Die Freude ? beim Abnehmen

Hier finden Sie eher selten was übers Abnehmen. Glauben Sie mir: ich weiß, was das für eine Quälerei ist. Und denen, die immer behaupten, man könne es auch ganz ohne hinkriegen, glaube ich nicht!

Kurz vor Fastnacht war ich soweit, dass der Leidensdruck ausreichte, um nach den drei bisherigen „Diäten“ doch noch mal einen Versuch zu wagen. Der legendäre Jojo-Effekt ist ja allen Bedauernswerten nur zu gut bekannt. Er hat bei mir bisher immer die Oberhand behalten. Ich habe kapituliert und jeder neue Versuch war umso härter.

Seit 10 Jahren schleppe ich dieses (gewaltige) Übergewicht mit mir herum. Jetzt bin ich über 60 und leichter wird das Abnehmen wohl nicht. Und darauf warten, dass ich krank werde und zwangsläufig abnehme, will ich natürlich auch nicht. Zu dem Zeitpunkt, als ich die Mordswanderung gemacht habe über die ich kürzlich geschrieben habe, befand ich mich auch schon in dieser Gewichtsklasse.

Heute kann ich stolz melden, dass 8 kg runter sind. Mein Ziel ist damit noch längst nicht erreicht. Aber ich verrate hier weder über das Ausgangs- noch über das Zielgewicht eine Silbe. Ich hoffe, Sie sehen mir das nach. 🙂

Zwischendurch stellte ich fest, dass meine Lieblingshosen mir wieder passten und dieses Gefühl des Eingeschnürtseins sich verflüchtigt hatte. Allein das hat mir zusätzlich Motivation gegeben.

Ich habe Bücher übers Abnehmen gelesen und manch spannenden Artikel – auch bei Bekannten in anderen Blogs. So inspirierend sie waren, ich wusste aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen aus früheren Jahren, dass selbst dieses elend brutale Projekt klappen kann, wenn man es nur richtig anfängt. Und wenn der Leidensdruck endlich hoch genug ist.

Vor ungefähr 2 – 3 Jahren habe ich mein Ziel mit Hilfe eines dieser scheinbar erfolgreichen Produkte zu erreichen versucht. Bei mir hat es nichts gebracht – außer noch mehr Frust. Nichts ging voran und der Verbesserung meiner Lebensqualität war es nicht zuträglich, auch wenn in der Werbung was anderes versprochen wird.

Auf die 8kg Gewichtsverlust möchte ich aufbauen. Ich habe vor, die Schose erstmal bis zum Herbst weiterzuführen. Dann hoffe ich, dass ich meinem Zielgewicht einen wesentlichen Schritt nähergekommen bin. Hoffentlich wird mir die Grillsaison keinen Strich durch die Rechnung machen! Wer so gern isst wie ich, der wird diese Sorge bestimmt nachvollziehen können.

Heute habe ich mit meiner Frau meinen Kleiderschrank durchstöbert. Ich fand, es sei mal an der Zeit, die ganzen Sakkos, die ich aus beruflichen Gründen gebraucht habe, zu entsorgen – oder jedenfalls einen Teil davon.

Gesagt, getan! Wir haben 8 Sakkos aussortiert und genauso viele wieder in den Schrank gehängt. Vielleicht sollte ich mich ja doch noch mal um einen Job bewerben. Passende Sakkos und Hosen habe ich schließlich in ausreichender Anzahl 🙂

Apropos Hosen. Ich habe alle 22 durchprobiert und war erstaunt, dass ich dabei nicht ins Schwitzen geraten bin. Normalerweise fange ich bei solchen Gelegenheiten nämlich schon damit an, wenn ich nur 3 Hosen im Geschäft anprobiert habe. Alle Hosen passen wieder. Manche sind jetzt schon etwas weit, andere dafür etwas eng. Aber tragen kann ich alle wieder. 7 Hosen haben wir aussortiert. Die Überschüsse kommen in die Kleidersammlung. Jetzt habe ich nicht nur Platz in Sakkos und Hosen, sondern davon auch genügend im Kleiderschrank.

Meine Frau hat mir noch zwei Lederjacken präsentiert, die ich bestimmt seit 10 Jahren nicht mehr getragen habe. Ich war ganz aus dem Häuschen, dass ich die problemlos schließen konnte. Die Presswurstoptik ist noch nicht so ganz verschwunden. Aber so kritisch soll man ja mit sich nicht umgehen.

Sie sehen, es geht voran. Und das, dachte ich mir, sollte ich ruhig mal aufschreiben. Hach, Frühling ist doch toll.









Artikelautor: Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

11 Gedanken zu „Die Freude ? beim Abnehmen“

  1. Hallo Hans,

    vielen Dank. Ja, es ist mehr als ich im Spiegel sehen kann 😉
    Es geht aber voran. Und das ist die gute Nachricht, die ich „teilen“ wollte.

    Ich werde noch ein paar Monate richtig dran arbeiten und dann gehe ich entspannter vor.

    LG Horst

  2. Hallo Horst,

    herzlichen Glückwunsch. 8 Kilo ist ganz schön viel Zeug.
    Als meine Frau und ich feststellten, dass ich eine Hosengröße kleiner tragen könne, war das schon ein tolles Gefühl. Vor allem, dass sie trotzdem bequem sitzt.

