Ob KI tatsächlich die größte Innovation der Menschheitsgeschichte ist? Viele Experten sind davon überzeugt. Gleichzeitig warnen sie davor, dass die Art und Weise, wie wir diese Schlüsseltechnologie entwickeln und nutzen, enorme Risiken birgt. Das verlinkte, noch relativ neue Gespräch zwischen Precht und Lanz entwirft ein Zukunftsszenario mit deutlich dystopischen, stellenweise sogar apokalyptischen Anklängen.
Ich neige inzwischen zu der Annahme, dass das Fernsehen die Gesellschaft nachhaltiger verändert hat als viele andere technische Innovationen. Nicht nur Politik, Konsum oder Lebensstile wurden durch das Medium geprägt. Auch der weltweite Rückgang der Geburtenraten dürfte zumindest teilweise auf den Einfluss des Fernsehens zurückzuführen sein. In den 1970er- und 1980er-Jahren galt deshalb primär die Überbevölkerung als größte Bedrohung der Menschheit. Der Club of Rome warnte vor den Grenzen des Wachstums, Wasserknappheit und Ressourcenverbrauch wurden damals vor allem als Folgen des rasanten Bevölkerungswachstums verstanden. Erst später rückte der Klimawandel ins Zentrum der öffentlichen Debatte.
Das Fernsehen hat einst ganze Gesellschaften verändert. Heute scheint es vorwiegend den eigenen Sendebetrieb zu konservieren. Wiederholungen folgen auf Wiederholungen, als wäre Stillstand ein Programmprinzip. Kein Wunder, dass ausgerechnet jene Generationen, die noch Kinder bekommen könnten, kaum noch einschalten – jedenfalls nicht bei den Öffentlich-Rechtlichen.

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