Als am Sonntagabend die Herrschaft von Viktor Orbán nach 16 Jahren endete, widmete er seinen Anhängern keine zwei Minuten. Starr wirkte er, schnaubte, konnte seinen Zorn kaum verbergen, als er im Budapester Fidesz-Hauptquartier ans Rednerpult trat. Zu sagen hatte er nicht viel. Man müsse sehen, was die neue Regierung bringe, und: »Wir werden nie aufgeben, nie, nie, nie.« Dann war er weg. Auf den Straßen der Hauptstadt feierten Hunderttausende bis spät in der Nacht seinen Abgang.
Spiegel ($)
Ich hatte allerdings einen Ausschnitt aus einer Stellungnahme Orbans im TV gesehen, der überraschend gefasst und in der Wortwahl moderat und anständig klang. Aber der Spiegel hat etwas entdeckt, was besser ins Narrativ vom pösen Mann passt. Nein, ich habe keinerlei Sympathien für Orban.
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