    Ich hoffe, dass du dein persönliches Wohlfühl-Wunschgewicht erreichst. Nirgendwo steht übrigens in Stein gemeißelt, dass man auf allen Genuss verzichten muss. 😉

    Also, viel Erfolg weiterhin und

    LG Hans

    Danke fürs Erwähnen

  3. Auch von mir Glückwunsch zu den 8 Kilo weniger und dem Update der Klamotten!
    Ja, im Frühling/Sommer ist es leichter – im Spätherbst wird es dann schwieriger, weil der Appetit sich verändert und „Herzhaftes“ verlangt.

    Im ersten Jahr meines Abnehmvorhabens (2015) hatte ich 13 Kilo von Mai bis November abgenommen – und fast alle bis zum Frühling wieder drauf!
    Das wollte ich 2016/17 natürlich NICHT wiederholen – und mit mehr Disziplin, mit Essen/Kalorien aufschreiben (mit schicker Tabelle, inkl. Wochendurchschnitt und Trend) hab ich es geschafft, bis heute die neuerlichen 13 Kilo Abnahme über den Winter (inkl. Spätwinterurlaub im Süden) ZU HALTEN. Mehr nicht, aber angesichts der Vorerfahrung bin ich trotzdem sehr froh!
    Und jetzt ist Frühling, die Gartensaison startet, das Abnehmen wird wieder leichter…
    Hey, wir schaffen das! 🙂

  4. Danke. 😎 Die Bewegung werde ich in den nächsten Woche intensivieren. Das wird bestimmt helfen, voranzukommen. In Sizilien (mit all dem guten Essen) abnehmen ist bestimmt eine Herausforderung, der ich mich gar nicht erst stellen möchte. Allein schon, weil ich so schrecklich gern Nudeln esse. Beilagen spare ich bewusst ein. Gestern habe ich aber gesündigt. Ein paar kleine Kartoffelspalten mit Rosemarin und ein kleines Stück Lammfilet. Dazu etwas Salat und das übliche Mineralwasser 🙂

    Noch bin ich voll motiviert. Morgen bin ich mit zwei ehemaligen Kollegen verabredet. Da soll es auch was zu essen geben. Spargel. Das ist immer gut. Den esse ich nämlich gern und soweit ich weiß, hat er wenig Kalorien. 😛

  5. „… finden Sie eher selten was…“ Auch wenn du jetzt ganz dünn bist – du darfst mich weiter duzen, grins. Ich, als der weitaus ältere erlaube es dir ausdrücklich.

  6. Danke, lieber Hugo. Mir kommts so vor, als mache sich das Siezen in unserer Altersklasse besser. Aber bei vielen „alten“ Kollegen klingt es vllt. albern? Ich hatte mir das versucht anzugewöhnen, als es hier fast gar keine Kommentare mehr gab. Im Moment ist das Gott sei Dank wieder etwas besser. Da fällt sowas wohl auch eher auf.

  7. Die Menge machts – gewiss. Aber ich bin halt auch bei Spargel maßvoll. Dein Gewicht werde ich wohl nicht erreichen. Aber so ehrgeizig bin ich ja nicht.

  8. Glückwunsch!

    Ich bin, glaube ich, Deines Alters.
    Von Dez 2015 bis September 2016 habe ich 28 kg abgenommen. Durch Konsequenz.
    Auf meinem Blog hatte ich was dazu geschrieben.
    Nach einem Jahr ging es nicht mehr weiter runter, auch weil ich grundsätzlich kein asketisches Leben führe.
    In den letzten 3 Monaten habe ich vielleicht wieder ein kg zugenommen. Die Waage zeigt etwa 27 Kg Minus.
    Was ich grundsätzlich mache: Viel Bewegung. Das ist immer drin.
    Keine Süssigkeiten (mit der Frau jetzt in deieser Phase mal ein Stück Kuchen).
    Ich trinke gerne Wein. Das wird aber durch Bewegung (Spazierengehen) kompensiert.

    Also im Grunde alles machbar.

  9. 27kg sind ein gigantisches Ergebnis. Ich will auf jeden Fall dranbleiben. Aber so schnell werde ich es nicht schaffen. Ich werde länger brauchen. Ich habe mal in 9 Monaten vor einigen Jahren ca. 30 Pfund abgenommen. Damals habe ich noch Tennis gespielt. Das ging gut. Wenn ich die Intensität meiner Bewegung verstärke, was ich im Frühling/Sommer hoffentlich hinkriege, werde ich wohl vorankommen.
    Halte dich wacker. Ein tolles Ergebnis mit einer Botschaft, die ich wohl gehört habe. Wenn ich noch ein paar Kilos runter habe werde ich mir ab und an auch mal ein Stückchen Kuchen oder ein Gläschen Wein gönnen.

  10. Es gibt natürlich auch eine Reihe an Bonbons, die das Dranbleiben erleichtert:
    1) Grössere Elastizität
    2) Komplimente
    3) Wenn Bewegung zur Freude wird – also Freudezugewinn.
    4) Klamottenkaufen macht mehr Spaß
    5) Umsonst will ich dieses konsequente Tun in 2016 nicht getan haben = Sturheit.
    6) Aussicht auf bessere Gesundheit – man wird nicht jünger

    Das wäre es wohl.
    Wie gesagt: Dranbleiben, sich nicht entmutigen lassen.

    Noch etwas: Das großflächige Abnehmen hinterlässt natürlich im Gesicht Spuren. Auch daher verzichtete ich darauf, die 30 kg Abnahme, die ich mal knapp erreicht hatte, noch zu toppen. Also ist eine mehr oder weniger moderate Abnahme das Beste.

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