Ein neuer Joke der Ossis: „Liste Wagenknecht“ vor der AfD

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Zuletzt hieß es, dass in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes »Insa« die AfD in Thüringen bei 34 % liegen würde. Na, Höcke wird frohlocken, dachte ich. Bei den ganzen Frustrierten im aktuellen Deutschland und vor allem in den ostdeutschen Bundesländern bleibt die ganz große Verwunderung über derlei Eskapaden nicht aus.

Heute lese ich nun, dass, sollte Wagenknecht tatsächlich mit einer neuen Partei antreten, diese die meisten Stimmen erhielte. Dies würde Höcker gewiss gewaltig stinken und ihm und seinen Ambitionen auf die Machtergreifung ordentlich die Suppe versalzen. Die Berliner Zeitung bezieht sich bei dieser Meldung ebenfalls auf eine Umfrage der »Insa«.

Es ist ein schlechter Witz, wenn eine Bevölkerung, die in Ost wie West gut aufgeklärt, informiert und einigermaßen gebildet ist, solche Tendenzen zeigt. Ich glaube, dass Sahra Wagenknechts neuester, aber auch nicht erfolgversprechenderer Versuch, eine weitere politische Partei im Lande zu etablieren, wiederum in die Hose geht?

Auch diesmal wird das nichts.

Dabei ist es gar nicht so, dass ich mit jeder Position Wagenknechts überkreuz läge. Außerdem sage ich mir, dass alles, was uns vor einer noch stärkeren AfD bewahren könnte, willkommen geheißen werden sollte.

AfD Vize Stefan Müller kommentierte die Umfrageergebnisse so: »Wenn ich mir Wagenknechts Positionen anschaue, dann scheint mir eine Partnerschaft mit ihr am wahrscheinlichsten.«

Aber muss es jemand sein, der mit seinen Aussagen so häufig so dicht an den Botschaften der Nazis gelegen hat und dafür vor allem im Osten lautstark beklatscht wurde, zum Koalitionspartner für Rechtsextreme aufgebaut wird? Wofür brauchen wir eine Partei, die erneut nicht mehr und nicht weniger zu bieten hat, als die anderen, die sich Deutschland mit einer Mischung aus Ignoranz und Arroganz – ich würde mal sagen – einverleibt haben?

Populismus können im Zweifel alle. Aber wir brauchen in meinen Augen eher pragmatische Politiker, die erkennen, was unser Land im Moment braucht und die auch alles dafür tun, um die fehlerhaften Entwicklungen zurückzudrängen. Neue Narzissten brauchen wir jedenfalls nicht.

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6 Gedanken zu „Ein neuer Joke der Ossis: „Liste Wagenknecht“ vor der AfD“

  1. Ich sehe/merke nichts, dass Politiker sich deutlich ändern …

    Zumal sie es immer mit gelernter Rhetorik machen, sie sollten mal so reden, wie Menschen, die nicht studiert haben oder in dieser Sprache bewandert sind. Alleine dadurch werden viele Menschen »verloren«.
    Meist sind die Politiker aus einer ganz anderen »Schicht«/Leben, eben recht elitär, nicht wie »damals« wo es noch gelang, als nicht studierte Menschen, mit relativ normalen Berufen, als Politiker erfolgreich zu werden. 😭🤮

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Horst Schulte
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Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Ich bin jetzt 72 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt, wie man so sagt, in der Provinz. Großstädte sind mir ein Gräuel.

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