon­ser­va­ti­ven Bünd­nis­sen (bei Bedarf zusätz­lich mit der FDP) den Macht­er­halt gewähr­leis­ten zu können.

    Bei jun­gen Wäh­lern ist die Uni­on längst „unten durch”, wel­cher jun­ge Mensch inter­es­siert sich für eine Par­tei, deren Füh­rungs­per­so­nal samt und son­ders – welt­an­schau­lich und vom poli­ti­schen Hori­zont her – in den 60er Jah­ren ste­cken­ge­blie­ben ist.

    Selbst ich „alter Sack” ™ kann nur den Kopf schüt­teln, wenn ich zu der Erkennt­nis gelan­gen muss, dass die CDU-Vor­sit­zen­de und desi­gnier­te Kanz­ler­kan­di­da­tin (oder auch nicht mehr…) min­des­tens 50 Jah­re älter als ich sein muss, so von Vor­ges­tern, wie sie ist. Und ich glau­be fast, Zie­mi­ak und Amt­hor (u.a.m) könn­ten glatt mei­ne Groß­vä­ter sein, so alt sind die geis­tig schon… es ist erschre­ckend. Ein Gru­sel­ka­bi­nett ohne Ver­gleich… Vaterlandszombies.

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  2. Kom­pro­miss­los Wirt­schafts­in­ter­es­sen dienstbar.

    Aber sowas von 🙂 

    Ich hof­fe doch, dass der Schul­ter­schluss der Kon­ser­va­ti­ven (CDU/CSU/FDP) mit der AfD unter­blei­ben wird und zwar dau­er­haft. Aber sicher kann man ange­sichts der sich ver­än­dern­den Land­schaft (SPD) wohl kaum sein. Ob den «Jun­gen» tat­säch­lich die Moder­ni­tät fehlt, wie du schreibt? Ich kanns nicht wirk­lich sagen. Ich fin­de es nicht so schlimm, was Amt­hor so sagt. Gut, die Anzü­ge gefal­len mir jetzt nicht so. Aber nicht jeder muss sich ja «auf­füh­ren» wie Rezo. 

    Was rechts der Mit­te pas­siert, inter­es­siert mich per­sön­lich nur inso­fern, als ich die Gefähr­dung der Demo­kra­tie durch man­che Ten­den­zen und vor allem durch Unter­las­sen vor Augen habe. Und das nicht mal nur durch den Rechts­rutsch im Land. Der wie­der­um scheint aller­dings inter­na­tio­nal statt­zu­fin­den. Aber die lin­ken Kräf­te im Land über­zeu­gen mich auch nicht. Es feh­len Per­sön­lich­kei­ten, denen ich wenigs­tens etwas von dem abneh­men kann, was sie uns erzäh­len. Es muss die­se Men­schen geben. Aber sie suchen nicht mehr den Weg in die Poli­tik. Das sind kei­ne guten Zeichen.

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