Gewalt an der Schule – spielt Migration eigentlich keine Rolle?

Die Gewalt an Schulen nimmt von Jahr zu Jahr zu. Auch dabei schaut der Staat hilflos zu.

Autor: Horst Schulte

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Die Gewalt an Schulen hat rapide zugenommen. Wieder zugenommen, denn es gibt eine Entwicklung, die ungebrochen negativ ist. Statistiker zählen vermehrte Vorkommen von Messerstechereien bzw. dem grundsätzlichen Einsatz von Messern. Sicher, es gibt Präventionsmaßnahmen und Sozialarbeiter. Aber zu wenig.

Respekt vor Lehrerin und Lehrer? Muaaah.

Damals gabs an unseren Schulen nur Lehrerinnen und Lehrer. Sozialarbeiter oder Sozialpädagogen kannten wir nicht. Dafür gabs Respekt vor dem Lehrkörper. Gut, wer will davon noch was wissen. Olle Kamellen. Und früher ™ war eben auch nicht alles besser.

Für mehr Sicherheit stellen die Länder das Geld nicht bereit. So viel ist klar. Nicht mal für ausreichend Lehrkräfte reicht es. Leider spielt dabei das Geld nicht mal die größte Rolle. Es gibt einfach zu wenige, die noch bereit sind, sich dem Stress des Schulalltags unter diesen Voraussetzungen auszusetzen. Bei YouTube gibts eine Menge Videos, in denen ehemalige Lehrerinnen und Lehrer erklären, weshalb sie ihren Beruf aufgegeben und sich etwas anderes gesucht haben.

Gewalt von Kindern

Apropos Statistik: Mich würde interessieren, von welchen Schülern diese Gewalt hauptsächlich ausgeht. Es wird immer betont, dass die zugenommene Aggressivität über alle gesellschaftlichen Gruppen und sozialen Herkünfte festzustellen ist. Andererseits wird aber auch gesagt, dass Kinder aus sozial benachteiligten und bildungsfernen Schichten eher zu aggressivem Verhalten neigen als andere. Dies sollte unbedingt vertieft werden. Ich glaube, es gibt bisher keine Studien über die Ursachen der zunehmenden Gewalt an Schulen. Das ist schlimm, aber wohl inzwischen typisch für Deutschland. (Ich erinnere an Corona und an bis heute fehlende Studien).

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Gewalt von Minderjährigen

Sind es Kinder und Jugendliche aus migrantischem Umfeld, denen innerhalb ihrer Familien Gewalt vorgelebt wird? Leider geben die Berichte (die ich gefunden habe) über solche Sachverhalte keinerlei Aufschluss. Wenn man die Herkunft von Mördern und Vergewaltigern schon nicht veröffentlicht, wird das bei solchen problematischen Fragen erst recht verschwiegen. Na, helfen würden solche Erkenntnis auf den ersten Blick nicht. Vielleicht aber auf den zweiten?

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Kampf im Klassenzimmer

Dabei hat sich die Entwicklung hin zu mehr Gewalt in unseren Schulen schon seit Jahren abgezeichnet. Darüber, wie Kinder und Jugendliche mit migrantischer Herkunft sich manchmal auch mit Blick auf ihre islamische Religion verhalten, gab es ein Video, das sogar einmal im öffentlich-rechtlichen Fernsehen lief. Ich finde es nicht mehr.

Was bringen Erkenntnisse über die Ursachen und Hintergründe?

Was bringen uns derlei Erkenntnisse, wenn ein großer Teil dieser Gesellschaft das nicht hören will?

Gestern wurde das Thema der stark zugenommenen Gewalt an Schulen im WDR-Fernsehen thematisiert. Es wurde ein Beitrag aus einer Düsseldorfer Grundschule gezeigt. In der wohlhabenden Stadt Düsseldorf werden solche Probleme sicher selten vorkommen. Da gäbe es andere, schlechtere Beispiele.

Aber der WDR wählt die Reportageorte offenbar mit Bedacht aus. Mir fiel auf, dass in der dort gezeigten Klasse offenbar nicht ein Kind mit migrantischem Hintergrund war (Racial Profiling). Wie sinnvoll war die Wahl dieser Location, wenn man bedenkt, dass es an vielen Brennpunktschulen heutzutage über 90 % Kinder mit Migrationshintergrund gibt. Kein Wort in diesem Zusammenhang.

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Gewalt an der Schule

Spielt ein hoher Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund bei dieser Frage eine Rolle oder nicht? So etwas interessiert in Deutschland aus Gründen keinen. Und ja, was brächte es schon, würde dies in unseren öffentlich-rechtlichen Medien thematisiert? Wir lassen ja doch alles schön weiterlaufen und kriegen uns auf der anderen Seite (AfD) nicht mehr ein, weil immer mehr Migranten kommen, denen Deutschland hilft – die jedoch für unseren Arbeitsmarkt ungeeignet sind.

