Die deutschen Regierungen wissen eigentlich, wo der größte Druck liegt, der höchste Handlungsbedarf. Ich würde sagen, die Wohnungsnot und die Höhe der Mieten stehen weit oben auf der Liste der wichtigsten Themen. Dass weder die letzte Merkel-Regierung noch die Ampel noch die schwarz-rote daran nachhaltig etwas verändert hätten, halte ich für unverständlich, vielleicht sogar unverantwortlich.
Heute lese ich im Spiegel, dass die Zahl der in 2025 fertiggestellten Wohnungen unter der Zahl von 2012 liegt. Dass Politiker die Wohnungen und Häuser nicht selbst bauen können ist schade. Dann nämlich wäre die Verantwortung für diesen Notstand vollständig geklärt.
Die Wahrheit ist: Die Regierung kümmert sich nicht prioritär um die wichtigen Fragen, sondern macht hier dies und dort das. Aber es mangelt an klaren Prioritäten. Dabei sind sie getrieben von journalistischen Stichwortgebern. Immer danach wird geschaut, wo es gerade brennt. Die sozialen Medien legen erfolgreich die Lunten. Das mag man nachvollziehen können. Die üblichen Ausreden bei Fragen nach Verantwortlichkeiten des Journalismus sind hinlänglich bekannt. Aber es bringt uns kein Stück voran.
Zwei Themen, denen sich diese Regierung wirklich sofort widmen müsste wären neben dem Wohnungsbau, die Wirtschaft und Migration. Wo stehen diese Themen momentan im Ranking der Deutschen? Mir wäre das egal. Priorisierungen sind nötig und die Regierung könnte endlich auch mal Erfolge vorweisen, wenn sie diese durchhalten würde. So, wie das jetzt läuft, wird es nichts mehr.

Geliefert, wie bestellt. Wichtig ist nur, dass die Richtigen spekulieren können. In der Zeltstadt ist noch Platz.