Die Verfechter der Energiewende freuen sich wie Bolle u. a. über die hohen Preise an der Tanke. Komisch, dass angeblich in Deutschland die höchsten Preise für Sprit erzielt werden. Wer daran wohl einen gerüttelt Maß an Verantwortung zu tragen hat? Wir sollten lieber gemeinsam leiden und nicht eine Gruppe (die Dummen) ausgucken, um ihnen Fehler der Vergangenheit vorzuhalten. Frau Reiche wird das auch nicht gut finden.
Rentner, Autor, Blogger und Hobbyfotograf
Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Ich bin jetzt 72 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt (aus Liebe) auf dem Land.

Sie sind ja nicht hoch genung. Offensichtlich tritt hier (Großstadt) eher der gegenteilige Effekt ein. Autofahren als Statussymbol. „Ich kann mir das Fahren leisten und Du nicht, Ätschibätschi!“
Die andern Folgen sind natürlich schlimmer. Der Maler aus Meißen kann seine Baustelle in München nicht fertigstellen. Das wird aber rst dann kommen, wenn die Homusstraße länger zu bleibt.
Und ja: Das muss so! Offensichtlich lernt man erst durch große Schmerzen. Die nötigen Veränderungen passieren dann so oder so.
@Juri Nello: Das Problem ist, dass nicht alle so schrecklich vernunftbegabt sind. Manche scheißen auf den Klimawandel und fühlen sich durch links-grüne Umweltpolitik seit die Union diese Ansichten mehrheitsfähig gemacht hat, drangsaliert. Sie hassen diese grüne Politik – noch immer und vielleicht mehr als je zuvor. Nirgends ist die Energiewende so durchgezogen worden, sieht man von China vielleicht einmal ab. Allerdings kann ich diese außerhalb von vielleicht einseitigen Presse- und Expertenberichten persönlich nicht einmal beurteilen, sondern höre immer nur von dieser ach so legendären chinesischen Energiepolitik.
Wir haben in Bedburg am Bahnhof für viel Geld eine schicke Fahrradhalle errichten lassen. Sie ist seit Kurzem in Betrieb. Wer parkt da sein Fahrrad? 3 -5 .. mehr habe ich dort nicht gesehen – bisher. In Köln gibts ein ähnliches Projekt, das sogar Millionen gekostet haben soll. Es wird nicht angenommen. Man könnte glauben, es gäbe ideologische Gründe für diese Haltung. Es gibt ein Neubaugebiet, dass jetzt so allmählich – nach großen zeitlichen Verzögerungen – fertig wird. Statt ein Gelände für den Naturschutz zu erhalten, hat man dort jetzt 4-5 Ladesäulen für E-Autos hingepflanzt. Sieht schrecklich aus und ich sehe fast nie ein Auto, das dort geladen wird. Das ist Politik für die Herzen der Menschen.
@Horst Schulte: Schau mal nach Norwegen. Die exportieren ihren fossilen Kram nur noch. Es gibt also durchaus Beispiele.
Ich halte E-Mobilität allerdings nicht für das Maß der Dinge, sondern nur für eine weitere Übergangstechnologie. Letztlich ist es egal, ob Du selbst emittierst oder das Kraftwerk. Es sei denn, Du fährst noch verbleites Super.
Die nötigen Mobilitätskonzepte gibt es schon seit den 70ern. Damals, als sogar die Motorwelt des ADAC noch innovativ auftrat.
Ausprobiert und umgesetzt hat man davon nichts. Warum wohl?
Wenn Hormus länger schließt, wirkt sich das beileibe nicht nur auf die Energiepreise aus.
Dinge die man sofort machen könnte: Entkopplung von Gas und Ölpreis. Abschaffung der deutschen Strombörse. Die Anderen kommen ja auch nur mit der in Amsterdam klar.
Da das alles natürlich nicht passieren wird, warten wir einfach ab. Dann eskaliert alles maximal. Das ist genau, wie den Müll nicht runterbringen.
@Juri Nello: Rund 90–95 % des norwegischen Stroms stammen aus Wasserkraft. Das Land nutzt seine Topografie – Berge, Täler, Fjorde – wie ein natürliches Kraftwerk.
Diese Anlagen haben einen entscheidenden Vorteil: Sie sind regelbar. Wasser kann gespeichert und bei Bedarf turbiniert werden. Das macht Norwegen zum „Akku Europas“, weil es flexibel auf Schwankungen reagieren kann. Insofern ist Norwegen kein Land, das als Vorbild für uns geeignet ist. Wir verfügen nicht über gleichwertige Ressourcen, die nutzbar wären.
Das Vertrauen der Leute wird allerdings durch die E-Mobilität stark beeinflusst, glaube ich. Die Leute sehen, wie unausgegoren das Konzept in seiner Gesamtheit noch ist. Es gibt immer noch zu wenig Ladestationen, die Autos sind zu teuer und es gibt keinen funktionierenden Gebrauchtwagenmarkt. Alte Knochen wie ich bleiben lieber beim alten Diesel (2007). Den werde ich fahren, bis entweder die Kiste aufgibt oder ich. Die Leute sehen, dass nichts wirklich vorangeht und schenken deshalb den neuen Technologien kein Vertrauen. Der Wettbewerbsdruck unter dem die deutsche Autoindustrie (große Arbeitsplatzverluste) zudem steht, erzeugt bei vielen eine ablehnende Haltung gegenüber der Technologie insgesamt. Das alles sind keine guten Voraussetzungen für den nötigen Schritt. Wenn man dann noch hinzuaddiert, dass es nirgends höhere Preise für Energie gibt (sogar beim Sprit sind WIR die Ausnahme!) ist der Missmut wirklich nachzuvollziehen.
@Horst Schulte: Wir waren mal führend im Energiemix und das Beste, wir könnten das auch wieder werden. Die Kosten wären im Gegensatz zu einer eigenen KI eher gering.
@Juri Nello: Warum ist das anders? Weil die Akzeptanz für die Bevormundungspolitik der Grünen fehlt. Vielleicht?
Ich hätte dazu noch einen Butzko zu empfehlen.
@Juri Nello: Der ist gut. Kannte ich noch nicht. Danke für den Tipp!
„Zu langsam“ – aber wofür eigentlich? Eine Grafik kursiert dieser Tage, und sie sieht zunächst eindeutig aus: 57 % der Deutschen finden, die Energiewende geht…