Satire in Deutschland: Die Positionen von oben wiederholend und Stimmung gegen Andersdenkende machen

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Wenn in Deutschland schon Satire-Sendungen von Links-Grün als Mittel der Indoktrination missbraucht werden, stimmt etwas nicht.

Ich weiß gerade nicht, wie lange ich die „Heute Show“ schon nicht mehr sehe. Meine Gründe habe ich hier mehrfach dargelegt und mich über die links-grüne Einseitigkeit dieser sogenannten Satire-Show beklagt.

Jetzt lese ich, dass eine der Kabarettistinnen, die ich früher dort regelmäßig gesehen habe, aus ganz ähnlichen Gründen das Handtuch geworfen hat. Christine Prayon macht nicht mehr mit bei der „Heute Show“.

Ich habe mit der Art, wie die großen gesellschaftlich prägenden Themen seit Corona behandelt werden, zunehmend Bauchschmerzen bekommen. Ich habe auch mit den Verantwortlichen dort geredet und betont, dass ich mich nicht daran beteiligen will, Andersdenkende der Lächerlichkeit preiszugeben. Satire darf sich nicht daran beteiligen, den Diskurs zu verengen. Und jetzt findet genau dies wieder statt beim Krieg in der Ukraine. Da werden Narrative und Positionen von Gruppen, die gesellschaftlich in der Hierarchie weit oben stehen, unablässig wiederholt und gleichzeitig wird Stimmung gegen Andersdenkende gemacht. Das hat nach meinem Dafürhalten nichts mehr mit Satire zu tun.

Quelle: Kontextwochenzeitung

Es passt zu meinem Bild der ZDF-Satire-Sendung, dass Frau Prayon auch „Die Anstalt“ (ARD) und Böhmermanns als links-grüne Volksbildungswerke in ihre kritische Sicht einbezieht.

Ich sehe es nicht anders. Den häufig wiederholten Vorwurf gewisser Medien, dass die Sendung einseitig und unlustig sei und obendrein den Diskurs verenge, muss ich unterstützen. Mir ist diese Veränderung vor längerer Zeit schmerzlich aufgefallen und ganz offensichtlich schlug sich diese Veränderung auch im Team der „Heute Show“ nieder. Schade, dass es nur ein Teammitglied so empfunden hat. Aber wer weiß? Jeder kann sich einen solchen Rückzug vielleicht nicht leisten.

Frau Prayon ist offenbar überrascht davon, welche Wellen ihr Interview in den asozialen Medien geschlagen hat. Na, sie kennt sich mit dem, was dort abgeht, offenbar nicht aus. Nun wird ihr von Rechts applaudiert (was ich echt scheiße finde) und Links-Grün reagiert ebenfalls, wie es in unserer schönen Neuen Welt zu erwarten war.

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7 Gedanken zu „Satire in Deutschland: Die Positionen von oben wiederholend und Stimmung gegen Andersdenkende machen“

  1. Das hat wohl weniger was mit linksgrün zu tun. Corona begann unter Merkel & Spahn.
    Aber schon davor gab es schon eindeutige Regierungspropaganda, nur eben nicht in der Masse.

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  2. Ich sehe das vor allem als Bestätigung für meine Haltung gegenüber diesen sogenannten Satireshows oder dem, was heutzutage unter Kabarett läuft.
    Dass sie ihre Schlüsse konkret für den Zeitraum seit Corona zieht, ist für mein Meinungsbild nicht entscheidend. Ich nehme ihre Haltung als Beleg dafür, dass es in diesem Land viele andere Menschen gibt, die diese Dinge ähnlich kritisch sehen wie ich.

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  3. Es gibt doch auch Nuhr im Ersten, Lisa Eckhart , und Uwe Steimle tourt durch Ostdeutschland („Wir leben in einem besetzen Land. Im „Grünen Reich“ der „Anakonda Baerbock“. „).
    Wenn die jeweilige Richtung nicht gefällt, muss man es ja nicht mitschauen!

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  4. Politisches Kabarett hat die Aufgabe, den Herrschenden auf die Finger zu hauen, das haben viele Kabarettisten heute offensichtlich vergessen.

    Stattdessen treten einige nach unten und hofieren die Regierung. Dieter Hildebrandt rotiert sicher schon länger im Grab ob dieser Entwicklung. Allerdings liefert wenigstens eine Politikerin verlässlich in regelmäßigen Abständen Beiträge zur Realsatire.

    https://youtu.be/SoXpGcAcz_g

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  5. Genau so sehe ich das auch. Dass ständig von Rechten darüber geredet und geklagt wird, heißt eben nicht, dass die Kritik an diesen Programmen unbegründet wäre. Linkes Kabarett hat es immer gegeben. Nur unkritisch gegenüber den Regierenden war es eigentlich nie – soweit ich mich erinnern kann. Heute ist es anders und das sollte unbedingt kritisiert werden. Stattdessen muss man sich anhören, dass man sich einen Steimle antuen soll. Damit – finde ich – ist eigentlich alles gesagt.

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