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Fan-Erfolg gegen die DFL

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Rechnen konnte man nicht damit, dass sich die Fan-Organisationen gegen die Bosse der DFL durchsetzen würden. Aber das ist passiert. Die Tennisballrevolution war erfolgreich. Juhu. Vielleicht ist dies eine Rückbesinnung auf das, was Fußball ist oder sein sollte, gut.

Die „Beschaffung von noch viel mehr Geld kann als unerwünschte Gegenwirkung (Kommerzialisierung, von mir aus auch Professionalisierung) schließlich dazu führen, dass bald keine mehr Stehplätze in den Stadien zur Verfügung stehen und als Nächstes die Sitzplätze so teuer werden, dass kein normaler Fan sie sich mehr leisten kann. Klingt das nach einer wünschenswerten Weiterentwicklung des Fußballs? In der „Premier League“ ist es dazu gekommen.

Die Frage, die mich beschäftigt, ist allerdings, ob die beiden in der DFL zusammengeschlossenen Ligen künftig weiterhin wettbewerbsfähig bleiben und wie die Fans reagieren, wenn keine superteuren Einkäufe auf dem internationalen Star-Fußballer-Markt wegen fehlender Knete mehr möglich sind. Davon unabhängig könnte so auch die Attraktivität des deutschen Fußballs in der Folge leiden. Wir werden es erleben.

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8 Gedanken zu „Fan-Erfolg gegen die DFL“

  1. Fußball (im professionellen/kommerziellen Maßstab) ist eine oftmals homophobe Mehr-Personen-Veranstaltung in Arenen, wo 22 Personen und ein Ball auf einer abgesteckten Rasenfläche nebst hypernervösem Anhang am Rand dafür sorgen, dass Unternehmens- und Verbands-Verantwortliche sowie externe Dienstleister spielzeitweise gewinnträchtig Hunderte Millionen Euro hin- und herschieben können.

    Fußball mehr im Sinne von Sport findet noch auf Kreisliga-Ebene statt, also dort, wo es üblich ist, bei unliebsamen Schiedsrichterentscheidungen denselben krankenhausreif zu verprügeln.

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  2. Hartes Urteil. So ganz anders sehe ich das auch nicht 🙂 Traurig, wie sich der Sport verändert hat. Natürlich auch durch das Verhalten eben jener Fans, die Spieltag für Spieltag die Polizei in Atem halten und den Steuerzahler irre Summen kosten.

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  3. Der Sport hat sich verändert, weil man sich den zum Beruf machen bzw. davon gut leben kann. (Ausbeuten kann)
    Siehe Ausbeutung u.a. der Pferde, was ich selber schlimmer finde.

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  4. Oje, ich dachte ja, vielleicht kann mensch ja beim Thema Fußball mal wieder einen Kommentar hier lassen, nachdem das vor Jahren ja doch im bösen auseinander gegangen war, aber ich könnte mich gerade doch schon wieder an kleinen Dingen reiben. Bin aber älter geworden, meine Ansprüche an meine Kommentare sind gestiegen und deswegen bleibe ich generell beim Kommerz:

    Sicher können wir nicht mit anderen Ligen mithalten, wenn die eigene Liga am Ende weniger Geld als diese zur Verfügung hat. Aber vielleicht sollte das als Chance gesehen werden, aus diesem Vermarktungsdruck herauszukommen. Und ja, natürlich sollen die Spieler, aber eben auch die Spielerinnen, damit Geld verdienen, es sollten aber schon die Summen hinterfragt werden, die da teilweise gezahlt werden.

    Und am Ende sollte Fußball halt nicht nur ein Produkt sein. Es ist immer noch ein Event für die Fans, wo sie sich treffen, austauschen, sie gemeinsam Spaß haben und welches sich halt auch Familien noch leisten können sollten.

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  5. Hallo Sven,
    natürlich freue ich mich über deinen Besuch hier im Blog. Ich hatte deinen Artikel zum Thema „Blog-Renaissance“ gelesen. Danke für die Erwähnung 🙂

    Ich stimme dir uneingeschränkt zu, was die Entwicklung des Fußballs, die Bewertung und allgemeine Zielsetzungen anlangt. Allerdings fürchte ich, dass die Fans es nicht so toll finden könnten, wenn aufgrund des fehlenden Geldes Erfolge ausbleiben. Dass das nicht zwingend so sein muss (gute Nachwuchsarbeit) steht außer Frage.

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  6. Meine Antwort auf das Bashing des kommerziellen Fussballs ist immer die gleiche: Der Fussball kann nicht besser sein als die Gesellschaft. Er bildet sie ab, und das ist gerade das mit Spannendste daran.
    Wenn man sich anschaut, wie es vermehrt vorkommt, dass die sog. Ultras die Spieler öffentlich nach Niederlagen zusammenstauchen, es also quasi heisst, „Antreten zum Rapport“, wie eben gerade in Darmstadt geschehen, dann befremdet mich das mindestens so sehr wie die Kommerzialisierung. Womöglich sind das die gleichen Fangruppen, welche sich gegen das Geld im Fussball wehren.

    Wie Clubs dann herumeiern, wenn es um ihr „Verhältnis“ zu den Ultras geht, ist auch oft befremdend. Gewaltbereite Rechtsaussen stehen oft eher neben als auf dem Fussballplatz.

    Das Thema ist längst nicht ausdiskutiert. Klar ist auf jeden Fall, dass ich als Fussballliebhaber Matches am TV sehen kann, die in ihrer Intensität unfassbar zugelegt haben und die Bundesliga gegenüber anderen Top-Ligen mit noch viel mehr Geld ins Hintertreffen gerät. Am TV ist das feststellbar. Dennoch schaue ich WE für WE Bundesliga. Da kenne ich ganz viele Geschichten und Gesichter, und diese werden jedes WE weiter erzählt. Und auf dem Bolzplatz den Jungen zuzusehen oder selbst wieder mal gegen das Leder kicken ist herrliche Lebenslust. Das bleibt ewig so. Ist unkaputtbar

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  7. @Thinkabout: Einerseits verstehe ich die Fans und es gibt gewiss eine Menge von Sympathisanten für die kritische Haltung gegen die fortschreitende (ja uferlose) Kommerzialisierung. Die Reaktionen hast du gut beschrieben. Ich stelle mir vor, dass anhand dieser Entscheidung solche Klagen eher zunehmen werden. Stichwort: Wettbewerbsfähigkeit auf internationaler Ebene.

    Die Begeisterung für Fußball gehört zu unserer DNA. Volkssport. Die Entwicklung innerhalb der Fangruppen ist aus meiner Sicht allerdings kaum hinzunehmen. Ich kann nicht verstehen, dass die Polizei die Fans (auch die so genannten) auf Kosten der Allgemeinheit schützen muss, nur weil ein paar gewaltbereite Idioten ihr eigenes Gewaltsüppchen kochen. Solche Menschen sollten in diesen Fragen von den Vereinen überhaupt kein Mitsprachesprecht erhalten. Da bin ich radikal. Aber nicht, wie die zum großen Teil, rechtsradikal.

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