Die Freude ? beim Abnehmen

Hier fin­den Sie eher sel­ten was übers Abneh­men. Glau­ben Sie mir: ich weiß, was das für eine Quä­le­rei ist. Und denen, die immer behaup­ten, man


| Aktualisiert: 28. Juni 2020   11 Kommentare 3 Min. Lesezeit

Hier fin­den Sie eher sel­ten was übers Abneh­men. Glau­ben Sie mir: ich weiß, was das für eine Quä­le­rei ist. Und denen, die immer behaup­ten, man kön­ne es auch ganz ohne hin­krie­gen, glau­be ich nicht!

Kurz vor Fast­nacht war ich soweit, dass der Lei­dens­druck aus­reich­te, um nach den drei bis­he­ri­gen «Diä­ten» doch noch mal einen Ver­such zu wagen. Der legen­dä­re Jojo-Effekt ist ja allen Bedau­erns­wer­ten nur zu gut bekannt. Er hat bei mir bis­her immer die Ober­hand behal­ten. Ich habe kapi­tu­liert und jeder neue Ver­such war umso härter.

Seit 10 Jah­ren schlep­pe ich die­ses (gewal­ti­ge) Über­ge­wicht mit mir her­um. Jetzt bin ich über 60 und leich­ter wird das Abneh­men wohl nicht. Und dar­auf war­ten, dass ich krank wer­de und zwangs­läu­fig abneh­me, will ich natür­lich auch nicht. Zu dem Zeit­punkt, als ich die Mords­wan­de­rung gemacht habe über die ich kürz­lich geschrie­ben habe, befand ich mich auch schon in die­ser Gewichtsklasse.

Heu­te kann ich stolz mel­den, dass 8 kg run­ter sind. Mein Ziel ist damit noch längst nicht erreicht. Aber ich ver­ra­te hier weder über das Aus­gangs- noch über das Ziel­ge­wicht eine Sil­be. Ich hof­fe, Sie sehen mir das nach. 🙂

Zwi­schen­durch stell­te ich fest, dass mei­ne Lieb­lings­ho­sen mir wie­der pass­ten und die­ses Gefühl des Ein­ge­schnürt­seins sich ver­flüch­tigt hat­te. Allein das hat mir zusätz­lich Moti­va­ti­on gegeben.

Ich habe Bücher übers Abneh­men gele­sen und manch span­nen­den Arti­kel – auch bei Bekann­ten in ande­ren Blogs. So inspi­rie­rend sie waren, ich wuss­te auf­grund mei­ner per­sön­li­chen Erfah­run­gen aus frü­he­ren Jah­ren, dass selbst die­ses elend bru­ta­le Pro­jekt klap­pen kann, wenn man es nur rich­tig anfängt. Und wenn der Lei­dens­druck end­lich hoch genug ist.

Vor unge­fähr 2 – 3 Jah­ren habe ich mein Ziel mit Hil­fe eines die­ser schein­bar erfolg­rei­chen Pro­duk­te zu errei­chen ver­sucht. Bei mir hat es nichts gebracht – außer noch mehr Frust. Nichts ging vor­an und der Ver­bes­se­rung mei­ner Lebens­qua­li­tät war es nicht zuträg­lich, auch wenn in der Wer­bung was ande­res ver­spro­chen wird.

Auf die 8kg Gewichts­ver­lust möch­te ich auf­bau­en. Ich habe vor, die Scho­se erst­mal bis zum Herbst wei­ter­zu­füh­ren. Dann hof­fe ich, dass ich mei­nem Ziel­ge­wicht einen wesent­li­chen Schritt näher­ge­kom­men bin. Hof­fent­lich wird mir die Grill­sai­son kei­nen Strich durch die Rech­nung machen! Wer so gern isst wie ich, der wird die­se Sor­ge bestimmt nach­voll­zie­hen können.

Heu­te habe ich mit mei­ner Frau mei­nen Klei­der­schrank durch­stö­bert. Ich fand, es sei mal an der Zeit, die gan­zen Sak­kos, die ich aus beruf­li­chen Grün­den gebraucht habe, zu ent­sor­gen – oder jeden­falls einen Teil davon.

