Journalismus: Warten auf das nächste Event

Im Journalismus haben sich Regeln verändert. Während sich ganze Heerscharen von Fotojournalisten in Rom versammeln, um den von Papst Franziskus angekündigten, baldigen Tod seines Vorgängers nicht zu verpassen, schreibt der Spiegel heute wieder mal einen Panikartikel über einen möglichen Blackout in Deutschland. Vom Boulevard darf man nichts erwarten. Warum begeben sich immer mehr Medien auf dieses Niveau hinab?

Titel: „Deutschlands Angst vor dem Blackout„. Eine Nummer kleiner haben es die fünf Spiegel-Journalisten nicht. Wenn die Flitzpipen vom Spiegel pauschal von „Deutschlands Angst“ schreiben, übernehmen sie die Vorurteile, die ihre Kollegen aus anderen Ländern gern auf diese Formel bringen. Die unsägliche Entdeckung der sogenannten German Angst sollte von verantwortungsbewussten Journalisten in einem korrekten, konstruktiven Kontext behandelt werden aber doch nicht in dieser schäbigen Art und Weise!

Ich frage mich immer häufiger: Bis zu welchem Punkt darf man Medien noch als seriös bezeichnen?

Horst Schulte
Horst Schulte
@HorstSchulte@horstschulte.com

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Ich bin jetzt 72 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt, wie man so sagt, in der Provinz. Großstädte sind mir ein Gräuel.

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Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Ich bin jetzt 72 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt (aus Liebe) auf dem Land.

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