Gesellschaft   ·  2 Min.

Reflexe können ganz schön anstrengend sein

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Wenn Ausländer ein Verbrechen verüben, löst das einen Reflex aus, der stärker zu sein scheint als bei inländischen Tätern. Ist das Rassismus?

Bei bestimmten Verbrechen, gucke ich nach – notfalls recherchiere ich – welcher Herkunft der oder die Täter waren. „Enttäuscht“ wurde ich nie. Bestimmte Blogs und Tweet-Accounts haben es sich zur Aufgabe gemacht, jedes Verbrechen von Migranten ins Gedächtnis der Gesellschaft zu twittern oder zu facebooken.

So fördert diese Leute Vorurteile gegenüber Menschen, die uns fremd sind. Gegen Migranten.

Ralph Giardano hat mich diesbezüglich einmal beruhigt. Er sagte mal in einem Interview, das er im hohen Alter gegeben hat, dass ihm das Gefühl nicht ganz fremd sei.

Er erzählte davon, dass er abends zu Fuß in Köln unterwegs gewesen sei und ihm ein paar Männer mit dunkler Hautfarbe entgegen gekommen wären. Es wäre ihm mulmig geworden, weshalb er die Straßenseite gewechselt habe. So habe ich die Geschichte in Erinnerung.

Wahrscheinlich versteht jeder, was er meinte und jeder kennt dieses ambivalente Gefühl, das auch verspätet ein schlechtes Gewissen verursachen kann.

Mich erwischt ständig ein Reflex, den ich manchmal mehr, manchmal weniger beherrsche.

Rechte haben die gewiss auch. Aber sie scheinen sich keine Gedanken darüber zu machen. Dafür greifen sie sofort nach der Tastatur und schreiben unverzüglich darüber, welche Auswirkungen die Taten der Männer mit dunkler Hautfarbe haben. Die dunkle Hautfarbe kann variiert werden mit Herkunft, Religion oder kulturellem Hintergrund dieser Männer. Von Jungs, Jugendlichen ist da nie die Rede. Auch nicht von Kindern oder gar von Frauen oder alten Leuten. Immer sind es diese Männer, die nicht in unseren Kulturkreis passen.

Die Statistik belegt ja, dass es viele junge Männer waren, die seit 2015 zu uns nach Deutschland gekommen sind. Die machen die Probleme, die uns Soziologen und andere Fachleute nachvollziehbar erklären können. Aber wer möchte schon erklärt kriegen, weshalb ein Dutzend junger Männer ein 18jähriges Mädchen vergewaltigen? Dafür hat keiner Verständnis. Solche Verbrechen sind so abscheulich, dass man sie sich nicht einmal ausdenken kann. Aber sie passieren. Der Prozess läuft und die Tatsache an sich wird von den Rechten nun ein weiteres Mal für ihre Zwecke ausgeschlachtet.









Artikelautor: Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

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