Gesagt, getan! Wir haben 8 Sak­kos aus­sor­tiert und genau­so vie­le wie­der in den Schrank gehängt. Viel­leicht soll­te ich mich ja doch noch mal um einen Job bewer­ben. Pas­sen­de Sak­kos und Hosen habe ich schließ­lich in aus­rei­chen­der Anzahl 🙂

Apro­pos Hosen. Ich habe alle 22 durch­pro­biert und war erstaunt, dass ich dabei nicht ins Schwit­zen gera­ten bin. Nor­ma­ler­wei­se fan­ge ich bei sol­chen Gele­gen­hei­ten näm­lich schon damit an, wenn ich nur 3 Hosen im Geschäft anpro­biert habe. Alle Hosen pas­sen wie­der. Man­che sind jetzt schon etwas weit, ande­re dafür etwas eng. Aber tra­gen kann ich alle wie­der. 7 Hosen haben wir aus­sor­tiert. Die Über­schüs­se kom­men in die Klei­der­samm­lung. Jetzt habe ich nicht nur Platz in Sak­kos und Hosen, son­dern davon auch genü­gend im Kleiderschrank.

Mei­ne Frau hat mir noch zwei Leder­ja­cken prä­sen­tiert, die ich bestimmt seit 10 Jah­ren nicht mehr getra­gen habe. Ich war ganz aus dem Häus­chen, dass ich die pro­blem­los schlie­ßen konn­te. Die Press­wurst­op­tik ist noch nicht so ganz ver­schwun­den. Aber so kri­tisch soll man ja mit sich nicht umgehen.

Sie sehen, es geht vor­an. Und das, dach­te ich mir, soll­te ich ruhig mal auf­schrei­ben. Hach, Früh­ling ist doch toll.

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Horst Schulte
Artikelautor: Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 67 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo.

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11 Gedanken zu „Die Freude ? beim Abnehmen“

  1. Hal­lo Hans,

    vie­len Dank. Ja, es ist mehr als ich im Spie­gel sehen kann 😉
    Es geht aber vor­an. Und das ist die gute Nach­richt, die ich «tei­len» wollte.

    Ich wer­de noch ein paar Mona­te rich­tig dran arbei­ten und dann gehe ich ent­spann­ter vor. 

    LG Horst

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  2. Hal­lo Horst,

    herz­li­chen Glück­wunsch. 8 Kilo ist ganz schön viel Zeug.
    Als mei­ne Frau und ich fest­stell­ten, dass ich eine Hosen­grö­ße klei­ner tra­gen kön­ne, war das schon ein tol­les Gefühl. Vor allem, dass sie trotz­dem bequem sitzt.

    Ich hof­fe, dass du dein per­sön­li­ches Wohl­fühl-Wunsch­ge­wicht erreichst. Nir­gend­wo steht übri­gens in Stein gemei­ßelt, dass man auf allen Genuss ver­zich­ten muss. 😉

    Also, viel Erfolg wei­ter­hin und 

    LG Hans

    Dan­ke fürs Erwähnen

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  3. Auch von mir Glück­wunsch zu den 8 Kilo weni­ger und dem Update der Klamotten!
    Ja, im Frühling/Sommer ist es leich­ter – im Spät­herbst wird es dann schwie­ri­ger, weil der Appe­tit sich ver­än­dert und «Herz­haf­tes» verlangt. 

    Im ers­ten Jahr mei­nes Abnehm­vor­ha­bens (2015) hat­te ich 13 Kilo von Mai bis Novem­ber abge­nom­men – und fast alle bis zum Früh­ling wie­der drauf!
    Das woll­te ich 2016/17 natür­lich NICHT wie­der­ho­len – und mit mehr Dis­zi­plin, mit Essen/Kalorien auf­schrei­ben (mit schi­cker Tabel­le, inkl. Wochen­durch­schnitt und Trend) hab ich es geschafft, bis heu­te die neu­er­li­chen 13 Kilo Abnah­me über den Win­ter (inkl. Spät­win­ter­ur­laub im Süden) ZU HALTEN. Mehr nicht, aber ange­sichts der Vor­er­fah­rung bin ich trotz­dem sehr froh!
    Und jetzt ist Früh­ling, die Gar­ten­sai­son star­tet, das Abneh­men wird wie­der leichter…
    Hey, wir schaf­fen das! 🙂

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  4. Dan­ke. 😎 Die Bewe­gung wer­de ich in den nächs­ten Woche inten­si­vie­ren. Das wird bestimmt hel­fen, vor­an­zu­kom­men. In Sizi­li­en (mit all dem guten Essen) abneh­men ist bestimmt eine Her­aus­for­de­rung, der ich mich gar nicht erst stel­len möch­te. Allein schon, weil ich so schreck­lich gern Nudeln esse. Bei­la­gen spa­re ich bewusst ein. Ges­tern habe ich aber gesün­digt. Ein paar klei­ne Kar­tof­fel­spal­ten mit Rose­ma­rin und ein klei­nes Stück Lamm­filet. Dazu etwas Salat und das übli­che Mineralwasser 🙂 