Quelle Featured-Image: HorstSchulte.com
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5 Gedanken zu „Gewalt an der Schule – spielt Migration eigentlich keine Rolle?“

  1. Das dürfte regional recht unterschiedlich ausfallen. Zu meiner Zeit waren nur wenige nicht aggressiv und das unabhängig vom Migrationshintergrund. Allerdings gab es auch einen Haufen verfeindeter Jugendcliquen, wie ich hier ja schon an anderer Stelle schilderte. Das der Tod nur heute billigend inkauf genommen wird halte ich auch für beher fragwürdig. Allerdings spielte sich die extreme Gewalt eher selten in der eigenen Klasse respektive direkt auf dem Schulhof ab. Damals war allerdings auch (Oberstufe und AG ausgenommen) schon um 13 h Schluss.

    Dafür könnte es aber schon vorkommen, dass Dir Leute vor oder nach Schulbeginn aufgelauert haben. Das könnte übel werden.

    Heute hast Du einfach das Problem, dass Du viele gestörte Kinder zusammen hast. Von Systemsprengern (es gibt einen tollen Film dazu, findest Du ggf. auch in der Mediathek, da Förderprogramm) über Psychopathen bishin zu Kriegsveteranen hast Du alles dabei. Das ist aber auch der narzisstischen Gesellschaft geschuldet. Du kannst ja mal schauen, was aus Kindern wird, für die sich die Eltern kaum interessieren.

    Das mit den Sozialarbeitern finde ich gar nicht schlecht. Das könnte ggf. ausgeweitet werden. Man müsste ggf noch interessierte Eltern ins Boot holen für diverse Schulprojekte. Aber grundsätzlich kann Schule nicht das aufholen, was die Eltern nicht zu leisten bereit sind, es sei denn, es finden sich andere Bezugspersonen .

    Und ja das in bestimmten Bezirken es einem so vorkommt, dass nur eine Gruppe die Schlimmen bilden,ist dem Bezirk geschuldet. Rein theoretisch hätte man der Ghettobildung entgegen wirken müssen. Mitunter so radikal, wie das China mit seinen Problembezirken machte. Nur ist das mit Demokratie kaum zu vereinbaren.

  2. Den Film „Systemspenger“ kenne ich. Toll. Die Hauptrolle war fantastisch besetzt. Bestimmt ist es so, dass es eine Menge Einfluss hat, was im Elternhaus läuft. Dass die sich oft nicht um ihre Kinder kümmern (das war während meiner Kindheit noch ganz anderes) ist wahr. Wahrscheinlich ist ihnen die Erziehung zu anstrengend, weshalb sie diesen Part der Schule (Kita) überantworten. Dass klappt leider nicht so gut. Manchmal auch gar nicht. Wenn wir die Balance nicht finden (in anderen Ländern geht das wohl besser), wird das immer schlimmer werden. Wir hören zwar immer die großen Worte Toleranz, Respekt, Würde, wenn es aber um die Realität geht, sieht alles total anders aus. Zu oft jedenfalls. Und darin liegt ein Grund für die zunehmende Gewalt an den Schulen. Dass Grundschüler in so einer grausamen und brutalen Art miteinander umgehen, krieg ich nicht in den Kopf.

  3. Auch das war schon früher. der Fall. Ein Safe Space war die Schule nie. Habe mir mal den Clickbaiter vom Spiegel gegeben. Schlimm. Sie setzen sigar auf Amimethoden in den Schulen und wundern sich über amerikanische Zustände? Das ist doch nur der Anfang.. Die Empirie weiß, dass eine Gemeinschaft bis zu 150 Leuten funktionieren kann. Anstelle danach zu organisieren, macht man das Gegenteil. Je mehr Leute desto besser. Dazu eine narzisstische Gesellschaft. Da ist es eher. verwunderlich, dass nicht viel mehr passiert.

    Aber: Waffen und Co. waren in den 80ern auch sehr angesagt. Butterfly, Schlagring, Tschako,. Das alles könnte man in fast jeder Klasse finden . Allerdings noch nicht in der Grundschule.

  4. Es sind interessante Denkansätze, auf die ich nicht gekommen bin. Welche Methoden stammen denn von den Amis? Meinst du die Sozialarbeiter und Psychologen, die in Schulen eingesetzt werden oder beziehst du dich nur auf die hohe Zahl von Schülern je Klasse/Schule?

    Wenn Gruppen von muslimische Migranten u.a. mit religiösen Motiven andersgläubige ausgrenzen und bedrohen, ist das für mich ein Faktum, an das sich leider keiner heranwagt. Es gibt Hinweise, die einfach ignoriert werden.

  5. So ziemlich alles davon. Sie haben für die Schule keine eigenen Konzepte, also schauen sie, was die Amis so machen.

    Und das Ding andersgläubige auszugrenzen gab es damals auch schon.

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