Die zweite Wahrheit hinter den Google-Bewertungen

Auf Sternebewertungen im Internet verlasse ich mich eigentlich ungern. Zumindest prüfe ich, ob es woanders auffällig andere Bewertungen gibt. Das Nonplusultra sind Bewertungen in meinen Augen nicht.

Heute las ich diesen Hinweis. Ich gebe zu, solche „Korrekturen“ sind mir bisher nicht mal aufgefallen. Allerdings schließe ich mich der Ansicht von … an:

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Endzeitbärchi

Servicehinweis: Google Maps zeigt nun an, wie viele Rezensionen ein Unternehmen wegen "Diffamierung" hat löschen lassen und das ist sehr viel aussagekräftiger als die eigentliche Punktzahl.

Screenshot einer Bewertung auf Google Maps. Das Unternehmen hat 4,1 Sterne als Durchschnittsbewertung, hat aber 11 bis 20 Bewertungen wegen Diffamierung löschen lassen, ist also eigentlich vermutlich viel schlechter bewertet.
25. April 2026, 06:37 148 Boosts 271 Favoriten

Bewertungen an sich

Die sichtbare Sternebewertung allein erzählt nicht mehr die ganze Geschichte eines Unternehmens. Wenn Google zusätzlich anzeigt, dass viele Rezensionen „wegen Diffamierung“ entfernt wurden, entsteht ein zweiter Eindruck – fast wie ein Schattenkonto möglicher Konflikte und Diskussionen rund um dieses Unternehmen.

Der Post suggeriert dabei mehrere Dinge gleichzeitig:

  • Wenn sehr viele Bewertungen gelöscht wurden, könnte das darauf hindeuten, dass ein Unternehmen massiv gegen Kritik vorgeht.
  • Oder umgekehrt: Dass es Ziel koordinierter Rufschädigung war und deshalb viele beleidigende oder falsche Bewertungen entfernt wurden.
  • Die Zahl der entfernten Rezensionen wird dadurch selbst zu einer Art Signal. Nicht mehr nur wie gut ein Unternehmen bewertet wird, sondern wie umkämpft seine öffentliche Wahrnehmung ist.

Nutzung zu Diffamierungszwecken

Das ist ziemlich heikel. Denn „wegen Diffamierung entfernt“ klingt für viele sofort verdächtig – obwohl Löschungen völlig legitime Gründe haben können:

  • falsche Bewertungen von Nicht-Kunden,
  • beleidigende Inhalte,
  • Kampagnen,
  • Konkurrenten-Spam,
  • oder schlicht Verleumdungen.

Der Autor des Posts liest diese Transparenz offenbar als aufschlussreicher als die reine Punktzahl, weil eine 4,8-Sterne-Bewertung künstlich sauber wirken kann, wenn vorher massenhaft negative Bewertungen entfernt wurden.

Interessant ist daran auch die psychologische Wirkung:
Früher sah man nur die glänzende Fassade der Sterne. Jetzt sieht man plötzlich die Spuren des Streits dahinter. Ein bisschen wie ganz frische Farbe an einer Hauswand – man fragt sich automatisch, was darunter überdeckt wurde.

Horst Schulte
Horst Schulte
@HorstSchulte@horstschulte.com

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Ich bin jetzt 72 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt, wie man so sagt, in der Provinz. Großstädte sind mir ein Gräuel.

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Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Ich bin jetzt 72 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt (aus Liebe) auf dem Land.

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1 Kommentar zu „Die zweite Wahrheit hinter den Google-Bewertungen“

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