    Noch bin ich voll moti­viert. Mor­gen bin ich mit zwei ehe­ma­li­gen Kol­le­gen ver­ab­re­det. Da soll es auch was zu essen geben. Spar­gel. Das ist immer gut. Den esse ich näm­lich gern und soweit ich weiß, hat er wenig Kalorien. 😛

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  5. «… fin­den Sie eher sel­ten was…» Auch wenn du jetzt ganz dünn bist – du darfst mich wei­ter duzen, grins. Ich, als der weit­aus älte­re erlau­be es dir ausdrücklich.

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  6. Dan­ke, lie­ber Hugo. Mir kommts so vor, als mache sich das Sie­zen in unse­rer Alters­klas­se bes­ser. Aber bei vie­len «alten» Kol­le­gen klingt es vllt. albern? Ich hat­te mir das ver­sucht anzu­ge­wöh­nen, als es hier fast gar kei­ne Kom­men­ta­re mehr gab. Im Moment ist das Gott sei Dank wie­der etwas bes­ser. Da fällt sowas wohl auch eher auf.

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  7. Glück­wunsch!

    Ich bin, glau­be ich, Dei­nes Alters.
    Von Dez 2015 bis Sep­tem­ber 2016 habe ich 28 kg abge­nom­men. Durch Konsequenz.
    Auf mei­nem Blog hat­te ich was dazu geschrieben.
    Nach einem Jahr ging es nicht mehr wei­ter run­ter, auch weil ich grund­sätz­lich kein aske­ti­sches Leben führe.
    In den letz­ten 3 Mona­ten habe ich viel­leicht wie­der ein kg zuge­nom­men. Die Waa­ge zeigt etwa 27 Kg Minus.
    Was ich grund­sätz­lich mache: Viel Bewe­gung. Das ist immer drin.
    Kei­ne Süs­sig­kei­ten (mit der Frau jetzt in dei­e­ser Pha­se mal ein Stück Kuchen).
    Ich trin­ke ger­ne Wein. Das wird aber durch Bewe­gung (Spa­zie­ren­ge­hen) kompensiert.

    Also im Grun­de alles machbar.

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  8. 27kg sind ein gigan­ti­sches Ergeb­nis. Ich will auf jeden Fall dran­blei­ben. Aber so schnell wer­de ich es nicht schaf­fen. Ich wer­de län­ger brau­chen. Ich habe mal in 9 Mona­ten vor eini­gen Jah­ren ca. 30 Pfund abge­nom­men. Damals habe ich noch Ten­nis gespielt. Das ging gut. Wenn ich die Inten­si­tät mei­ner Bewe­gung ver­stär­ke, was ich im Frühling/Sommer hof­fent­lich hin­krie­ge, wer­de ich wohl vorankommen.
    Hal­te dich wacker. Ein tol­les Ergeb­nis mit einer Bot­schaft, die ich wohl gehört habe. Wenn ich noch ein paar Kilos run­ter habe wer­de ich mir ab und an auch mal ein Stück­chen Kuchen oder ein Gläs­chen Wein gönnen.

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  9. Es gibt natür­lich auch eine Rei­he an Bon­bons, die das Dran­blei­ben erleichtert:
    1) Grös­se­re Elastizität
    2) Komplimente
    3) Wenn Bewe­gung zur Freu­de wird – also Freudezugewinn.
    4) Kla­mot­ten­kau­fen macht mehr Spaß
    5) Umsonst will ich die­ses kon­se­quen­te Tun in 2016 nicht getan haben = Sturheit.
    6) Aus­sicht auf bes­se­re Gesund­heit – man wird nicht jünger

    Das wäre es wohl.
    Wie gesagt: Dran­blei­ben, sich nicht ent­mu­ti­gen lassen.

    Noch etwas: Das groß­flä­chi­ge Abneh­men hin­ter­lässt natür­lich im Gesicht Spu­ren. Auch daher ver­zich­te­te ich dar­auf, die 30 kg Abnah­me, die ich mal knapp erreicht hat­te, noch zu top­pen. Also ist eine mehr oder weni­ger mode­ra­te Abnah­me das Beste.

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