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Die Freude ? beim Abnehmen


 • Letzte Änderung: 28. Jun. 2020  3 Min. 18 Views

Hier finden Sie eher selten was übers Abnehmen. Glauben Sie mir: ich weiß, was das für eine Quälerei ist. Und denen, die immer behaupten, man könne es auch ganz ohne hinkriegen, glaube ich nicht!

Kurz vor Fastnacht war ich soweit, dass der Leidensdruck ausreichte, um nach den drei bisherigen »Diäten« doch noch mal einen Versuch zu wagen. Der legendäre Jojo-Effekt ist ja allen Bedauernswerten nur zu gut bekannt. Er hat bei mir bisher immer die Oberhand behalten. Ich habe kapituliert und jeder neue Versuch war umso härter.

Seit 10 Jahren schleppe ich dieses (gewaltige) Übergewicht mit mir herum. Jetzt bin ich über 60 und leichter wird das Abnehmen wohl nicht. Und darauf warten, dass ich krank werde und zwangsläufig abnehme, will ich natürlich auch nicht. Zu dem Zeitpunkt, als ich die Mordswanderung gemacht habe über die ich kürzlich geschrieben habe, befand ich mich auch schon in dieser Gewichtsklasse.

Heute kann ich stolz melden, dass 8 kg runter sind. Mein Ziel ist damit noch längst nicht erreicht. Aber ich verrate hier weder über das Ausgangs- noch über das Zielgewicht eine Silbe. Ich hoffe, Sie sehen mir das nach. 🙂

Zwischendurch stellte ich fest, dass meine Lieblingshosen mir wieder passten und dieses Gefühl des Eingeschnürtseins sich verflüchtigt hatte. Allein das hat mir zusätzlich Motivation gegeben.

Ich habe Bücher übers Abnehmen gelesen und manch spannenden Artikel – auch bei Bekannten in anderen Blogs. So inspirierend sie waren, ich wusste aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen aus früheren Jahren, dass selbst dieses elend brutale Projekt klappen kann, wenn man es nur richtig anfängt. Und wenn der Leidensdruck endlich hoch genug ist.

Vor ungefähr 2 – 3 Jahren habe ich mein Ziel mit Hilfe eines dieser scheinbar erfolgreichen Produkte zu erreichen versucht. Bei mir hat es nichts gebracht – außer noch mehr Frust. Nichts ging voran und der Verbesserung meiner Lebensqualität war es nicht zuträglich, auch wenn in der Werbung was anderes versprochen wird.

Auf die 8kg Gewichtsverlust möchte ich aufbauen. Ich habe vor, die Schose erstmal bis zum Herbst weiterzuführen. Dann hoffe ich, dass ich meinem Zielgewicht einen wesentlichen Schritt nähergekommen bin. Hoffentlich wird mir die Grillsaison keinen Strich durch die Rechnung machen! Wer so gern isst wie ich, der wird diese Sorge bestimmt nachvollziehen können.

Heute habe ich mit meiner Frau meinen Kleiderschrank durchstöbert. Ich fand, es sei mal an der Zeit, die ganzen Sakkos, die ich aus beruflichen Gründen gebraucht habe, zu entsorgen – oder jedenfalls einen Teil davon.

Gesagt, getan! Wir haben 8 Sakkos aussortiert und genauso viele wieder in den Schrank gehängt. Vielleicht sollte ich mich ja doch noch mal um einen Job bewerben. Passende Sakkos und Hosen habe ich schließlich in ausreichender Anzahl 🙂

Apropos Hosen. Ich habe alle 22 durchprobiert und war erstaunt, dass ich dabei nicht ins Schwitzen geraten bin. Normalerweise fange ich bei solchen Gelegenheiten nämlich schon damit an, wenn ich nur 3 Hosen im Geschäft anprobiert habe. Alle Hosen passen wieder. Manche sind jetzt schon etwas weit, andere dafür etwas eng. Aber tragen kann ich alle wieder. 7 Hosen haben wir aussortiert. Die Überschüsse kommen in die Kleidersammlung. Jetzt habe ich nicht nur Platz in Sakkos und Hosen, sondern davon auch genügend im Kleiderschrank.

Meine Frau hat mir noch zwei Lederjacken präsentiert, die ich bestimmt seit 10 Jahren nicht mehr getragen habe. Ich war ganz aus dem Häuschen, dass ich die problemlos schließen konnte. Die Presswurstoptik ist noch nicht so ganz verschwunden. Aber so kritisch soll man ja mit sich nicht umgehen.

Sie sehen, es geht voran. Und das, dachte ich mir, sollte ich ruhig mal aufschreiben. Hach, Frühling ist doch toll.

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