Da soll man nicht wehmütig werden

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Auf der Titelseite des Kölner Stadt-Anzeiger von heute ist ein ikonisches Foto aus dem Jahr 1976 zu sehen. Willy Brandt war gerade in Detmold und spielte dort in einem Straßenkaffee auf einer Mandoline. 1976 war ein tolles Jahr für uns. Wir haben geheiratet. Alles war super. Jedenfalls erinnere ich mich nicht an etwas Negatives.

Willy_waehlen

Willy wählen

Unsere »gemeinsame« Geschichte mit Willy Brandt geht allerdings weiter zurück. Am 19. November 1972 erhielt die SPD 45,8 % der Stimmen. Nie wieder hat die SPD ein solches Ergebnis erzielen können. Die Wahlbeteiligung betrug legendäre 91,1 %. Nie wieder wurde ein vergleichbarer Wert erreicht. Ich durfte zum ersten Mal wählen. Was ich gewählt habe? Ihr werdet es euch denken.

Am Abend des 19. November 1972 (es war Volkstrauertag, die Discos hatten geschlossen) sollte eine Party bei Freunden steigen. Ich war verdonnert, Platten aufzulegen. An diesem Abend sah ich meine Frau zum ersten Mal. Mehr als ein Tänzchen war nicht drin, sie war noch mit einem anderen zusammen.

Es gibt eben Daten und Personen, die man einfach nie vergisst.

Dieser Text ist garantiert KI-frei
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Mein KI-Manifest

Künstliche Intelligenz gehört inzwischen gelegentlich zu den Werkzeugen, die ich für diesen Blog nutze. Weil unter den Beiträgen mein Name steht, möchte ich transparent machen, was das bedeutet – und was nicht.

Die Gedanken bleiben meine

Ausgangspunkt meiner Texte sind meine Themen, meine Fragen, meine Haltung und häufig genug auch mein Ärger. KI entscheidet nicht darüber, worüber ich schreibe und welche Meinung ich vertrete. Sie kann mir helfen, Gedanken zu ordnen, Argumente zu prüfen oder einen Text sprachlich zu verbessern. Was am Ende veröffentlicht wird, entscheide und verantworte ich.

KI darf mir widersprechen

Besonders nützlich finde ich KI nicht als Bestätigungsmaschine, sondern als Gesprächspartner. Ich lasse mir Gegenargumente nennen, frage nach anderen Sichtweisen und versuche herauszufinden, ob meine Schlussfolgerungen tatsächlich tragen. Das bewahrt mich natürlich nicht vor Irrtümern. Aber manchmal hilft es dabei, die eigenen Gewissheiten noch einmal zu überprüfen.

KI darf helfen, aber nicht für mich denken

Es gibt keine feste Quote dafür, wie viel KI in einem Text stecken darf. Manchmal nutze ich sie überhaupt nicht, manchmal nur für eine Recherchefrage oder eine Formulierung, gelegentlich stärker bei der Strukturierung und Überarbeitung eines Textes. Entscheidend ist für mich: Ich muss den veröffentlichten Text als meinen eigenen vertreten können.

Fakten bleiben überprüfungsbedürftig

Ein LLM kann überzeugend formulieren und trotzdem falschliegen. Bei Tatsachenbehauptungen, Zahlen, Zitaten und Quellen versuche ich deshalb, die zugrunde liegenden Informationen zu überprüfen. KI ist für mich keine Quelle und schon gar keine Wahrheitsmaschine.

Auch Bilder können mit KI entstehen

Für Illustrationen und Beitragsbilder setze ich gelegentlich generative KI ein. Solche Bilder sollen einen Beitrag illustrieren oder einen Gedanken visualisieren. Sie sind keine fotografischen Dokumente eines tatsächlichen Geschehens. Wo eine Verwechslung möglich erscheint, sollte das kenntlich sein.

Die Verantwortung lässt sich nicht delegieren

Das ist für mich der wichtigste Punkt: KI kann an einem Text oder Bild mitwirken, aber sie kann mir die Verantwortung dafür nicht abnehmen. Was auf diesem Blog unter meinem Namen erscheint, dafür stehe ich ein – einschließlich möglicher Fehler.

Vielleicht verändert KI mein Schreiben. Wahrscheinlich tut sie das längst. Ich möchte nur darauf achten, dass sie mir beim Denken hilft, statt mir das Denken abzunehmen.