Ich schreibe ja viel. Aber darüber, dass ich längst wieder bei Spotify bin (reuig zurückgekehrt und die Preiserhöhung bezahlt), habe ich geschwiegen. Dicke Backen machen und dann trotz Alternativen wieder zurück. Mancher wird sagen: Typisch Horst! Apple Music konnte mit dem aus meiner Sicht nicht mithalten, was Spotify zu bieten hat. Man gewöhnt sich möglicherweise auch nicht so schnell an Neues. Und wenn es nur darum geht, dass man aus Apple Music die verdammten Alexas nicht ansteuern kann. Das geht geht mit Spotify ganz einfach. Vielleicht liegt es auch nur an meinem Alter? Jedenfalls wird mein musikalisches Alter von Spotify mit 25 angegeben. Dafür allein hat sich die Rückkehr schon gelohnt!

Irgendwas von 46.000 Minuten soll ich via Spotify Musik gehört haben.


Spotify hat halt mehr AI und alle Weihnachtshits.
@juri nello: Der Consumer genießt und konsumiert.
Ich habe heute gelesen, dass 61% der Empörungs-Kündiger:innen oder Kündende(?) oder Gekündigthabende (?) zurück zu Netflix kommen. Bei Spotify ist es wohl ähnlich … du bist ja der lebende Beweis. 😉 Gut, habe ich solche Sorgen nicht.
@Oliver: Alles eine Frage des Charakters. Wohl dem, der einen hat.
Für mich macht es schon eher Sinn, in der dunklen Jahreszeit Netflix und Co. zu nutzen als in der hellen …
Praktischerweise kann man die oft monatlich kündigen.
@Su Mu: Das ist wahr. Wir gucken des ganze Jahr hindurch. Filme werden fast grundsätzlich gestreamt. Allerdings ehen wir immer noch viel fern.
Im Grunde kann man an allen Diensten dieser Art fundamentale Kritik üben. Aber letzten Endes nehmen sie sich nichts, denn sie interessieren sich alle gleichermaßen nicht für:
1. Musiker
2. Musik
Beides sind völlig belanglose Produktionsmittel bzw. Ware und reines Mittel zum Zweck (äh.. was war das nochmal? Ach ja, Profit).
Von daher werde ich nicht meckern. Mich hat halt nur Spotify nie interessiert, die haben nichts, was ich brauche UND was Amazon Music nicht hätte, also bleibe ich bei letzterem.
@Boris: Bei mir wars die Preiserhöhung, die ich unverhältnismäßig groß fand. An die Gerechtigkeitsfragen denke ich nur in zweiter Linie. Mich beschäftigt die Frage, was uns als »Konsumenten« verloren geht, wenn wir uns den lieben langen Tag berieseln lassen. So wird der eigentlich hohe Werte von Musik immer mehr abnehmen. Das fände ich traurig. In unserem Haushalt hört immer einer Musik. Entweder meine Frau oder ich oder beide zusammen. Da sind die technischen Errungenschaften wie Alexas u.ä. doch äußerst hilfreich. Was da im Jahr so zusammenkommt, sind schon allerhand Hörminuten.
@Horst Schulte: Was uns (mir ja eher nicht so sehr) verloren geht, ist: Musik.
Mir ist inzwischen ziemlich klar, dass Musik, wie wir sie bisher kannten, in einer Medienwelt, die bald nur noch von Streaming bestimmt wird, nicht mehr existieren kann. Kein Musiker, schon gar keine Band kann auch nur im Ansatz von den Almosen existieren, die die Dienste ihnen (noch…) hinwerfen. In ein paar Jahren schon wird synthetisch erzeugte Musik (KI) das musikalische Geschehen komplett bestimmen, die noch etwas peinlichen Anfänge erleben wir gerade. Der musikalische KI-Slop wird wahrscheinlich fast unbemerkt über uns hereinbrechen und menschliche komponierte Musik einfach wegschwemmen.
Am Ende wird das (übrigens neben dem Wegsterben der Klassichen Musik) auch dazu führen, dass Kinder keine Instrumente mehr spielen lernen, weil gar keine Zukunft als Musiker mehr angedacht werden kann. Es sterben ja auch die Idole weg, die uns früher zu den Instrumenten geführt haben.
Ich fürchte, so wird es kommen. Komponisten wird es vielleicht noch eben. Nur, dass die ihre Musik unter völlig anderen Voraussetzungen und Gegebenheiten (fehlende Musiker) kreieren werden. Vielleicht kommt es aber so weit auch gar nicht, weil gegengesteuert wird, sobald man erkennt, dass es in eine so fatale Richtung geht. Nur – Menschen haben meistens auch umgesetzt, was sie durch ihren Erfindungsreichtum entwickelten. So gehört das Thema KI und alle noch unabsehbaren Folgen wohl auch dazu.